Band 
Dritter Band. D bis E.
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441
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Eginhard Eizmont 411

Bristol, Liverpool und Hüll zu eröffnen, und es gelang ihm auch zum Theilbei seine» Lebzeiten, da der Herzog 1766 die sogen. Or.-,,»! '»»nie >.->vchii->!,», begann, wodurch die Flüsse Trent und Mersey verbunden wurden. Die-ser 90 engl. Döeilen lange und 1777 vollendete Eaual verbindet Liverpool undHüll. S. die „DruerijUin» >1» jil.ui iiinliiio ilu cainil souwr.iiii, cvüautü

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,!<! ik-rre" (Paris 1812). Der Herzog starb den 8. März 1803 unvermählt.Mit seinem Erben, Lord Francis Henry Zgerkon, Graf v. Bridgewaier, Pairv. England, gest. zu Paris den 12. Fedr. 1829, erlosch sein Titel. Diesergelehrte und launenvolle Sonderling schrieb über die Fragmente der Sappho ,über die Literatur des Orients, über Geschichte und innere Schifffahrt. Erhakte gewöhnlich 30 Hunde bei Tische um sich, die er auch mit Legaten be-dacht hat. An Fremde verschenkte er Münzen mit seinen« Bilde.

Egin hard (Einard), geb. im Odenwalde, der älteste deutsche Geschicht-schreiber, erst Gesellschafter Karls d. Gr., dann geheimer Secretair und Eapellandesselben, und Oberausseher der kaiserl. Häuser. Nach dem Tode des Kaiserstrennte er sich von seiner Gemahlin, betrachtete sie ferner nur als seine Schwester,trat in den Benedictiner-Mönchsorden und wurde der erste Abt des Klosters Se-ligenstadt, im Darmstädkischen, wo er 839 starb. Er hatte sich durch sein Genieund seine außerordentlichen Fortschritte in den Wissenschaften, Karls des Gr., andessen Hofe er erzogen wurde, Zutraue» und Liebe in einem solchem Grade erwor-ben, daß Karl sich leicht entschloß, seine Tochter Enima oder Zmma ihm zur Ge-mahlin zu geben. Daß diese dem schönen Deutschen einst eine nächtliche Zusam-menkunft in ihrer Wohnung gestattet, daß während derselben ein tiefer Schneegefallen, und Emma den Geliebten, um ihn zu retten, auf ihren Schultern über denSchloßhof getragen, der früher erwachte Kaiser aber die romantische Gruppe ge-wahr geworden und, statt zu strafen, das zärtliche Paar verbunden, ist eine nichtverbürgte Sage. Wir haben von §. ein ausführliches, gut geschrieben!? LebenKarls des Gr. (1711 in 4., von Schmink, mit Erläuter. und einer Biographie;eine besondere AuSg. von Bredow, Helnist. 1806). E. S Annalen von Frankreich von 7 t1—829 sind ebenfalls 1711 in 4. zu Utrecht erschienen. Noch hat man vonihm wichtige Briefe für die Geschichte seines Zeitalters (Frankfurt 1714, Fol.).Ulan schreibt ihm sogar einen Plan zu, nach welchem das deutsche Meer mit den«mittelländischen und schwarzen durch 2 Eanäle verbunden werden sollte, von de-nen der eine die Verbindung zwischen der Mosel und -Laone hergestellt, der andreaber einen Weg von dem Rheine nach der Donau geöffnet haben würde.

Egmont (Lamoral, Gr. v.), den Göthe für die Kunst, wie das Schick-sal für die Geschichte verewigt hat, ward geb. 1522 in einer vornehmen holländ.Familie. Er widmete sich den Waffen und erwarb sich unter Karl V. , dem er 1544nach Afrika folgte, großen Ruhm. AlsGeneral derEavalerieunterPhilipp II. zeich-nete er sich in den »schlachten von Sain - O.uentin (1557) und GravelineS (1558)vorzüglich aus. Als aber Philipp nach Spanien abgereist war, um die Straf-gesitze und die Inquisition wiederherzustellen, nahm E. an den Unruhen, die in denNiederlanden sich erhoben, Antheil, bemühte sich jedoch, die Statthalterin derProvinzen und die wider sie verschworenen Ekeln zum Frieden und zur Mäßigung zubewegen. Er schwur sogar in die Hände der Prinzessin, „daß er die römisch - katho-lische Religion unterstützen, die Heiligthumsschänder züchtigen und die Ketzer aus-rotten wolle". Doch seine Verbindung mit deni Prinzen von Oranien und denvornehmsten Anhängern desselben machte ihn dem Hofe von Aranjuez verdächtig.Er und der edle Philipp von Montmorency, Gras Horn, wurden die Opfer desFanatismus und Hasses. Beide ließ der Herzog von Alba, den Philipp >>. »achden Niederlanden geschickt hatte, um die Aufrührer zu bezähmen, zu Brüssel hin-