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geschrieben, haben ihm dem Titel eines Vaters der englischen Kritik erworben. Ergewann ein so großes Llnsehen, daß ihn die damaligen dramatischen Dichter für denRichter der Bühne erkannten und sich von ihm die Prologen oder Epilogen ihrerStücke schreiben ließen. 1631 machte er seine merkwürdige^Satyre: „,Vl>>ado» ->»>1^l.itopliel", bekannt. Sie ist gegen die Partei desHerzogs von Monmouth gerich-tet und verspottet viele der angesehensten Personen damaliger Zeit unter erdichte-ten Namen. Nach Jakobs II. Thronbesteigung trat er zur katholischen Kirche über,wofür ihn der König zu seinem Historiographen ernannte. Aus Eifer für seine neueReligion, und zu seiner Vertheidigung machte er jetzt s. verrufene Fabel: ,,IN« bindnnü >>!!' p^uibor", bekannt, worin er die römische Kirche, unter dem Bilde einermilchweißen Hirschkuh, ihre Gerechtsame gegen die protestantische, welche als einPanther vorgestellt wird, vertheidigen läßt. Aber Jakobs II. Regierung währtenicht lange, und unser Dichter verlor seine Stelle; worauf er zur Schriftstellerei,als einem bloßen Erwerbszweige, seine Zuflucht nehmen mußte. Er arbeitete vonnun an zuweilen etwas fabrikmäßig; indessen tragen alle seine spätern Werke dasGepräge seines großen Talents an sich. 1693 erschien sein Persiuö und Juvenal ,1697 seinDirgil, der zu den meisterhaftesten Übersetz, gehört, die irgend eine neuereNation ausweisen kann. Sein letztes Werk waren s. ausHomer, Ovid, Boccaccio u.Ehaucer entlehnten „bidiles -nicienl and , liniiern, tr.inilatcd into verscr, lvitllnri^inid P>c>e,n3". In dieser Sammlung steht seine gepriesene Ode: „illcx-iiidoi'i!tr.>>,l. nr tbe pcnvor vkinusie, in linnnui ol 8l.-Leci!i.>', dav", die von Händel 1725 vortrefflich componirt ist und Pope'S und Eongreve's ähnliche Gedichte hin-ter sich zurückläßt. Ramler hat sie 1770 überseht; auch hat man eine Nachbildungderselben von Kosegarten. Überhaupt sind s. lyrischen und satyrischen Gedichte un-streitig die ausgezeichnetsten in der englischen Literatur dieser Zeit, obgleich er mehraus dem Kopfe als aus dem Herzen sang. D. lebte in Dürftigkeit und starb 1701.Er wurde in der Westminsterabtei zwischen Ehaucer und Eowley beigesetzt. Dieneueste und vollständigste Ausgabe s. Schriften, nebst seinem Leben, ward von Wal-ter Scott in 18. Bdn. (London 1808) geliefert; neue Aufl.: „bild vlH>n Dio-den", von Walter Scott (Paris 1826).
Dschaggernath, Jaggernath, Juggernauth, eigentlich Dschagatnatha,d. i. der Herr der Welt, der berühmteste und heiligste Tempel in Hindostan, imBezirke von Euktack, auf der Küste von Orissa . Die Pagode liegt dicht an derKüste, unweit des Tschikasees, in einer öden, unfruchtbaren Sandgegend, undzeigt sich als eine formlose Sleinmasse. Da« Götzenbild ist ein geschnitzter Holz-block, mit einem furchtbaren, schwarzbemalten Gesichte und weit aufgesperrtem,blutrothem Maul. Es ist prächtig bekleidet, und die angeführte Benennung des-selben, Dschagatnatha, einer der vielen Namen des Welterhalkers Wischnu. (S.Indische Mythologie.) An Festtagen wird der Thron des Bildes auf einen60 Fuß hohen, auf Rädern sich bewegenden Thurm gestellt, begleitet von zwei an-dern Götzenbildern, seinem weißen Bruder, Balaram, und seiner gelben Schwe-ster, Schubudra, die gleichfalls auf besondern Thürmen sitzen. A» dem c» upt-pburme sind 6 lange Schiffstaue befestigt, woran das Volk ihn zieht. Die Priesterun>d ihre Gehülfen stehen um den Thron, auf dem Thurme, und wenden sich zu-»vklle'n mit unzüchtigen Gesingen und Gebärden an die Verehrer. Auch die Wändedes Tümpels, wie die Seiten des Tburmwagens, sind mit den unzüchtigsten Sinn-bildern in großer, dauerhafter Bildhaucrarbeit bedeckt. Während der Thurm sichvorwärts bewegt, werfen sich andächtige Schwärmer zu Boden, um sich von denRädern ;erßl>ckschen zu lassen, und die Menge empfangt solche Handlungen mitlautem Beifallruf. als gottgefällige Opfer. Im Tempel wird eine Anzahl vor. fei-len Weibern für die Pilger unterhalten, sowie mehre geweihte stiere, welche ge-wöhnlich von dcnPilgern mit Kräutern gefuttert werten. EuiKnochen desKrischna