Porzellan, Lumpen, Pottasche, Schmelztiegel, hölzerne Uhren, Pech, Theer undKienruß, auch rohe und gemahlene Tufsteine. — An zum Theil reellen und zumTheil erkünstelten Bedürfnisse» erhalt Deutschland von dem 'Aue -lande Zucker,Caffee , Thee, Gewürze, Baumwolle, Reis, Seide und Seidenwaaren, Wollen;waaren, fremde Weine, Bijouterie-, und O.uincailleriewaaren, Leinsame» und Hanf,Taback, Campher, Hopfen und Ölpflanzen, Seefische, Käse, Rindvieh, Pferde,Papiere, Tücher, Flinkensieine, Farbeholzer und Indigo, auch Medieinalwaaren.Vergleicht man die große Zahl deutscher Ausfuhr-, mit den fremden Einfuhrartikeln,so sollte nian nicht glauben, daß nach der Handelsbilanz, insofern sie sich mit einigerWahrscheinlichkeit von den verschiedenen Ländern, die der Name Deutschland in sichfaßt, ziehen läßt, in Hinsicht der Exporten und Importen die Handelseinbuße aufdeutscher Seite so groß sein könne als sie wirklich ist. Es läßt sich mit Gründen an-,nehmen, daß es gegen Frankreich, England, die Niederlande, Italien und die Tür-kei in den Handelsverhältnissen bedeutende Strumen verliert. Nur in dem Handelmit den nordischen Staaten und der Schweiz ist es zum Tbeil im Gewinn, zumTheil in ziemlich gleicher Bilanz. Die Handelsverhältnisse nut Svanien und Portu-gal haben sich sehr vermindert, und mit Amerika sind sie noch nicht bedeutend genug,um bei der Hauptbilanz in Anschlag gebracht zu werden. Die Veranlassung zu die-sen mercanttlifchen Mißverhältnissen Deutschlands gegen das Ausland, die mandurch die Einwendung, daß wir keine fremde Güter kaufen würden, wenn wir nichtim Wohlstände wären, nicht in Zweifel ziehen kann, gehen theils au? den Prohi-bitiv- und Zollsystemen, theils aus den im Handel wie der Politik gewöhnlichen Re-volutionen , der gesteigerten und erleichterten Fabricaiionsindustrie einiger fremdenReiche, sowie ihrem durch größere Hülfsmittel gewonnenen Übergewicht hervor.Hierzu komuu noch, daß mercantilischer Übermulh, finanzielle Speculaiioncn, an-gemaßte Monopole und gewaltsame Seekerrschaft uns auf verschiedene» Punktendie direcken Verbindungen mit auswärtigen Staaten hindern oder erschweren, unddaß wir daher an Zwischenbändler einen Theil des Gewinnes überlassen müssen.Amerika hat viele frühere Abnehmer am Markte Deutschlands an sich gezogen,neuerdings Ddessa. Frankreich sucht Nichts mehr von unserm Material; dennseine Production hat sich seit der Revolution auf das Fünffache gehoben. Spanien will Nichts von uns, weil sein Boden der hervorbringenden Arbeit wiedergegeben ist,und Portugal , das seine Acker wüste und brach liegen lassen mußte, und dessenWeberstühle die englische Factorei zerbrach, treibt nun den Pflug und webt Zeuche.Faetionen sind in der Weltrepublik des Handels überhaupt erstanden. Den erstenImpuls gab Englands Regierung durch die Navigat.-onsacte, da es bis noch vorKurzem ihr einziger Gesichtspunkt war, den Handel eines jeden Volkes wo nichtzu vernichten, doch von dem ihrigen abhängig zu machen. Alle, welche gleichDeutschlands meisten Provinzen gegen die herrschende Faetion nicht aus ihrer Hutwaren, mußten dabei verlieren. Sowie einmal die Regierungsgewalt ihres finan-ziellen Vortheils wegen die Handelsrepublik angegriffen hatte, ahmten andre Re-gierungen das Beispiel nach. Östreich und Preußen waren unter den deutschen Staaten die Ersten, obwol nur Jenes sein Gebier gegen eine überwiegende auslän-dische Concurrenz zu schützen vermag. Ihnen folgte bald unter den deutschen Staaten zweiten Rangs zuerst Baiern . Daß vor den neuesten Zollvereinen(s. d.) mehre andre deutsche Regierungen, unter dem Deckmantel des Mcrcantil-svstems, zur Vergrößerung ihrer Finanzeinnabmen, der Handelsfreiheit unter sichselbst entgegenarbeiteten, darin liegt noch mehr als in den nachtbeiligen Zeiiumständenund nachbarlichen Maulhsvstemen der Grund unserer Handelsrückschritke. Hattendie 30 Mill. Menschen, welche den deutschen Slaatenbund bewohnen, auf ihren11,869 UlM. überall unter sich freien Markt, um ein - und auszuführen, undware ihr mercantilischer Krieg einzig nur gegen feindselige auswärtige Staaten,
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