DomitianuS
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Dominique le Pree
1170 zuCalarvcjo in?lltcastilien, legte sich in s. Jugend mit Talent und Feuerauf tue Wissenschaften, wurde Kanonicus und LlrchidiaconuS zu Osma in Casti-lien . und nebst Andern van dem Papste Innocenz >11. gebraucht, um die Ketzer,besondere die ?Ubigenser in Frankreich , auszuforschen, zu bestreiken und zu be-strafen. Hieraus entstand das InguisitionSgcricht, und D. wird als der ersteGeneralinguisitor angesehen. Da er den Mitgliedern seines Ordens eine gewisseAnzabl Paternoster und Ave Maria vorschrieb, die sie täglich beten sollten, soglaubt man, daß er den Rosenkranz zuerst eingeführt habe. Er starb zu Bologna 1221 und wurde von Gregor lx. 1233 unter die Heiligen versetzt. In der vors. Heiligsprechung angestellten Untersuchung wurde erwiesen, daß er durch seinePredigte» und Wunderwerke mehr als 100,000 Seelen zum wahren Glaubenbekehrt habe.
Dominiaue le Pre e, Harlekin des Italien . Theaters (eigentlich Ios.Dominigue Biancolelli), geb. 1640 zu Bologna , ward 1660 vorn CardinalMazarm nach Paris berufen, wo er den Harlekin mit dem größten Beifalle biszuseinem Tode 1688 spielte. Als die Schauspieler des sranz. Theaters die Italienerhindern wollten, aus ihrer Bühne sranz. Stücke zu geben, hörte Ludwig XI V.beide Parteien an. Baron und D. mußten vor ibm erscheinen. Jener hatte imNamen der Franzosen gesprochen, und als die Reihe an D. kam, fragte er denKönig, wie er sprechen solle. „Sprich, wie du willst", antwortete der König.„Mehr brauche ich nicht", hob D. wieder an, „ich habe gewonnen". DerKönigließ es lachend dabei, und seit jener Zeit gab das italien . Theater ungehindert fran-zösische Stücke.
Domino , ehedem eine Tracht der Geistlichen im Winter, die, nur überdie Schulter reichend, den Kopfund das Gesicht vor der Witterung schützte; gegen-wärtig eine Maskentrachr für Herren und Damen, bestehend in einem langen sei-denen Mantel mit Kappe und weiten Ärmeln.
D o ni i t i a n u s (Titus Flavius Sabinus), Sohn des Vaspasian undBruder des TituS, geb. 51 nach Chr., machte sich schon in s. Jugend durch Un-thätigkeit, Wollust, Argwohn, Tücke und Hang zur Grausamkeit verhaßt, undRom zitterte, als er nach seines Bruders Titus Tode das Diadem erhielt (81).Zwar täuschte er anfänglich das Volk durch Wohlthaten, treffliche Gesetze undGerechtigkeitsliebe, sodaß die Furcht verschwand; doch bald ergab er sich den ehe-maligen Ausschweifungen und s. Hange zur Grausamkeit. Zuerst ließ er s. VetterFlavius «abinuS, der Nichts begangen batte, meuchlings ermorden. Ebenso eitelals grausam unternahm er, während s. Feldherr Agricola siegreich in Britanniengegen die Caledonier focht, einen lächerlichen Kreuzzug gegen die Catten, kehrteschnell zurück, ohne Etwas gethan zu haben , und führte einen Haufen wie Deut-sche gekleidete Sklaven zu Rom im Triumph auf. Da Agricola's (Liege seine Ei-fersucht reizten, rief er diesen großen Feldherrn zurück und sehte ihn in völlige Un-thatigkeit. Zugleich verbreitete er allenthalben Schrecken, indem er zu Rom einegroße Anzahl Vornehmer hinrichten ließ. Dabei ergab er sich allen Ausschweifun-gen der Wollustund dem niedrigsten Geihe. Endlich gerieth er auf den ivahnsinni-gen Einfall, sich göttlich verehren zu lassen, ließ sich Dominus und Gott nennen,und behauptete, ein Sohn der Minerva zu sein. 86 führte er die capitolinischenSpiele zu Rom ein. In dems. I. fing der blutige Krieg mit den Datiern an, dermit abwechselndem Glücke geführt wurde, und den ein durch versprochenen TributerkaufterFriede (90) endigte. Dennoch hielt D. in Rom einen glänzenden Triumph.Das Elend stieg indeß immer höher; nach dem erneuerten Hochverrathsgesetze warNiemand s. Vermögens und s. Lebens sicher. Einst stellte D. ein Gastmahl an,um die -Lenatoren und Ritter in schrecken zu setzen. Sie wurden in einem schwär-