ner Spectakelstücke und khnl. dominirten hier, und erst seit dem Erscheinen derDe-moisellc Sontag gab man auch glänzende Opern. — München barte 2 Thea-ter; beide niit dem Prädicat „Hof " geschmückt, obschon das am Isarihore eineigentliches DolkStheater war. Letzteres ist jetzt geschlossen. — Auch Dresden besitzt deren gewissermaßen 2, ein deutsches nämlich, welches sich in neuerer Zeitmancher Verbesserung und Erweiterung zu erfreuen hatte, und eine italienischeOperngesellschaft, auf welche immer viel verwendet worden ist (die einzige noch ste-hende ital. Opernbühne in Deutschland s In Stuttgart, Kassel , Draunschweig,Darmstadt, Hanover, Karlsruhe, Schwerin und Weimar befinden sich überallHoftheater, von denen jedoch manche, wie z. B. die in Hanover und Schwerin ,künstlerisch betrachtet, durchaus nur zu denen des zweiten und dritten Ranges ge-zählt werden können, dessenungeachtet aber sämmtlich, wie die in Wien, Berlin u. s. w., unter Oberleitung eines vom Hofe dazu ernannten Hofwürdenträgersstehen. Die Städte Augsburg, Bamberg, Bremen, Breslau, Brünn, Danzig ,Düsseldorf und Elberfeld, Frankfurt a. M., Freiburg im Breisgau, Grätz, Ham-burg, Königsberg, Linz, Lübeck, Manheim, Nürnberg, Pesth und Ofen. Prag ,Riga und einige andre, haben meist stehende, theils auf Acrien, theils allein aufdie eignen Fonds ihrer Unternehmer gegründete, theils sogenannte ständische, d. h.von den Ständen des Landes gewissermassen garankirte, Theater, und eS gehöreneinige wenige davon in künstlerischer Rücksicht mit zu den besten des deutschen Va-terlandes, wie z. B. die im Jahre 1828 aufgelöste Bühne von Leipzig , die vonFrankfurt und Hamburg . Andre sind dagegen höchst mittelmäßig und oft umNichts besser als die gewöhnlichen wandernden Schauspielergesellschaften, derenZahl, obschon sie sich in neuerer Zeit durch die Verhältnisse der Gegenwart etwasgemindert hat, noch immer sehr ansehnlich ist. Oft jedoch findet der Freund derKunst mit angenehmer Überraschung bei solchen sogenannten kleinen Bühnen Ta-lente und eine Rundung der Darstellung, wie manchem sich brüstenden Hof- undStadttheater zu wünschen wären. Bemerkung verdient noch, daß in manchen ih-rer Volkszahl nach sehr bedeutenden Städten kein stehendes Theater sich auf dieLänge zu halten ini Stande ist, und daß dagegen oft weit kleinere Orte allein undaus eignen Mitteln recht ansehnliche fort und fort gut erhalten. So haben z. B.Königsberg und Bremen , bei aller Volksmenge und ansebnlichem Handelsstante,nie ein eignes Theater auf die Länge baben könne», und alle Unternehmungen die-ser Art scheiterten noch daselbst; auch Magdeburg vermag nur einen Theil desJahres hindurch die Kosten einer mäßig starken Gesellschaft zu decken; dagegenhaben Breslau, Brünn, Linz, Manheim u.a. O. (Etädte wie Hamburg, Leipzig ,Frankfurt a. M. u. s. f. gar nicht zu gedenken) fast zu allen Zeiten, die oft für dieseOrte sehr drückend waren, ihre Bühnen aufrecht erhalten, welche zum Theil, wiedie in Manheim und Breslau zu den bessern gehören, oder wenigstens in manchenPerioden gehörten. 12.
DeutscheVirtuosen. Da man die Namen Virtuos und Virtuositätvorzüglich in denjenigen darstellenden Künsten gebraucht, bei welchen die äußereKunstfertigkeit am sichtbarsten hervortritt ls. Virtuosität), mithin von der aus-übenden Musik, von der Tanzkunst und Mimik; da ferner, wenn wir an den ge-nialen deutschen Balletmeister Horschelt (Stifter des in seiner Art einzigen Kinder-ballets in Wien, jetzt königl. Balletmeister in München ^ und etwa an die reisendeFamilie Kobler erinnert haben, von der kunstmäßigen Ausübung der Tanzkunst inDeutschland wenig zu sagen übrig bleibt; von den deutschen Schauspielern undSängern aber schon in bes.Art. gesprochen worden ist, so werden wir unter gegen-wärt. Art. ein Verzeichniß der berühmtesten, jetzt lebenden Instrumentalvirtuosenmittheilen. Vgl., was die allgemeinen Beziehungen anlangt, d. Art. Deutsche Musik. I. Die berühmtesten Pianofortespieler sind die schon unter den Com-