Band 
Dritter Band. D bis E.
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Englische Literatur und Wissenschaft

statt. Der Grund davon liegt theils in dem Mangel an Aufmunterung, welche dieAussicht aus Beförderung zu einträglichen Knchenpsiünden, wobei Kenntniß desGriechische» die Bedingung isi, in England geben muß, theils aber auch in der, aufden bedeutendsten schottischen Universiräten'üblichen Lchi weise, die den Fortschrittenim Sprachstudium nicht so förderlich ist, als die Privatunterrichtsweise auf denengl. Hochschulen, da man auf den schottischen noch nicht, wie in Deutschland ,philologische Seminarien hat. Erst in neuern Zeiten ist auch in Schottland , wounter den Kennern der lat. Sprache sich vorzüglich Gregory auszeichnete, ein lebhaf-terer Eifer für das Studium des Griechischen erwacht, den besonders Andrew Dal-zel, Pros. der griech. Literatur zu Edinburg , bekannt durch die 1821 nach seinemTode erschienenen Vorlesungen über die alten Griechen und seine (äolMl-Mne-, Ome--ca inujor.'i und n i,,c>r:> (Edinburg 1802 fg.), und der gleichfalls verst. Pros ^loungin Glasgow entzündeten. Unter den bedeutendsten Erscheinungen aus dem Gebieteder classischen Literatur ist hier die von Valpy (s. d.) unternommene neue AuSa. desgriech. Wörterbuchs von Heinrich S tephanuS (s. d.) zu erwähnen, deren Aus-stattung jedoch gleichfalls nicht das günstigste Zeugnis für den gegenwärtigen Zustandder classischen Gelehrsamkeit in England ablegt. Die von demselben Verleger seit1819 unternommene Sammlung der Classiker (Ilcpent's C.I.-ir.eic?) zeichnet sichnur durch ein schönes Äußere, nicht aber durch selbständigen kritischen Werth aus.Über die Verwandtschaft der griech., lat. und gothischen Sprache hat Iamieson(s. d.) im „Hermes tmvlbicus" (1811) Untersuchungen angestellt. Hebräischtrieben seit dem Anfange des 18. Jahrh. Lowlh und Kennicctt mit Fleiß und Ge-schmack, Arabisch ChaNning, White, IoneS, Dow, Gladwin, Davy, Sulivan,Gaudin, Nott, Ouselcp, Champion, Scott. Die Sprachen des Orients überhaupt,todte und lebende, wurden ein Gegenstand regern S tudiums, je mehr die durch ReisenZu Wasser und zu Lande wachsende Weltkunde denselben auch ein praktisches Interesseverlieh, in neuerer Zeit besonders durch die Missionsanstalten. Die Erforschung derphötücischen und palmyrenischen Sprachen förderte Swinton, der koptischen Wil-kins und Woide, der armenischen William und George Whiston. In Hinsicht aufdas Indische und seine Mundarten ist durch Holwell, Iones (s. d.), Wilford,Leyden rc. und die Gesellschaft in Calcutta überhaupt ein Schatz von Kenntnissen inUmlauf gebracht, dessen unermeßlich liefe Ausbeute erst im Fortgangs der Zeit zuTage kommen wird. Die hebräische Sprache fand in neuern Zeiten wenig Bearbei-ter , welche an Lowth'S oder Kennicoli's Vorzüge hätten erinnern können. Denwichtigsten Erwäg auf diesem Felde lieferte Boothroyd in seiner hebr. Bibel nacbKennicott'sText milAuMerk., die 1810 begonnen und 1816 vollendet wurde. Destobedeutender war die Ausbeute der Bearbeitung andrer morgenländischen Sprachen,wozu Englands politische Verhältnisse so vielfache Auffoterungcn gaben und diereichsten Hülfsmittel ltefernn, und was britische Gelehrte hier seit 20 I. geleistethaben, gehört zu den glänzendsten Blättern ihres literarischen Ehrenkranzes. Solieferte Karl WilkinS, der erste Europäer, der das Sanskrit mit Erfolg erlernte unddie Sanskritliteratur dem Abendlande bekanntmachte, eine Grammatik derselben(London 1808) , die sich durch ihre Gründlichkeit vor andern Werke» auszeichnet,welche früher schon Colebrooke (nach der im Sanskrit geschriebenen SprachlehreSaraswaia) zu Calcutta, und später Carey (nach den in Bengalen gewöhnlichenSprachlehren) herausgegeben hatten. Masken gab (1812) ein treffliches Wörter-buch unk eine Grammatik der nialayischen Sprache heraus. Morri son (s. d.)lieferte eine chinesische Sprachlehre (Scrampore 1815,4.) und später ein chinesische«Wörterbuch. Lockert bearbeitete zwei arabische Elementarwerke über die arabischeWortfügung (Calcutta 1811, 1.). Gladwin (1801), Rousseau (1805) und vor-züglich Lumsden lieferten persische Sprachl.hren, und Wilktns gab Richardson'Spersisch-arabisch-englischesWörterbuch mit zahlreichen Zusätzen und Verbesserungen

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