Band 
Dritter Band. D bis E.
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Englische Literatur und Wissenschaft

zeichnete Gelehrte stiftet. — Die gelehrten Zeitschriften wirkten, vielfach eingrei-send, auf den wissenschaftlichen Verkehr, und besonders erhoben sich in dem Zeit-raume, den wir überschauen, die kritischen Zeitschriften zu einer früher nicht erleb-ten Bedeutung und Trefflichkeit. Mehre der altern beurtheilenden Zeitschriften, wiedas seit 1749 bestehende „äl«,iil>lv revltvv", das„tli>li 0 !>l revioev" (seit 1765),gingen in unsern Zeitraum hinüber; aber während das letztere aufhörte, hob sichdas erstere in neuern Zeiten, und zeichnet sich durch Freisinn und Unparteilichkeitmehr als früher aus; alle wurden jedoch überflügelt, als 1802 das „täli»1>u,°Nitn ievv" begann, von welchem an 12,000 Epempl. abgesetzt werden, und dem1809 das in London erscheinende „(4u.ii te>I) reviorv" als Nebenbuhler zur Seitetrat. Wie es in frühern Zeilen, z. B. bei den oben genannten beiden ältern Zeit-schriften, gewöhnlich war, huldigten auch die neuern kritischen Wortführer einerpolitischen Partei, deren Ansichten und Bestrebungen freilich oft einen unerfreu-lichen Einfluß aufdie literarischen Urtheile haben. Beide unterscheiden sich von allenfrühern Anstalten durch viele gründliche Abhandlungen, aber oft über Gegenstände,wozu die beurtheilten Werke nicht selten nur einen entfernten Anlaß geben, beson-ders aus dem Gebiete der Staatswissenschasten, durch höchst gebildeten Styl undeine in frühern Zeilen ungewöhnliche Strenge. Das „(stuarte, Iv ,cvi^ " nahmganz den Plan seines Vorgängers an und theilt jetzt mit ihm die Äunst des Publi-cums, aber in ihren politischen Ansichten sind beide Gegcnsüßler, da die schottischeZeltschrift die Grundsätze der alten Whigpartei verficht, die englische hingegen denTories anhängt. Das „sslii.i, tciP loeiew" hat hinsichtlich der Darstellung, dieanfangs etwas schwerfällig war, erst später s. Nebenbuhler erreicht, s. Abneigun-gen aber pflegt eS noch immer weit rauher als dieses, und oft boshaft auszusprechen.Diesen beiden einflußreichen Sprechern scheint das 1822 begonnene, von den Ge-lehrten in Tambridge besorgte „(äm, belüg« gen,, wi Iv rcvieev" nachstreben zu wol-len. Unter den übrigen bloß beurtheilenden Zeitschriften erwähnen wir noch des„lliitizi, revieev", einer Vierteljahrschrift, die oft gute Aufsätze enthält, des„Iliiti.N ciitio" von orthodoxen Anhängern der bifchöfl. Kirche, und des „b.c-< lectio eeviovv", das jetzt nach weit gemäßigter» Grundsätzen als früher die An-sichten der protest. DisfenterS geschickt verficht. Das neue „Ii> leuxfx-clive eevicsv"soll die Aufmerksamkeit aus ältere, unverdient vergessene Werke richten, die feit derWiederherstellung der Wissenschaften erschienen sind. Nach einem andern Plane,als jene Zeitschriften, wird die seit 1817 in London erscheinende „biieiuev gurolw"geleitet, die wöchentlich ein Mal ausgegeben wird und außer beurtheilenden Anzei-gen, welche meist reichliche Auszüge geben, auch viele litcrarische Nachrichten undBeitrage zur Unterhaltung liefert. Wo politische Fragen berührt werden, ist dieseZeitschrift eine strenge Anhängerin der Tory-Gruntsätze. Zm Plan und selbst imÄußern ist eine Nachahmung derselben das seit 1822 erscheinende „bouüeiu rnu-seinn^. Der gleichfalls erst 1822 aufgetretene „>lo,Nüv een^ni" will sich nichtbloß auf eine Auswahl aus dem Ertrage der Literatur beschränken, sondern die ge-stimmte einheimische und ausländische Literatur umfassen. Über letztere berichten2 Wuartal - Zeitschriften: das treffliche „l'viePii iceieev <inü enutiiieiiU,! »>ü-cell-iiii" (Lond., b. Black, 1828) und das ,,si)li,',i lei lv lueeign levievv" (Lond. ,b. Treuktel und Würz). Die Zeitschriften vermischten ZnhaltS, diesind in der Geschichte der engl. Literatur wichtig, da sie für Forschungen aller Artden Weg geöffnet und zu allgemeiner Verbreitung von Kenntnissen viel beigetra-gen haben. Vor 1731 waren fast alle Zeitschriften politischen ZnhaltS. Zu jenerZeit entstand die älteste aller engl. Zeitschriften, das „Leulleuiouf, iii-igsrine",das seitdem ununterbrochen fortdauert und besonders viele Beiträge zur Alterthums-kunde Großbritanniens liefert. Es enthält, wie die meisten s. Nachfolger, auch Be-urtheilungen neuer Schriften. Unter den übrigen vermischten Zeitschriften heben