Determinismus
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Deutscher Bund
Punkt, zu untersuchen, wie weit man in dieser Ausführung gehen dürfe, ohne dieDarstellung des Ganzen zu beeinträchtigen. Diejenigen, welche von dem Begriffder Kunstwahrheit ausgehen, glauben hierin nicht zu weit gehen zu können, undDen» er (s. d.) wird darin vielleicht von Keinem übertreffen. Don der andernSeite ist es den Undulisten (von »»>>,->. unilulütuz. Welle, wellenförmig; Ma-ler rc, die den Hogarth'schen Grundsatz: daß alle Schönheit auf wellenförmigenLinien beruhe, zu Entschuldigung ihres Mangels an Correctheit der Zeichnung undan genügender Ausfübrung ihrer Werke gebrauchen) angenehm zu hören, die altenBildner hätten das Detail vernachlässigt. Bisweilen mag das der Fall gewesensein, er ist es aber nicht immer. Man findet öfters das Detail bei ihnen mit mehrFleiß, aber auch mit mehr Geschmack und Kunst ausgedrückt als in irgend einemWerke der neuern Plastik. Zm Allgemeinen kann man sagen, der Künstler solledanach streben, die Wahrheit als schönen Schein darzustellen, und dazu ist ihmNichts behülflicher, als die Gegenstände so zu bilden, wie sie aus mäßiger Entfer-nung sich als Ganzes darstellen. Wie in den bildenden Künsten, so in der Poesie.Wer das Detail ganz vernachlässigt, wird leicht in den Fehler der Trockenheit undKälte verfallen; wer aber allzu sehr ins Detail geht und überall dieses recht ge-flissentlich ausmalt, verliert sich ins Breite und wird schwerlich einen rechten Ge-sammteindruck hervorbringen, weil das Ensemble fehlt, welches man dem De-tail entgegensetzt. (S. Ensemble.)
Determinismus, in der Metaphysik und Moral diejenige Ansicht,nach welcher Alles, was geschieht, mithin auch jede menschliche Handlung, durchdie Nothwendigkeit des CausalzusammenhangS aller Dinge vollkommen bestimmtist. Wer dieser die Freiheit aufhebenden Bestimmungslehre huldigt, heißt De-terminist, und wenn er diesen Causalzusammenhang auf ein Schicksal zu-rückführt, Fatalist.
D e t m o l d, s. Lippe.
Deukalion, Vater des Hellen und Stammvater der Hellenen, Sohndes Prometheus und der Pandora, führte aus Asien eine Colonie nach Griechen-land und ließ sich zu Lvkorea auf dem Gebirge Parnaß nieder, von wo er in derFolge einen Einfall in Thessalien machte und die PelaSger vertrieb. Hier war es,wo er die berühmte Überschwemmung (Deukalion'sche Flut im 16. Iahrb. v. Chr.)erlitt, welche durch den Fluß PeneuS entstand, und welche die Fabel also erzählt:Als Jupiter das menschliche Geschlecht, wegen seiner Derderbtheit, durch Wasserzu vertilgen beschlossen hatte, und der Regen die fürchterlichsten Überschwemmungenverursachte, rettete sieb Deukalion mit seiner Gemahlin Pyrrha auf den Gipfel desParnassuS. Nach Abfluß des Wassers fragten sie das Orakel der Themis , wie siedie Erde wieder bevölkern sollten. Dies gab zur Antwort: sie sollten die Gebeineihrer Mutter hinter sich werfen. Diesen dunkeln Ausspruch deuteten sie also, daßihre Mutter die Erde, deren Gebeine aber die Steine seien, Sie thaten demnach,wie das Orakel befohlen, und aus den von Deukalion geworfenen Steinen wurdenMänner, aus denen von Pyrrha geworfenen aber Weiber. Übrigens werdenmehre Umstände von den alten Schriftstellern über die Überschwemmung erzählt,die mit denjenigen, welche die heiligen Bücher von Noah anführen, vielÄhnlichkeit haben. (S. Sündflut.)
Deutsche Baukunst, s. Baukunst (Geschichte der).
Deutscher Bund . Seitdem die Souverainetät der deutschen ReichS-stände unwiderruflich geworden war (Kaiser Friedrichs I l. Constitukionen von 1220und 1232 und der westfälische Friede 1648 können als die entscheidenden Punktebetrachtet werden), lag in derRcichsverfassung ein großer innererWiderspruch zwi-schen der gesetzlichen Unterordnung der Reichsstände unter die Reichsgewalt undihren obersten Inhaber, den Kaiser, und dem naturgemäßen Streben der einzelnen