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Weimar); Polawskv (Chevaliers und jüngere männliche Rollen; Prag ); Rei-numd (der gefeierte Localkomiker im leopoldstädter Theater in Wien ); Reben-siein (miniere männliche Charaktere und Liebhaber, auch im Singspiel ausge-zeichnet; Berlin ; Rohte (starkkomische Rollen; Stuttgart ); Rott (jüngereHelden und Liebhaber; in Leipzig ); Rüger (spielt Väter; im Theater an derBurg in Wien); Schmelka (vielleicht der launigste Komiker aus der deutschen Bühne; königSstädtcr Theater in Berlin ); Schuster (der gefeierte Localkomikeraus dem leopoltstädter Theater in Wien ); Solbrig (Däterrollen; auf Reisen);Stawinsky (Charakterrollen; Breslau ); Thieme (männliche Helden und ?ln-standSrollen im ConversationSstück; zuletzt in Leipzig ); Thürnagel (Helden lindVäter; Manheim ); llnzelmann, Vater (in L?t-, lin, sonst in komischen Cha-rakteren im recitirendenDrama beliebt: hatvoAnehren Jahren sein Scharispielcr-jnbiläum gefeiert); Unzelmann, der Sohn (in Wildfängen, jüngern naiven undburlesken Charakteren äußerst gewandt; jetzt in Manheim ); Urban (erste Lieb-haber in dem Familiengemälde und in der Tragödie; München ); VeSper-mann (in seiner Charakteristik, besonders im Conversationssiücke sehr schätz-bar; er spielt ZntriguantS und Charaktere mittlern Alters; München); Vo-gel (Väter; jetzt Secretair und Regisseur des Theaters an der Wien ); Wallbach(Liebhaber und jüngere Männer; jetzt in Wien ); Weidner (scharfgezeichnete In-triguantS und Helden; Frankfurt ); Werdy (Väter und überhaupt männliche Rol-len von Charakter und Würde; Dresden ); Wilhelmi (feine komische Charaktereim Conversalionsstück; Prag ); v. Zahlhas (poetische Väter, Zntriguants undHelden; Dresden ); v. Zielen (Väter in der Tragödie, spielt auch bewegliche Alteim ConversationSstück; Magdeburg ). 44.
D e u t sch e S p r a ch e ist ein Zweig des alten germanischen Sprach stam-Meö. Andre schreiben teutsch von Teut, Teutonen. Richtiger ist die Ablei-tung von Theut, Deut, Diet (Volk). Der german. Sprachstamm theilt sich in8 Zweige, den deutschen Hauptzweig, den nordischen oder skandinavischen und denangelsächsischen oder englischen Zweig. Die eigentlich deutsche Sprache zerfälltschon im grauen Altenthum i» 2 Urmundarten, die süd- und norddeutsche, oderober- lind niederdeutsche, die sich wieder in mehre Provinzialmuntarten auflösen.So sehr auch im Einzelnen und in Nebcnverhältnissen die Wörter und grannnati-schen Formen dieser Mundarten von einander abweichen, so geben sich doch alle alseiner Wurzel entwachsen zu erkennen. Gewöhnlich denkt man indeß, wenn nianohne weitem Zusatz von der deutschen Sprache redet, bloß an das Hochdeutsche,die allgemeine Schriftsprache, welcher sich die Sprache der gebildeten StändeDeutschlands hier mehr, dort minder fern von den Anklängen lind Eigenheitender landschaftlichen Sprache nähert. Die Frage, wo das reinste Deutsch gespro-chen werte, läßt sich daher, ohne einseitig zu urtheilen, nicht in der Art beantwor-ten, daß man das Gebiet desselben auf eine Gegend beschränkt, wie es ;. B. Ade-lung thut, nach dessen Ansicht dasHochdeutsche bloß die oberslchsische oder vielmehrmeißnische Mundart ist. Nach Anleitung der Geschichte der Bildung unsererSchriftsprache, versteht man darunter die geläuterte Sprache des Oberdeutschen,wie sie seit Luther die vorzüglichsten Schriftsteller aus ihren Grundkräften entwickel-ten, wodurch sie auch Eingang in die feinen Gesellschaften allerGegenden fand, woDeutsch gesprochen wird. Man setze daher dem Niederdeutschen nicht das Hoch-deutsche, sondern das Oberdeutsche entgegen, wie es bereits l'OI der wackereSprachlehrer Dödicker that. „Die hochdeutsche Sprache", sagt er, „ist keine Mund-art eines einzigen Volkes der Deutschen , sondern aus Allem durch den Fleiß derGelehrten zu solcher Zierde erwachsen, und in ganz Deutschland üblich". Amwenigsten frei von landschaftlichen Eigenheiten ist die Sprache, selbst der Gebilde-ten, im südlichen Deutschland , zumal in den südlichsten Gegenden, in den Vor-Eonvcrsitions-Lexicvn. Bd.Ul. 16