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DoctrinairS
Döderlein
stehung der hohen Schulen auf. Die damit verbundene Würde erhielt zuerst aufder hoben Schule derRechtsgelehrsamkeit zuBologna zwischen 1128 ». 1137 öf-fentliche (Gewähr, wo der beruhnite JrneriuS (Werner) seit 1128 die Rechte lehrteund als Lehrer der Rechte vorn Kaiser bestätigt wurde. Dieser soll den Kaiser Lo-thar I I , dessen Kanzler er wai , bewogen haben, dieDoctorpromotion (die init ange-stellten Prüfungen verbundene Erhebung zumDockor) einzuführen. Don derJuri-stenfaculkät kam diese Anstalt zur theologischen, und man gibt an, daß die Facultätzu Paris dem Petrus Lombardus, der 1159 Bischof von Paris wurde, zuerst dietheologische Docrorwürde ertheilt habe. 1329 wurde Wilh.Gordenio vom Collegiozu Asti zuerst zum l>„<Mu urliu», ,-t ,ne<Iici,>.->e- proniovirt. Au den Philosophenkam diese Würde zuletzt, weil sie sich später zu einer besondern Facultät verbanden.Doch behielten sie gewöhnlicher den Magistertitel. Die Doctorpromotionen sindfeierlich und öffentlich, oder ohne Feierlichkeit (durchDiplome). Die Rangordnungist: I). derTheologie, der Jurisprudenz, der Medicin und der Philosophie. Außer-dem werden zu Oxford und Cambridge auch Doctvren der Musik gekrönt. Haydn erhielt von Oxford diesen Ehrentitel, sowie Romberg.
DoctrinairS. In der sranz. Deputirtenkammer zeichnete sich seit derzweiten Wiederkehr der Bourbons eine kleine Zahl von Männern aus, welche sichweder zu den Anhängern der unumschränkten Gewalt noch zu den Vertheidigernder Revolution zählen. Sie stimmten mit dem damaligen Minister Decazes undbekleideten zum Theil Stellen im Ministerium, wie die StaatSräkhe Camille Jor-dan unk Royer-Ccllard. Ihr System bezweckte eine ccnstituticnnelle Monar-chie mit einer größer» Kraft der Regierung, als die strengern Liberalen zugestehenwollten, aber auch mit mehr Beschränkung der Herrschergewalt, und besonders mitweniger» Rückschritten zur alten Verfassung, als die Royalisten verlangten. MitDecazes traten auch sie von ihren Stellen ab, und haben sich seitdem ganz mit derliberalen Opposition vereinigt. JhrWortführer war besondersRoyer-Cvllard(s. d.), ihr vorzüglichster Schriftsteller aber außerhalb der DeputirtenkammerGuizot. (S. Französische Kammern.)
D o d o n a, ein berühmter, der Sage nach von Deukalion erbauter Ort inEpirus, wo eins der ältesten Orakel in Griechenland war. Das Orakel gehörte demJupiter , neben dessen reich ausgeschmücktem Tempel der heilige Hain war, inwel-chem sich eine prophetische Eiche befand. Jupiter , war die Sage, habe seiner Toch-ter Theba 2 Tauben gesehenst, welche die Gabe zu sprechen hatten. Diese seieneines Tages von Theben in Ägypten auSgeslogen: die eine sei nach Libyen gekom-men und habe daselbst das Orakel des Jupiter Ammon gestiftet, die andre abernach EpiruS, wo sie sich auf einen Eichbaum niedergelassen und mit deutlicherStimme den Einwohnern angedeutet habe, eü sei Jupiters Wille, hier ein Orakelzugrunde». Die weissagendenPriesterinnen gaben die AuSi'prüche aus verschiedeneArt. Bisweilen stellten sie sich nahe an den prophetischen Baum und gaben aufdas Gcsausel der Blätter acht; oder sie traten auch an die nabe am Fuße des Baumsentspringende Quelle und horchten auf das Geräusch des aufsprudelnden Wassers.Auch weissagten sie aus dem Geräusche, das durch das Zusammenschlagen mehreran den Säulen des Tempels hängender Kupferbecken entstand u. s. w.
Döderlein (Johann Christoph), Theolog, geb. am 20. Jan. 1715 zuWindsheim in Franken, wo sein Vater Prediger war, besuchte das dortige Gnm-nasium, bezog 1764 die Universität Aktors, verwaltete dann eine HauSlehrerstelleund ward schon in seinem 22. I. Diacon an der Hauptkirche seiner Vaterstadt, woer seine Muße dem Studium der Kirchenvater widmete. Als SchriftstellerMachte er sich durch s. „tair.xo oriticao ct exe^ctiane" bekannt und erhielt 1772die letzte theologische Professur und das Diaconat in Altors. 1782 nahm er denRuf als zweiter Pros. der Theologie nach Jcna an, wo er als Geh. Kirchenraih, v.