Band 
Dritter Band. D bis E.
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L96 Duinouriez

IN welchem er einige Zeit angestellt gewesen war, verlassen hatte, als Generallieute,nant in die Armee Luckner'S an der Nordgrenze und erhielt, alsLafayette auSgewan-derr war (19. Aug.), den Oberbefehl über dessen Heer. Die Preußen, Ostreicherund vereinigten Emigrjrten hatten sich damals schon der Festungen Longwp undVerdnn bemeisterk und rückten gegen die Champagne vor. Er nahm seine Stellungbei Grandprö und ließ die 5 Pässe des argonner Waldgebirges besetzen, da aber derPaß von Croip-aup-Bois von den Ostreichern mit Gewalt durchbrochen worden war,zog er sich gegen St.-Menehould zurück, während Kellermann die Stellung bei Val-my (20. Sept. 1192) behauptete, und eröffnete hierauf Unterhandlungen mit demKönig von Preußen. Im Ock. begab er sich nach Paris und arbeitete mit dem Voll-.ziehungSrakhe einen Plan für den Winterfeldzug aus. Bei seiner Rückkehrzum Heerfederte er die Belgier den 24, Oet, durch eine Prp,clamatipn zum Aufstande gegenihren Souverän» auf, und griff den 6. Nov. die Ostreicher in ihrem Lager bei Je-,mappe an. Trotz ihrer geringen Zahl überließen ihm die Kaiserlichen nur nacheinem langen und blutigen Gefechte den Sieg, worauf er an der Maas und Roerdie Winterquartiere bezog. Jetzt brach sein Verdruß gegen den Minister Pach«aus, mit dem er während des ganzen Feldzugs in offener Fehde gestanden harte,weil dieser sein Heer an allen Bedürfnissen Mangel leiden ließ. Daraus begab ersich nach der Hauptstadt, um, wenn man seinen Memoiren glauben will, einen Ver-such zur Rettung Ludwigs X VI. zu machen, dessen Proceß damals seinen Anfangnahm. Bei einer zweiten Reise dahin sah er weit mehr Deputiere auf der Seite derGironde ; allein er errang wenig Einfluß und wurde selbst bei dem Convente ange-klagt. Den 15. Febr. ließ er den Feldzug mit dem Bombardement von Mastrichteröffnen und machte selbst von Breda und Klundcrr aus, welche beide Plätze ergenommen halte, einen Angriff auf Holland . Der größte Theil seiner Truppenaber, die er in den Winterquartieren unter dcni General Valmce zerstreut hatte,konnte dem Prinzen von Koburg keinen Widerstand leisten. Dieser griff den 1.März die franz. Vorposten an der Roer an, warf sie und entsetzte Mastrichr. ,D.zog jetzt seine Truppen in der Ebene von Tirlemont zusammen und lieferte den Ost-reichern die Schlacht bei Neerwmden, die er, seiner Angabe nach, durch Miranda'gSchuld, der den linken Flügel befehligte, verlor. Einen neuen Verlust erlitt er beiLöwen, und sah sich zum Rückzüge genöthigt. Diese Unfälle gaben das Zeichenzu seinem Falle. Alle, die seinen Sturz gewünscht, brachen gegen ihn los. Bei seinerAnkunft auf der franz. Grenze lieferte er 4 Commissaire und den Minister Beurnon-ville, die ihn zu verhaften gekommen waren, den Hstreichern in die Hände, erließ eineProklamation, in welcher er die Wiederherstellung des constitutionnellen Königthumsin der Person des Kronprinzen versprach, wurde aber von Verfasser Freiwilligen mitgeladenen Gewehren angefallen, gezwungen durch dieSchelde zu setzen und zu demPrinzen von Koburg zu flüchten (4. April 1193). Der Convent hatte 300,000Limes auf seinen Kopf gesetzt. Anfangs Zog er sieb nach Brüssel zurück, sodann nachKöln . Als der Kurfürst ihm.den Aufenthalt zu Mergeniheim verweigerte, begab ersich in die Schweiz , ging im Juli nach England, sah sich aber, auf Lord Grenvil-le's Befehl, genöthigt, das Land zu verlassen; lebte unstät einige Zeit in derSchweiz und in Deutschland, und ließ sich endlich auf dänischem Gebiete bei Ham-burg nieder. Hier gab er seine Lebensbeschreibung heraus. Es gibt keine Partei,ausgenommen die des Berges, für die er sich nicht, als ein polit. Prokeus, nach undnach in seinen verschiedenen, während seiner Verbannung erschienenen Flugschriftenerklärt hätte. 1805 befand er sich, zur Zeit der Schlacht bei Austerlitz , in Tcschen.Gewiß ist es, daß er gegen Ende 1803 dem Herzog von Pork als KriegSrakh an dieSeile gegeben war; doch behielt er die Stelle nicht lange, Kurz nach der Schlachtbei Eylau schrieb er s. „cku^omont snr I-oinifiorlo. oclresse ä b» mttüin lnnnWoot ü 1'Luroxe". Während des spanischen und portugiesischen Krieges war crJehr