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der Livia (in der Folge Gattin des Kaisers August), und Bi uder des nachmal.Kaisers TiberiuS, wurde als O.uästor, mit s. Bruder, 13 vor Chr., gegen dieRhälier gesandt, die er unterwarf. Dann dämpfte er in Gallien einen Aufstand,schlug die Deutschen , welche jenseits des Rheins wohnten, ging über diesen Fluß,besiegte die Sicambrer und Bructerer und machte die Friesen den Römern zinsbar.Er war der erste römische Feldherr, der sich aus den nördlichen Ocean wagte. Nachdiesen Feldzügen wurde er 11 vor Chr. Prätor, kehrte aber schon im Frühjahre nachDeutschland zurück, überwand mehre Völker bis an die Weser und legte Festun-gen an. Deßhalb wurde ihm zu Rom die Ehre des kleinen Triumphs (der Ova-tion) zugestanden und er zum Proconsul ernannt; auch legte ihm das Heer den Ti-tel eines Imperators bei, welchen jedoch August nicht bestätigte. 9 vor Chr. warder Consul, kehrte bald aufs Neue nach Deutschland zurück und drang bis an dieEll e vor, fand es aber unmöglich, über diesen Fluß zu setzen. Um jedoch zu be-urkunden, daß er bis dahin gekommen sei, ließ er daselbst Siegeszeichen aufrichten.'Auf seinem Rückzüge starb er noch in demselben Jahre, und im 30. seines Alters.DerCanal, welcher den Rhein mit der Psiel verbindet, war sein Werk, und auchdcr Ort Drusenheini ini Elsaß, wo er einige Zeit sein Lager hatte, hat den Namenvon ihm. Von seiner Gemahlin Antonia hatte er 3 Kinder, Livia, Germaniensund Claudius, welcher in der Folge Kaiser wurde. Rom verlor an Drusus einentapfern, im Felde wie in Staatsvcrhällnisten gleich brauchbaren Mann, und einenseiner redlichsten und edelsten Bürger. S. A. Beneblet Wilhelm, „Die Feldzügedes Nero Claudius Drusus in dem uördl. Deutschland " (Halle 1826, mit e. CH-).
Dryaden, in der Mythologie der arkadischen Griechen, Waldnymphen,die man zu Schlitzgöttinnen derBäume, namentlich der Eichen (daher der Name)in den Wäldern machte. Nach Einigen sollen Dryaden überhaupt Waldnymphen,die Hamadryaden aber solche sein, welche als Beschützerinnen besonderer Baumemit ihnen lebten und stürben. (S. Hamadryaden.)
Dryden (John), einer der fruchtbarsten englischen Dichter, mehr wegensi reinen, gewandten und geschmackvollen Styls als wegen s. poetischen Kraft ge-schätzt, ward das Muster vieler spätern englischen Dichter. Ein gesunder Verstandäußerte sich bei ihm in einer gebildeten Sprache, ohne Glanz und Fülle der Phan-tasie. Vieles harte er dem Studium der Alten zu verdanken, welches er auf derSchule zu Westminster trieb. D., geb. den 9. Aug. 1631 zu Auldwinkle, einem Fl.m Nordhampkonshire, besuchte die Westminsterschule und die Universität Cam-bridge . Sein erster Versuch: „kivroia stsnras", zum Lobe Cromwell's, erschien16n8nach des Protectors Tode. Die Wiederherstellung der Monarchie halte auf ihneben den Einfluß, den sie auf die Herzen der mehrsten Briten äußerte, denn erschrieb bald darauf: „Astraea rcdux, a pari» vn tkebapp^ restoratioii and re-inen r,k bis saarixl älajcsiv, b-in^ (Aiarles II.". 1663 sing er an, des Erwerbswegen, für die Bühne zu arbeiten. Sein erstes Stück: ,,'Ibe rvild Lalland",eine Komödie, wurde kalt aufgenommen. Dies hielt ihn indessen nicht ab, noch2' . auerspiele, Lustspiele, Tragikomödien und Opern zu liefern, die man aberfür e.e schlechtesten s. Werke hält, weil sie zu sehr in dem ungeläutertcn Geschmackedes damaligen PublicumS geschrieben sind. 1661 wurde s. „.Oinus „drubilis"gedruckt, ein historisches Gedicht, das nach 11. Iohnson's Urtheil zu seinen gefeil-testen Werken gehört, wie Dryden überhaupt mehr Talent zur Ausführung als zurErfindung besaß. Ui.i diese Zeit schrieb er die Biographien des PolybiuS , Lucianund Plurarch, die den englischen Übersetz, dieser Schriftsteller vorgedruckt sind.1668 erhielt er den wenig einträgliche» Posten eines Hvsdichters. Um jene Zeiterschien sein eleganter und lehrreicher Dialog: „lössa^ ein drannelic: zeoelre", dererste Versuch einer seinen Kritik, der von einem Engländer gemacht wurde. Die-ser, wie überhaupt s. Abhandlungen und Vorreden in Prosa, sehr rein und geistvoll