Band 
Dritter Band. D bis E.
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Ebenbauin

auf 1812 ein Corps in Spanien , 1813 ward er zum Gouverneur intrino derProvinz Traz-os -Montes, und 1814 zum Obersten in der engl. Armee und zumAdjutanten des Prinzen - Regenten ernannt, aus dem portug. Dienste aber als äl-tester Brigategeneral, unter dem Vorgeben, er sei vormals Cavalerieofsicier gewe-sen, entlasse», was jedoch ohne die Zustimmung der portug. Regierung geschah.Indeß blieb er mit Erlaubniß des Prinzen-Regenten in Portugal und trug demKönige seine Dienste in der Armee von Brasilien an, wurde aber, auf Betrieb s.Feinde, in die angebliche Verschwörung des Generals Freyre d'Andrade hin-eingezogen und verhaftet. Don allen Angeklagten waren ihm nur 2 Ofsiciere per-sönlich bekannt; unter s. Papieren fand man Nichts, bis auf 2 ihm ohne sein Ver-missen zugekommene Briefe ohne NamenSuntcrschrisk, mit verstellter Hand. Gleich-wol ward er zur Verbannung verurtheilt, wodurch er auch seine Anstellung beimPi inzen-Regcnten verlor. Vergebens hielt er um eine Abschrift seiner Proceßacten,sowie iini die Herausgabe s. von der portug. Regierung zurückbehaltenen Papiere,Briefe, militairischen Tagebücher u. s. w., an. Selbst in England wurde seineBitte, ihn nach engl. Gesehen vor ein Kriegsgericht zu stellen, nicht erfüllt; ermußte das Land verlassen, weil man die Alien-Bill auf ihn anwandte. E. lebtehierauf zu Hamburg, wo er vergeblich bei dem Könige von Portugal zu Rio-Ia-neiro um die Revision s. Processes anhielt. Doch gab ihm der portug. Gesandtein Hamburg die Neificherung, daß der König von der Falschheit der Anklage undvon seiner Unschuld völlig überzeugt sei. 1821 begab sich E. nach Südamerika und bot der Republik Colombia f. Dienste an. Obgleich nun der Beschluß gefaßtwar, keinen fremden Ofsicier mehr anzustellen, so machte doch Bolivar mit diesemverdienstvollen Krieger, den Deresford's Haß verfolgte, eine Ausnahme. BaronE. trat als Brigadegeneral in die Armee der Republik ein, und hat seitdem dasHeer organisirt und nach dem Siege Bolivar'« im April 1822, zu der Besetzungvon Quito mitgewirkt. S. Gemahlin, eine Portugiesin, lebte 1827 mit ihrenKindern in Dresden .

Ebenbau m. Mehre Bäume führen diesen Namen, z. B. der Bohnen-oder Linsenbaum (t>r<i«nr l-,1>>ii niii»), der westindische Aspalath ebo-

i,»s). Auch ein gewisser 34 Fuß hoher Strauch, der in Kreta wächst undvon einigen Systematiken! zu dem Geschlechte der Wollbäume (4i,vll>-), vonAndern zu einem besondern (Ebenholz, INeulir) gerechnet wird, führt diese Benen-nung. Aber keiner von allen diesen Bäumen liefert das pechschwarze, schwere,feine und festeHolz, welches gewöhnlich durch den Zusah: echtes Ebenholz, unterschie-den wird. Der Baum, von dem dieses berühmte Holz kommt, ist lange unbekanntgeblieben, und man hat bis jetzt keine völlig gewisse Nachrichten davon. Dochversichert man, daß nur der innere Kern das im Handel vorkommende Ebenholzgebe, und daß das äußere Holz, der Splint, weiß und schwammig sei. Er sollübrigens eine weiße Rinde, breite Blätter, wohlriechende Blüthen und eßbare, denMisteln ähnliche Früchte haben. Die beste Sorte Ebenholz soll auf Ceylon wach-sen; es wird aber auch ein sehr schwarze« von Madagaskar und der afrikanischenKüste nach Europa gebracht. An Schwere soll das schwarze Ebenholz alle bekannteHolzarten übertreffen. Es hat einen beißenden Geschmack, und angezündet einensonderbaren, aber nicht unangenehmen Geruch. Ehemals gebrauchte man diesesHolz als ein auflösendes, schweißtreibendes Mittel. Den stärksten Gebrauch ma-chen davon die Ebenisten und Tischler zum Furniren. Das sogenannte kretischeEbenholz kommt von dem oben erwähnten Strauche. Es ist nicht schwarz, son-dern hat auf dem olivenfarbenen Grunde schöne braune Adern. Weine Härte istaußerordentlich, weßhalb es einen trefflichen Glanz annimmt. E« werden darausallerlei musikalische Instrumente verfertigt. Von ihm hüben die Kunsttischler,Kunstschreiner den Namen Ebenisten.