Band 
Dritter Band. D bis E.
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Dietsch Diffamation

richstein, geb. den 28. April 1767, isk k. k. Wirkl. Geh.-Rath und Kämmerer,und als Senior seines Haiises Dbererblandmundschenk in Kärnthen und Dber-erblandjagermeisier in Steiermark . Vormals Generalmajor bei dem Ingenieur-corpS, erhielt er beim Sturm auf Valenciennes den Theresienorden, ward unterThugut'S Ministerium Zii diplomak. Sendungen »ach Petersburg, Berlin und Mün-chen gebraucht, und schloß 1800 mit Moreau den parsdorfer Waffenstillstand, trataber in dems. I. ganz außer Dienst. Sein Vater. Fürst Joh. Baptist, halte 1804die steierischen Fideicomnnßherrschaften der grast. Familie LeSlie geerbt, Proskau in Schlesien aber, wovon das Haus bisher sich nannte, 1783 an den König vonPreußen verkauft. — Des regierenden Fürsten Franz Bruder, Graf Moritz(geb. den 19. Febr. 1775), k. k. Wirkl. Geh.-Rath, Kämmerer, Hofmusikgraf,Hvfthcaterdirector und DbersthofmeisterS-Stellvertreter des Herzogs v. Reichstadt,war in dem Feldzuge von 1796 Adjutant des Feldzeugm. Alvinzy, indem von 1797Adjut. des Erzherz. Karl, und 1798 beiMack, dem Generalissimus des neapolit.Heeres, dann mu ihm tdiefangener in Paris und dessen totes,h,ne auf s. Flucht ausjener widerrechtlichen Gefangenhaltung. Auch war er Adjutant des Gen. Mack1805 bei Ulm . 1815 wurde er Dbersthofmeister des damal. Primen von Parma(jetzt Herz. v. Reichstatt , und stand in vertrauter Freundschaft mit dem DichterundHofrath Heinrich v. Collin, deni er in der Karlskirche in Wien ein schönes Denk-mal errichtet hat. 1826 wurde er zum k. k. Hofbibliothekpräfecten ernannt. —Zutergräst. Dietrichstein-Hol/enburgischen Linie gehörte der Graf Joseph Karl,geb. 1763, k. k. Kämmerer, Gouverneur deröstr. Nationalbank, ein ausgezeich-neter Geschäftsmann, welcher um seltenem Überblicke die ausgedehnten Geschäftedieses Instituts seit seiner ersten Entwickelung 8 Jahre hindurch leitete. Erstarbden 17. Sept. 1825. Die Stelle eines Gouverneurs der Bank vertritt seitdemMelchior v. Steiner, Chef des GrofhandlungshauseS Steiner und Comp. —Das neue Schloß D ie trich stein liegt iin villacher Kreise in Illyrie», auf einerLandspitze, der Ruine der alten Burg Dietrichstein gegenüber.

Dietsch (Barbara Regina ), eine geschickte Malerin aus der berühmtenKünstlerfamilied. N.. geb. zu Nürnberg den 22. Sept. 1716. Ihr Vater wiessie an, die Natur in Vögeln, Blumen und Insekten nachzuahmen und getreu mitWasserfarben darzustellen. Den Ruf als CabinekSmalerin an manche Höfe verbatsie sich und zog Freiheit und Ruhe im Schoße ihrer Ältern und Geschwister allemauswärtigen Glänze vor. Sie malte noch 2 Jahre vor ihrem Ende, obgleich sieschon 1775 der Schlag an einer Seite gelähmt hatte, und starb den 1. Mai 1783.Ihre meisten Stücke sind nach England gegangen. Nach ihren Driginalien erschienzu Nürnberg (1772 — 75) eine Sammlung meist inländischer gefangener Vogel,welche in Kupfer gest. und mit natürlichen Farben sehr genau ausgemalt sind, auf50 Taf. nebst Text. — Ihre nicht weniger berühmte Schwester, Margaret haBarbara, geb. den 8. Nov. 1726, starb im L)ct. 1795. Sie malte Blumen, Vo-gel und Früchte, und ätzte auch einige Blumen sehr nett in Kupfer. Ihre meisteZeit wandte sie auf ein Werk, in welchemsie alle in der Gegend von Nürnberg wach-sende fruchttragende Kräuter, Stauden und Bäume, in Zweigen mitihren BlüthenundFrüchken, dcr Natur getreu, in saubernKupfeifliehen darstellte. Die Abbildun-gen verrathen sehr vielen Fleiß. Sie trug gleiche Sorge für den Stich und für dieIllumination. Jede Lieferung enthält 6 Bl. Fol. Sie erschienen in derjenigen-Ordnung, wie die Früchte von Zeit zu Zeit von der ftlatur hervorgebracht werden.Schreber hat den Text dazu geliefert.

Diffamation, die Verbreitung einer Übeln Nachrede gegen Jemand(diffamatorische Schrift, Schmähschrift), besonders aber auch schon das Derühmenmit einem Ansprüche gegen Jemand. Gegen die Regel, daß man Niemand zu ge-richtlicher Verfolgung seines Rechts nöthigen kann, hat nach Analogie einer Stelle