400 Dupetit-ThouarS Dupin (Andreas Maria) !
derhersteller der Bildhauerkunst in Frankreich , Mitglied des Instituts und Pros. an >der IK-olo >>,'' I>eaux:,rts, war anfangs Alvocat, diente in der Revolution als ,iDragonew dann als De'sinawur ur>>u>'ai>l>e, studirte endlich unter Lemot's Lei-,-tunq die Skulptur und ging nach Rom , wo er 8 Jahre lang durch mebre Werke >sich bekanntmachte. Seine Hauptwerke sind: ^j->x zioursuivi p.ir la füren, >1« ,^epla,»-; dann die Reilerstatue Ludwigs Xlll. (1816), und s. Oiosii-,»>n,-uivi iuar iuiie--. Cortot, sein sstachsvlger IN der Akademie, bat einige von D.'sWerken vollendet: .
D u p e t i t - T h o u a r s (Llristides), Sebiffshauptmann und Reisender, !geb. 1760 zu DoumoiS bei Saumur . Ihn ergriff beim Lesen des Robinson der ,Wunsch , Seereisen zu Machen, mit solcher Lebhaftigkeit, daß er mit einem Gespie-len aus der Kriegsschule zu La Fleche entwich, um in Nantes als Lchiffsjunge zur :See zu gehen. Man holte die Flüchtlinge ein, und der berübmte Dolomieu, derZu jener Zeit zu La Fleche in Besatzung lag, verschaffte ihm Verzeihung. In derKriegsschule zu Paris war er fleißiger als früher, mußte aber, als sich keine Aus-. -sichk zur Beförderung im Seedienste zeigte, unter der Landmacht Dienste nehmen. ^Beim Ausbruche des Kriegs mit England (1778) fand er endlich Gelegenheit, sich :in vielen Seegefechten auszuzeichnen. Nach dem Frieden erweiterte er auf verschie- jdenen Seezügen seine Kenntnisse. Als das Gerücht sich verbreitete, daß La Pey- -r ousc auf einer wüsten Insel gescheitert wäre, sammelte Dupetit-Thouars Unter: :Zeichnungen zur Ausrüstung eines Schiffes, das La Peyrouse aufsuche» und zugleich 'den Pe/jhandel auf der Ncrdweüküste von Amerika treiben sollte. Sein Bruder,ein ausgezeichneter Botaniker, wollte ihn begleiten; konnte aber, von einem Revo- ilutionsgericht eingekerkert, erst später nachfolgen. Er traf s. Bruder auf Isle de jFrance. Dupetit-Thouars wurde auf seiner Fahrt von Unfällen aller Art verfolgt.
Die Portugiesen, aus Mißtrauen gegen die Franzosen , bemächligten sich s. Schiffs >und führten ihn als Gefangenen nach Lissabon , wo er lange im Kerker saß. Nach ^s. Befreiung vertheilte er unter seine Mannschaft, was ihm die portugiesische Regie:
Ning als den Ertrag des verkauften Wracks seines Schiffes gegeben hatte, und ging ,krach Nordamerika . Hier machte er zwei Versuche, die Nordwestkuste zu Lande zu ierreichen, und besuchte mit de la Rochefoucault Liancourt den Niagarasall. Als in iseinem Vaterlande der Revolutionssturm sich gelegt hatte, kehrte er heim und nahm >wieder Seedienste^ Auf dem Zuge gegen Agppken befehligte er ein altes schiff von j80 Kanonen, ivo Delömiku,' der Beschützer seiner Jugend, an seiner Seite war. Ersah voraus, was zu befürchten ivar, wenn man Nelson'sAnkuuftindergenomme-ncn falschen Stellung auf der Rhede von Abukir erwarten wollte, und rieih, so-gleich unter Segel zu gehen. Unerschrocken focht er gegen die siegreichen feindlichenSchiffe und fiel (1788) in dem Kampfe:
t Dupin. /. Andreas Maria, einer der berühmtesten pariser RecktSge-lehrten und Advocaten unserer Zeit, geb. d. 1. Febr. 1783 zu Varzy , war 10 I. alt,als s. Vater 1793 geächtet und verhaftet wurde. Der nächtliche Überfall des väter-lichen Hauses, die Durchsuchung der Schriften und alle Auftritte, welche die Aufhe-bung eines Hausvaters begleiten, prägten sich seinem Gemüthe so tief ein, daß demEindrucke, den er davon behielt, wahrscheinlich der Haß zuzuschreiben ist, den er seit-dem stets gegen alle Willkür gezeigt hat. Während der Gefangenschaft des Vatersbeschäftiale sich die Mutter mit dem Unterrichte ihrer beiden ältesten Söhne. Dieröm'sche"G,-schichte gab ihr Gelegenheit, die Knaben für Freiheit und Ruhm zu be-geistern. Nach seiner Freilassung war der Vater selbst der Lehrer seiner -Lohne . Inseinem 23. I. betrat D. die Laufbahn eines praktische» RcchiSgclehrten, und alser um dieselbe Zeit, nach Wiederherstellung der, in den ersten Jahren der Revolu-tion aufgehobenen Rcchtsschulen, zuerst eine Streitschrift unter Trcilhard'S Por-sche vertheidigt baue, wurde der junge Mann der älteste aller Dvetoren der Reckteaus den neuen Schulen. Auch machte er sich als Schriftsteller durch s. PriuoPia