Band 
Dritter Band. D bis E.
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Doctorwürde

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DobschüH

^n^1>erio" heraus. D. starb den 6. Jan. 1829 auf e. Reife zu Bräun. S. s.Bildn, in Rikter'S v. Riktersbcrg biogr. Skizze des Abb,' Dobrowsky (Prag . 1829).

Dobsch ütz, seit 1818 k. preuß. Generallieutenant. I!ach dem Friedenvon Tilsit war ihm die Auswechselung u.Organisirung der Kriegsgefangenen über-tragen; er beendete dieses Geschäft ehrenvoll und zog sich hierauf ins Privatleben aufsem Landgut bei Glozau zurück, wo er jedoch bald den ihm angetragenen Posten einesKreiSlandraihS übernahm. Als sich 1813 das preuß. Volk zum letzten entscheiden-den Kampfe erhob, tratD. wieder in Wirksamkeit und organistrte als Divisionnairdie 2. Diviston der schlestschen Landwehr. Er leistete durch die geschickte u. entschlos-sene Behauptung der SradtKroffen,eines damals für dieArmee in Schlesien wiefürdieDeckung Berlins gleich wichtigen Punktes, seinemVaterlande einen wesentlichenDienst, der ihm umso mehr zum Ruhme gereicht, als ihm nur sehr unzulänglicheMittel zu Gebote standen, den, sogar auf den Waffenstillstandsvertrag gestützten,Foderungen des Marschalls Victor zu widerstreben. Er wurde hierauf zum Gene-ralmajor ernannt und übernahm nach dem Waffenstillstände das Commando überdie zum 4. Armeecorps gehörige Reserve bei Berlin , trug in dieser Eigenschaft beider Wchlacht von Großbeeren sehr viel zur Behauptung der auch für die ErhaltungBerlins so wichtigen Position von Blankenfelde bei, befehligte in dem Zeitraumezwischen dieser Schlacht und der von Dcnnewih eine detachirte Aufstellung in derGegend von Zahne und vertheidigte sich, von feindlicher Übermacht mehrmals ange-griffen, tapfer, nahm an der Schlacht von Dennewitz durch die Vertheidigung derHöhe von Jüterbogk den rühmlichsten Antheil und lieferte endlich den Franzosenbei der Verfolgung nach dieser Schlacht am 19. Sept. bei Mühlberg ein glücklichesGefecht, in welchem 3 franz. Chaffeurregimenter fast vernichtet wurden. Am 23.Oct. übernahm D. mit s. Brigade die Einschließung von Wiktenberg. verwandeltediese Ende Dec. in eine förmliche Belagerung, und nahm in der Nacht von 12. bis13. Jan. 1814, da das Belagerungscorps schon bis aus den bedeckten Weg vorge-rückt war, und der Feind die Capirulation verweigerte, die Festung mit Sturm.Nach dieser Waffenthat erhielt er den Oberbefehl über das DlockadecorpS der Cita-delle von Erfurt , ohne jedoch, da die Werke stark und die Kräfte zur Belagerung ge-ring waren, etwas Ernstliches gegen dieselbe unternehmen zu können. Nach demFrieden warD., als nach Abgang des Fürsten Repnin und des russischen Gouver-nements Sachsen bis zur Rückkehr des Königs unter preuß. Verwaltung stand,Mtliraircommandant in Dresden ; während des Feldzugs 1815 Generalgouverneurder Rheinprovinzen und nach Beendigung des Kriegs Commandeur der glogauerDivision. Im Juni 1821 nahm er s. Abschied. Der König gab lhm denTitel General der Cavalerie und Pension.

Docke (Dockforme), 1) in der Schiffsbaukunst entweder der Ort, wo dieSchiffe im Hafen liegen, oder auch eine besondere Abtheilung im Hafen, wo dieKriegsschiffe und Galeeren hinter einem Baume liegen und daselbst aufgeboben,ausgebessert und kalfatert, oder neu erbaut werden. In diesen Dockeubehälternsind gemeiniglich große Schleusen oder Thüren angebracht, welche das See- undFlußwaffer von dem Eindringen abhalten, um ungehindert arbeiten zu können.Ist die Arbeit geendigt, und soll das Schiffablaufen, so werden die Schleusen ge-öffnet, das Wasser dringt in die Docken, hebt das auf dem Stapel (Gerüste) befind-liche Schiff und führt es in den Strom. Nach der Benutzung der Docke ist auchihre Anlage. Entweder find sie trocken und erhalten erst durch Schleusen Waffer(in sornw); oder sie sind an sich voll Waffer (lo l>^i,>); oder sie werden nur durchFlut gewässert (ie eb.intit'r). 2) In der Baukunst heißen Docken kleine, dicke,einen Sims oder Kranz tragende Säulen, welche zusammen ein Geländer(Dockengeländer oder Balustrade) ausmachen.

Doctorwürde. Der Name eines DoctorS (Gelehrten) kam mit der Ent-