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Er selbst ging mit dem Heere bei Roßlau über die Elbe und vereinigte sich im An-fange des Oct. mit Blücher.
Deno n (DominiqueDivant, Baron v.). Dieser franz. Künstler und Kunst-kenner, geb. d.4. Febr. 174' zu Chalons-sur-Saone aus einem adeligen Geschlechte,sollte i» Paris die Rechte studiren. Er machte Glück in der Gesellschaft; Talent undNeigung führten ihn zum Studium der bildenden Künste; auch schrieb er ein Lust-spiel: „Der gute Vater", das den Damen gefiel. Eeine persönliche Liebenswürdig-keit erwarb ihm die Gunst Ludwigs XV., der ihn zum OentUümn»,,: o,üi»:>irebei s. Person ernannte. Späterhin ging er als Gesandtschaftscavalier nach Peters-burg , wo ihn aber Katharina mit ängstlichem Auge bewachte, dann ward er miteiner diplomatischen Sendung nach der Schweiz beauftragt. Bei dieserGelegenheitzeichnete er Voltaire (gestochen von St.-Aubin) und das bekannte Blatt: „be cl«-jeüiivr (>e Veriiev". Dann bekleidete er 7 Jahre lang eine Stelle bei der franz.Gesandtschaft in Neapel . Der Aufenthalt in dieser Stadt und Reisen nach Sici-lien und Malta gaben ihm Gelegenheit, sein Talent für die Zeichnung und Kupfer-stechcrkunst zu Üben. Bei deS Abbe St.-Non „Vo^.iAC pittore^gue cle di.iplezet >Ie 8ieile" führte D. die Aufsicht über die Zeichner, und der Text war größten-theils aus s. Tagebuche entlehnt. Dieses Prachtwerk erschien zu Paris 1788. Derübrige Theil von D.'S Tagebuch, Sicilien und Malra betreffend, erschien einzeln1788. Der Tod des Ministers DergenneS, seines Gönners — nach A. die Un-gunst der Königin Maria Karoline — endete D.'S Laufbahn zu Neapel . Dochfesselte ihn das Studium der großen Maler an Italien ; besonders hielt er sichmehre Jahre zu Venedig auf. Dort glänzte er in den Cirkeln der Gräfin Albrizzi,welche für eine der geistreichsten und liebenswürdigsten Frauen galt und gern be-rühmte Männer um sich versammelte. D. hat auch eine Stelle i» den „lUUr.itti"dieser Dame erhalten, wo sie seinem Charakter, seiner Leidenschaft für die Kunst,s. Anmuth und Fröhlichkeit die größten Lobsprüche macht, auch jene unschuldigeBosheit, welche das Lächerliche Andrer in ihm aufregt, in Schutz nimmt. DieAufmerksamkeit, welche die Revolution überall auf die Franzosen lenkte, vertriebihn aus Venedig. Zu Florenz konnte er ebenso wenig lange verweilen als in derSchweiz; er mußte nach Frankreich zurück, und zwar zur Zeit des TerrorismuS;doch selbst RobeSpierre fand Gefallen an ihm, weswegen D. auch der Nachredenicht entgangen ist, den jakobinischen Grundsätzen gehuldigt zu haben. Um dieseZeit übte er sich im Kupferstechen. Endlich lernte er Bonaparte kennen und verbandsich sogleich auf das engste mit ihm. Er begleitete ihn auf den ital. Feldzügen,dann nach Ägypten, und Desair nach Oberägypten . Das Werk, welches dieFrucht dieser Reise war, hat D.'S Ruhm noch fester begründet, vorzüglich die Ku-pfer, die dasselbe zieren („Vnx. cn bi^,to", Paris 1802, 2 Bde., Fol., und3 Bde. in 12. ohne Kpf). D. zeigt sich hier als höchst geschickten und gewandtenZeichner; die todte und die lebende Natur, die Monumente der Jahrhunderte, undder Araber, der die Wüste durchstiegt, find mit Treue und Wahrheit dargestellt.Als er mit Bonaparte nach Paris zurückgekommen war, ward er zum General-director der Museen ernannt, und was die bildende Kunst zur Verherrlichung derThaten Bonaparte'S hervorbringen sollte, Denkmäler, Schaumünzen, die Er-richtung der Triumphsäule auf dem Platze Vendäme ic., ward s. Oberaufsicht an-vertraut. Er begleitete Napoleon auf allen Feldzügen, zeichnete, und hatte beson-ders das Geschäft, in den eroberten Ländern die Kunstwerke auszuwählen, welcheals Siegestrophäen nach Paris geführt wurden. 1815 hatte er die Demüthigung,daß der Raub wiedergefodert wurde, und Jeder zurückerhielt, was ihm gehörte.Bei dem Sturze Napoleons behielt er seine Ämter; er verlor sie erst, als er 1815sich deni Usurpator wieder genähert hatte; doch blieb er Mitglied des Instituts.O-uatremöre de Q.uincy kam an seine Stelle. Seitdem lebte er zurückgezo-