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Dollart
erstes Werk von Bedeutung war Winckelmann's Denkmal, das die Ehre erhielt,im Pantheon zu Rom aufgestellt zu werden. Nach s. Zurückkunft wurde ihm inGoiha die Aufsicht über die herzogl. Kunstkammer und die Galerie der Abgüsse vonAntiken überkragen. In der Folge errichtete er eine Zeichnenfchule. Die bedeutend-sten s. Werke sind die Basreliefs in der Reitbahn zu Dessau , eine große Gruppe,Glaube, Liebe und Hoffnung, für die Hauptkirche zu Lüneburg , Leibnih's Denkmalzu Hanover und Kepler'S Denkmal zu Regensburg . Aus allen s. 'Arbeite» leuchtetdie Bekanntschaft mit den classischen Werken der alten Kunst hervor. Er starb zuGotha den 30. März 1816. Zwei seiner Söhne sind ebenfalls Künstler.
D o l l a r t, Meerbusen der Nordsee zwischen Ostfriesland und der Holland .Provinz Groningen, am Ausflüsse der Eins, 2^ deutsche Meilen lang und 1' M.breit, entstand auö einem vom Meere verschlungenen Striche Landes. 'Altern Nach-richten zufolge brach zuerst 12" das Wasser mit unwiderstehlicher Gewalt herein,und da die Fluten sich in den folg. Jahren , vornehmlich 1281, wieder einstellten,so bildeten sie nach und nach den jetzigen Meerbusen, auf dessen Stelle zuvor an 50größere und kleinere Ortschaften gestanden Habensollen. Aufden ältern, von Sau-fen, Allart tc. herauSgeg. Charten des Fürstemh. Ostfriesland , auch auf der Ho>mann'schen von 1130, findet man Abbildungen des verschlungene» Landstrichs,deren Richtigkeit dahingestellt bleiben muß. Durch die Vervollkommnung derWaf-serbaukunst sind in den letzten Jahrh, dem Meere, besonders an der flachen ostsrie-sischen Seite, bedeutende strecken Landes wieder abgewonnen und durch dauerhafteEindeichungen vor äbnlichen Unfällen gesichert worden.
Dollond (John), ein Engländer, berühmt durch diejenige Verbesserungder Fernrohre, von welcher im Art. Achromatisch die Rede gewesen ist. Ermachte diese Erfindungen, geleitet durch einen Wink des berühmten Enler, 1151.Man hatte sich nämlich biü dahin genöthigt gesehen, den Gläsern der Fernröhre eineverhältnismäßig sehrgeringe Öffnung (Aperuir) zu lassen, indem man Blendungenum ihre Ränder legte, wodurch die farbigen Ränder, welche dem Bilde seine Deut-lichkeit rauben, vermieden werden sollten. Da eine solche geringe Öffnung aberandrerseits die Helligkeit sehr verminderte, so kam es daraufan, ein andres Mittelzur Vermeidung jener farbigen Ränder zu erfinden. Dies gelang nun D., indemer seine Gläser aus verschiedenen Glasarten (deni Flink-und Crownglafe) zusam-mensetzte, wie man dies im ,„4coouiit c>s 8»,ne expei i>nenl8 onncei nn,g tiie «lis-seieiit re-srilii^ibilitv <is liglit. sie ^Ir. 4ol>» Ilulünxl" („?l,ilc>8. tirinrvol.",Bd. 50, Th. 2,, S. 153) dargestellt findet. Dadurch gelang es ihm, Fernröhremit so großen Öffnungen und mit so starken Vergrößerungen im Verhältnisse zuihrer Länge zu Stande zu bringen, daß sie alles bis dahin Gesehene weit übertrafen.Sein Sohn, Peter D„ trieb diese Verbesserung noch weiter; und man nenntdie nach ihrem Verfahren eingerichteten Ferngläser DollondS. Vor dieser Er-findung hakte er auch Fernröhre mit 6 Augenglasern verfertigt, die damals großenBeifall fanden. Er starb 1161. S. Priesiley'S „Geschichte und gegenwärtigenZustand der Optik", durcb Klügel, S. 339 fg. Über die Ausbildung, die sie nach-her in Deutschland erhalten haben, vgl. Benedictbcurn, Fraunhofer undReichenbach. v.
Dolmetscher, die siebenzig, f. Septuaginta.
Dolomieu (Deodat Guy Silvain Tancrede ), Geolog und Mineralog,geb. zu Malta den 24. Juni 1150, aus Dolomieu im Dauphin,'-, war schon alsKind in den Malteserorden aufgenommen und trat mit dem 18. Jahre seine Prü-füngszeit an. Auf dem ersten Kreuzzuge im mittelländischen Meere gerieth er miteinem Officier seiner Galeere in Streit und tödtete ihn. Das Gericht in Malta verurtheilte ihn, das Kleid zu verlieren, aber der Großmeister begnadigte ihn hin-sichtlich f. Jugend. Endlich gab auch der Papst die dazu erfoderliche Einwilligung.