Band 
Dritter Band. D bis E.
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Dioinedes

Dion

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Diogenes Laertius aus Cilicien , der wahrscheinlich in der ersten Hälfte des3. Jahrh. n. §hr. lebte, schrieb das Leben gricch. Philosophen: I..ie> in,8

klv v>l>5, (li>gii>. ct »>>os>>Uegni. el^rar. viror.", lOBüch. (krit. Ausg. von H.G.Hübner, mit der latein. Übers. des Llmbrosius) (Leipz. 1828).

Diomedes. 1) Der König der Visionen, der alle sein Land betretendeFremde seinen menschenfressenden Rossen vorwarf. Hercules tödtete ihn und ent-führte die Rosse. 2) Der Held vor Troja, desTydcus und der Deipyle Sohn, Königvon Argos, verlor seinen Vater früh vor Theben, war Theilnehmcr des zweiten Zu-ges nach Theben und befand sich unter den Freiern der Helena, deren Entführungzu rächen er mit den übrigen Konigen Griechenlands vor Troja entboten wurde, woer die Argiver, Tvrinther und andre Völkerschaften befehligte. Verwegener Muthmachte ihn zu einem der ersten Helden; nach Nestors Zeugniß übertraf er darinalle s. Altersgenossen. Von Pallas beschirmt, focht er nicht nur mir den tapferstenFeinden, viele derselben erlegend, sondern wagte sich selbst in den Kampf mit denUnsterblichen. Als Venus ihrem Sohne Änea« gegen ihn zu Hülfe kam, verwun-dete er die Göttin mit dem Speere an der Hand, und würde ihr den Aneas entrissenhaben, wäre nicht Apollo zur Rettung herbeigeeilt. Aber selbst gegen diesen dranger 3 Mal kampflustig an, bis die drohenden Worte des furchtbaren Gottes ihn zu-rückschreckten. Don Pallas ermuntert, wandte er sich jetzt gegen den Mars, ver-wundete ihn in den Unterleib und zwang ihn, nach dem Olymp zurückzukehren.Auf gleiche Weise kühn in derRathSversammlung, hintertrieb er Agamemnon 'SVor-schlag, Troja unverrichteter Sache zu verlassen; auch blieb er bei seiner Meinung,als Achill die angebotene Aussöhnung verweigerte. Dadurch, daß er die Pferdedes RhesilS erbeutete, erfüllte er eine der Bedingungen, unter denen allein Troja erobert werden konnte. Auch holte er mit Ulysses die ebenfalls zur Eroberung derStadt nöthigen Pfeile des Hercules und denPhiloktet von LcmnoS herbei, und be-fand sich mit in dem hölzernen Pferde, durch welches endlich die Einnahme Trojasgelang. Zwar kam er glücklich in seine Heimath zurück, aber Venus verfolgte ihnmit ihrer Rache. Diese hatte der Gern Assin des Abwesenden, Agialia, eine strafbareLeidenschaft gegen den KomedeS eingeflößt, und D. mußte bei seiner Rückkunft ver-sprechen, Argos zu verlassen und bei Todesstrafe nie zurückzukehren. Er schifftehierauf mit seinen treuesten Freunden nach Italien ; doch wird von seinem Aufent-halte daselbst viel gefabelt. Bald soll er hier in einem hohen Alter gestorben, baldvom Könige DaunuS umgebracht, bald auch bloß auf den nach ihm benanntenInseln verschwunden sein. Ihm wurde nach seinem Tode göttliche Ehre erwiesen.

Dion, ein Syrakusaner, der sich in der Geschichte dieses StaatS einen un-sterblichen Ruhm erworben hat. Er lebte zu den Zeiten der beiden Dionvse, mitdenen er verwandt war, und auf die er einige Zeit hindurch viclen Einfluß hatte.Als er aber versuchen wollte, die tyrannischen Grundsätze des jüngern DionystuSdurch die Lehren der Philosophie zu verdrängen, gelang es sinnen Feinden, ihn beidiesem verdächtig zu machen und seine Verbannung zu bewirken. D. begab sichnach Griechenland , wo er durch seine schöne Gestalt, noch mehr aber durch dieherrlichen Eigenschaften seines Verstandes und Herzens, sich so zahlreiche Anhän-ger verschaffte, daß er beschloß, Gewalt gegen einen Fürsten zu gebrauchen, dersanftern Lehren sein Ohr verschlossen hatte, und sein Vaterland zu befreien. Zudem Ende schiffte er sich mit 800 Kriegern ein, landete auf Sicilien, und eilte,da DionysiuS vor wenigen Tagen nach Italien gereist war, nach SyrakuS , woer unter dem Jubel der Einwohner einbog. DionyS kehrte zurück, machte einigeVersuche, sein Ansehen wiederherzustellen, ward aber endlich gezwungen, derKrone zu entsagen und sich mit seinen Schätzen nach Italien zu flüchten. Aberauch D., gegen den seine Mitbürger ungerechtes Mißtrauen hegten, sah sich ge-nöthigt, die Stadt zu verlassen. Als sich jedoch neue Unordnungen entspannen.