402 Duplicität Dupuis
santesWerk: „Dos toroes prncknotivog et onmrnercisle« cle I.i Trance" (2 Bde.,4.) D. ist Baron , und als Mitglied der Deputirtenkammer ein thätiger Beförderergemeinnütziger Zwecke.
Duplicität, Doppclheit, bedeutet in der Philosophie das Zerfallen inGegensatze oder auch den Gegensatz zweier Kräfte (z. B. das Entgegenwirken derzurückstoßenden und anziehenden Kraft), oft im gemeinen Leben die Äußerung einesDinges auf zwiefache Weise, daher auch die Zweideutigkeit oder Zweizüngigkeit.—Duplik (üuplwa), in der Rechtssprache, die zweite Antwort des Beklagten,oder die Antwort auf die Replik. (S. Proceß.) Man wendet diese Benennungauch auf literarische Streitschriften an.
Du pont de l'Etang, s. Baylen, Capitulation von.
Dupdnt de Nemours (Pierre Samuel), geb. zu Paris im Dec.1739, gehört sowohl in Hinsicht s. Kenntnisse und Talente als s. milden, liebevol-len Charakters, s. trefflichen Grundsätze und s. tadellosen Lebens zu den vorzüglich-sten Mensche» der neuesten Zeit. Er hatte in Paris als Privatgelehrter ziemlichunbekannt gelebt, bis er 1773 s. Grundsätze über Philosophie und politische Öko-nomie in „l.cs isiibrmernlos <I>> u'Uovr»", entwickelte, wodurch er sich dasMißfallen des Ministers Choiseul zuzog und Frankreich zu verlassen genöthigtwurde. Mehre auswärtige Regenten boten ihm eine Zuflucht an; der Markgrafvon Baden ernannte ihn zum Gch.-Legationsralh; der Großherzog von Toscana und Joseph I I. traten mit ihm in Briefwechsel; Gustav I I I. von Schweden beehrteihn mit dem Wasaorden, und der König von Polen, Stanislaus August , wollteihn zum Director der Nationalerziehung ernennen. Doch zog er es vor, mit einerkleinen, von dem Finanzmmister Turgot ihm gegebenen Anstellung in sein Vater-land zurückzukehren. 1782 und 1783 legte er mit I). Hutton, dem Agentendes englischen CabinetS, den Grund zu dem Frieden, wodurch die Unabhängigkeitder Vereinigten Staaten anerkannt wurde. Dann trug er als Generalinspectordes Handels und der Manufacturen und Staaksraih viel zur Belebung des franz.GewerbfleißeS bei. 1787 und 1788 von Ludwig X VI. zum Secretair derNota-belnversammlung ernannt, ward er 1789Müglied der ersten Nationalversammlung,in der er sich durch edle Grundsätze, Muth und Talente auszeichnete. Kühn stellteer sich den Ränken der Parteien entgegen. Zwei Mal war er Präsident der Natio-nalversammlung, und immer bemüht, s. gemäßigten Grundsätze geltend zu machen.Unter RobeSpierre ward er eingekerkert, und nur der Fall dieses Ungeheuers retteteihn. Späterhin ward er Mitglied des Raths der Alten. Als 1798 das Directo-rium gestürzt wurde, ging er noch Amerika. 1802 kehrte er nach Frankreich zu-rück, ohne jedoch, aller ihm von Napoleon gemachten Anerbietungen ungeachtet, einöffentliches Amt anzunehmen. Allein das Vertrauen s. Mitbürger folgte ihm auchins Privatleben, und er erhieltBeweise davon durch die Ernennung zum Präsidentender Territorialbank der Handelskammer, sowie zur Leitung mehrer wohlthätigenAnstalten. 1814 wurde D. zum Secretair der provisorischen Regierung ernannt,welche dem Hause Bourbon die Rückkehr auf den angestammten Thron bereitete.Nach Napoleons Rückkunft von Elba wanderte er zum zweiten Male nachAmerikaaus, wo bereits s. ^ Söhne das Bürgerrecht erhalten hatten. Hier beschloß er seingemeinnütziges Leben denk. Aug. 1817, in dem Alter von 78 I.
Dupuis (Charles Framois), Mitglied desNationalinstituts, geb. zuTrye-Chateau beiGifors d. 16. Oct. 1742, erhielt von s.Vater in der Mathematik undmi Landmessen Unterricht. Der Herzog de la Rochefoucault ließ ihn im Colleged'Harcourt siudiren, und schon im 24. I- si Alters wurde D.Prof. der Rhetorik inListe,,)-. Lalande'S Freundschaft und eigne Neigung machten die mathemat. Wis-senschaften zu s. Lieblingsbeschäftigung; die Kenntnisse und die Dorurtheile jenes Ge-lehrten halten großen Einfluß aufs. Thätigkeit. Er ersann 1778 die Telegraphen-