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Eingelegt Einkommen
verbot gelähmt und vermindert wird, und deßhalb die Preise im Lande oft weit hö-her steigen, als dieses bei der größer» Produckion für den Absatz inS Ausland gesche-hen sei» wsw'e. So war sonsi der Preis der Wolle in Sachsen, wo die Ausfuhrfrei wa--, selten höher als in Preußen, wo sie verboten war, und die Tuchfabrikenin Sachsen gediehen bei der Freiheit der WollauSfuhr besser, als in Preußen beideren Verbote. Die Meinung, daß Ein-und Ausfuhrverbote ersprießlich feien,wird daher bloß durch die beschränkte Einsicht unterhalten, welche emsig auf dienächsten Wirkungen gerichtet ist, die aber die entfernten Wirkungen und den Zu-sammenhang des Ganzen nicht zu fassen vermag.
Eingelegt nennt nian einTonstuck, welches eigentlich nicht in eineMusikgehört, sofern es zwischen den Sätzen oder Stucken dieser Musik aufgeführt wird.Besonders legen Sänger und Sängerinnen in eine Oper, wenn sie in ihrer zu sin-genden Partie wenig Gelegenheit finden, sich vortheilhafk zu zeigen, fremde Ton-stücke ein. Dann aber sollte doch wenigstens auf einen passenden Ort in der Oper,auf einen passenden Text und auf ein von dem musikalischen Charakter der Opernicht gar zu sehr abstechendes Tonstück sorgfältige Rücksicht genommen werden.Durch allzu häufiges Einlegen fremder Stücke muß die schönste Musik zu einemQuodlibet werden.
Einheit eines Werkes ist die Übereinstimmung seiner Theile, d. h. ihrewechselseitige Bestimmung durch einander zu einem Ganzen. Sie ist jedem Werkeschöner Kunst unerläßlich, weil es sonst aufhören würde, ein Werk der Kunst zusein. Ob aber deßhalb die Ansicht der Baumgartenfchen Schule, daß überhauptin Einheit des Mannigfaltigen die Schönheit bestehe, erschöpfend sei, ist eine andreFrage. Einheit ist das Gesetz der Form; es wird also darauf ankommen, ob dieSchönheit in der Form beschlossen sei oder nicht. (S. Schön, Schönheit.)Don den Einheiten des Drama s. «chaufpiel. NI.
Einhorn. Nach von Zach's Prüfung der verschiedenen Nachrichtenälterer und neuerer Zeit über das Einhorn, hat man, seit Duffon, dasselbe mitUnrecht in die Reihe der fabelhaften Thiere verwiesen. Auch in der Gegend desalten Meroi- findet man ein solches Thier, von der Größe einer Kuh, von demBau einer Gazelle, wovon das Männchen ein langes und gerades Horn auf derStirn hat.
Einkommen, Ertrag (Nationalökonomie). Zm Allgemeinen wirddarunter die Masse von Werthen oder Gütern verstanden, deren Besitz währendeines gewissen Zeitraums erlangt wird. Das Einkommen, das dem einzelnenBürger zufließt, heißt Privateinkommen; dasjenige, das sämmtlichen Bürgern imStaate zufließt, heißt Nationaleinkommen, und dasjenige, das dem Staate oderder Nationalgesammtheit zu Theil wird, heißt LälaatSeinkommen. Es gibt dreiHauptguellen des Einkommens für den einzelnen Bürger wie für die Nation, näm-lich 1) Grundeigenthum, das seinem Bürger eine Rente trägt (Landrente); 2) ge-sammelter Gütervorrath, welcher Zinsen oder Gewinnst abwirft (Capiialrente);und 3) Arbeit, welche Lohn verschafft (Arbeitslohn). Alles Privat - und National-einkommen ist entweder rohes oder reines Einkommen; unter dem erster» wird dieganze Masse von Gütern verstanden, welche wahrend eines gewissen Zeitraums injemandes Besitz gelangt, unter dem letzter» derjenige Theil dieser Güter, welcherübrigbleibt, nachdem die zur Unterhaltung der stehenden und umlaufenden Capitale(s. Stehendes Capital, Umlaufendes Capital), vermittelst welcher siehervorgebracht sind, crfoderlichen Kosten abgezogen worden; also die Masse vonGütern, welche unmittelbar verbraucht oder verzehrt werden kann, ohne daß dasCapital dadurch eine Verminderung erleidet. Der Unterschied zwischen rohem undreinem Einkommen ist von großer praktischer Wichtigkeit, besonders in der Finanz-wirthschaft, deren Hauptforgfalt dahin gerichtet sein muß, daß nicht das Capital