Dünste Dupaty (Vater und Sohn) 38i)
mit s. Leben herausgegeben worden. (Dgl. Scholastiker.) —DunS, ein ausdem Englischen zu uns verpflanztet'Wort (>u>ne>), womit man einen Dummkopf,besonders einen schwachköpsigen Gelehrten, bezeichnet. Daher führt ein sawrischesHeldengedicht von Pope , auf die schlechten Dichter seiner Zeit, den Titel ,.Dun-ciade". Auch gibt es eine franz. „Dunciade" von Palissot , und eine deutsche,heraukgeg. von Schirach (1713). Letztere (in Prosa) unterscheidet sich von den er-ste,» durch Vermeidung aller persönlichen Salyre, indem sie Niemanden nennt,und das Gewürm des Parnasses nur unter erdichteten Namen züchtigt; weshalbsie wcniger Glück gemacht hat als die beiden andern.
Dünste. Wenn flüssige oder feste Körper mit einer ihrer Natur entspre-chenden Menge Wärmestoff verbunden werden, so verwandeln sie sich in unsichtbareelastische Flüssigkeiten, welche man Dunst nennt. Wird diesem Dunst wiederebenso viel Wärmesioff entzogen, daß sichtbare Nebel entstehen, so erhalt der so ver-dichtete Dunst den Namen Dampf (s. d.), doch macht nur ein sorgfältigererSprachgebrauch diesen, im gemeinen Leben oft vernachlässigten Unterschied. Vonden Gas?,, (s. d.) endlich unterscheiden sich die Dünste dadurch, daß jene perma-nent-elastisch sind, diesen aber ihre Expansibilitär durch Eompression und Abküh-lung wieder geraubt werden kann. Dies sind die diei Formen der Verbindung desWäimestoffs inet einer wägbaren Basis zu expansiblen Flüssigkeiten. —Wegenmeteorologischer Anwendung der Lehre von den Dünsten und wegen der Literaturvgl. Ausdünstung und Dampf. — Dunstkreis heißt jeder mit Dünstenangefüllte Kreis, weichn- einen Körper umgibt, besonders derjenige Theil der At-ii! o sp h ä r e ss. d.). welch, r so weit reicht, als die aus der Erde entbundenen T linsteaussteigen, auch die Aimosihare selbst. —Dunstmesser, s. Hygrometer.
D u o d e c i m a l m a ß. Nach demselben weiten die Einheiten in 12 gleicheTheile geiheilt, z. B. die Ruche in 12 Fuß, der Fuß i» 12 Zoll u. s. w. Wegender Bequemlichkeit dieser Enuheilung findet das Duodecimalmaß gewöhnlich beimFeldmcsien, vorz lich bei verschiedenen HandwcrkSleuten seine Anwendung.—Duodecimalrechnung wird die Rechnung nach dem erwähnten Maße ge-nannt.— Duodecimalsystem, s. Zahlensystem.
Duodeciine, in der Tonkunst ein Intervall, dessen beide Töne um 12diatonische Stufen von einander abstehen, oder die Quinte der Dctave des Grund-tons. — Duodecimole, eine Figur von 12 Idolen, gilt 8 von gleicher Be-zeichnung.
Dupaty (Jean Baptist? Mercier), geboren 1116 zu Rcchelle, seit 1161Generaladvocat beim Parlament zu Bordeaux , nachher Präsident u »m, iie-i d-ssel-ben, zog sich durch s. strenge Gerechtigkeitsliebe Verfolgungen von Seiten desMini-sterialdespotismus zu, der in den letzten Jahren Ludwigs XV. Frankreich drückte.Da er im Namen des Parlaments von Bordeaux gegen den Herzog von Aiguillo»geschrieben hakte, so ward er, als dieser Munster wurde, 1110 aus Pierre Encise(ein Fort bei Lyon und ehemaliges Staatsgesängniß) gesetzt, und nachher verwiest»,bis zum Regierungsantritt Ludwigs XI I. Bekannt mit den großen Mäng,ln derehemaligen Iustizversaffung Frankreichs , machte sich D. ein Geschäft daraus, die-selben bei aller Gelegenheit aufzudecken. Vorzüglich merkwürdig ist eine Denk-schrift, wodurch er drei unschuldig zuni Rade verurtheilke Bürger von Chaumont rettete. Außerdem hat man von ihm „li> lle-xluns Iiixtoilgucx sur lor Ivix >inincllcs", ein geschätztes Werk, verschiedene „Dlxc-ouix !>c»clenngu<!>" und„l.eitio« sur l'lmlx >-u 1185", welche 1188 in 2 Th. erschienen. (Deutsch vonFörster und Huben, Mainz 1189.) In diesen Briefen findet man unter vielen ein-seitigen Ansichten einige ti essende Künstln theile und anziehende Natui schilterungen;nur wird sein Styl osi du > ch gezierte Ausdrücke und Wendungen vei unstaltct. Er-starb zu Pariö den 11. Sept. 1188. Sein Sohn (Charles Mercier), cub.m Bordeaux den 29. S>pr 1111, e.cst. zu Paris den 12. Nov. 1825, dir Wie-