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Englische Literatur und Wissenschaft
L. Alterthumskunde. Blicken wir aus dem Gebiete der Sprachkundezunächst auf den Ertrag, den in unserm Zeiträume die Kunde des classischen Alternthunis gewonnen hat, so begegnen uns zuerst die schätzbaren, Denon'S großes Werkergänzenden Unterfuckungen, die Lord Elgiii'sGefandtschastssecretair, William Ha-milton, in dem ersten Theile seiner Bemerkungen über verschiedene Theile der Tür-kei (tegvziti.iea", 1809) uns mittheilt, über Griechenlands Urzeit hat Marsh(s. d.) (.fl lnr.-^ iik-l-i^'io-x-", 1815) Forschungen angestellt. Die Gesellschaft der Di-lettant! gab 1809 aus verschiedenen Sammlungen in Großbritannien gewählte Pro-benalterägyptiscker, hetrurischer, griechischer und römischerSkulptur in schonen'.Ab-bildungen nebstBeschreibungen heraus, woraussie 1817 ein ähnliches Werk über die,noch nicht abgebildeten Alterthümer Attika'S, die Überreste der Baukunst in Eleusis ,Rhamnus, Sunium rc. enthaltend, folgen ließ. Leake, dem wir auch sch.HbareUntersuchungen über Griechenland (1814) verdanken, lieferte eineTopographie desalten Athens , Gell eine Topographie von Troja (1802) und ein Werk über die Al-terthümer von Jtbaka; Stuart's und Nevett's Werk über Athens Alterthümerward (1816) von Wood aus deren Nachlaß mit dem 4. Bde. ergänzt. Von den„.-InimnUws ol lonlu" erschienen bis 18-2 3 Bde. Combe beschrieb die im bri-tischen Museum befindliche» alten Marmordenkmale (1812 —15) und Gefäße vongebrannter Erde (1810), sowie auch (1814) die alten Münzen dieser Sammlung.Auch von Elgin'S Marmordenkmalen (s. d.) erhielt man (1816) Abbil-dungen. Moses lieferte (1814) eine Sammlung antiker Vasen, Altäre, Drei-füße -c. Herculanums Alterthümer wurden in archäologischen und philologischenAbhandlungen vonDrunnnond und Walpole („Ikuroulanc-,,18lo) erläutert.
<1. Theologie. Wie das öffentliche Leben besonders und seme Schwin-gungen in England den Anbau der sprachkunde förderten, so erging es auch in an-dern Wissenschaften. In der Theologie war die äußere, oder wenn man es so nen-nen darf, die praktische, nach dem Staate gekehrte Seite, nämlich die Kirche undihre Gestalt, Das, wovon die Bearbeitung anhob, und deren Ausbildung durchvielfache äußere Reibungen verhältnißmäßig noch mehr fortschritt als durch dieMethode des Studiums, wovon unten gesprochen werden wird. So strebteHein-rich VIII., der durch seine Schrift über die sieben Sacramente gegen Luther füreinen Glaubensbeschützer galt, sich vorn Papste zu trennen und dessen Einfluß aufdie engl. Geistlichkeit zu hemmen; aber indem er hier ganz dem Nationalzuge derSelbstsucht getreu verfuhr und mithin isolirt wirkte, mußte wohl das Werk lang-samer gehen und minder folgenreich und ersprießlich für die Bildung der Nation wer-den, als sonst der Fall ist, wenn gemeinschaftliche Kräfte wirken. Er hob, wieEduard VI. , mehre Klöster auf; aber hiermit war doch nur ein mögliches, bedroh-liches Hinderniß gehoben, immer noch kein Fördcrungsmittel angegeben. Ja, alsnun Maria, Heinrichs VII>. Tochter, diese schwärmerische Anhängen» des Papst-thums, zurRegierung gelangte, da wurden furchtbare Rückschritte durch Feuer undBlut gethan, und der äußere Druck trieb Mehre, die in ihrem FreiheitSgefühlihn nicht dulden mochten, in das Ausland, aus welchem sie, nach der KöniginTode, mit neuen Kenntnisse» bereichert und gekräftigt, unter derRegierung derEli-sabeth zurückkehrten. Wie damals bereits der Adel gesunken, so war das Volk anWohlhabenheit und Selbstvertrauen durch Ackerbau, Handel, Schifffahrt undSiege über dieSpanier gestiegen. Der engl.FreiheitSgeist trat auch in den Parteiender Puritaner, der Episkopalen und später der Methodisten ungezügelt auf, unddiese Leidenschaftlichkeit, verbunden mit dem auf den äußern bürgerlichen Verkehrgerichteten Sinne, scheint keine der stillen und Mächtigen Pflege und Ausbildungder Gotteskenntniß vortheilhafte -Ltimmung z- - i. Aus ihr aber wird eben darumbegreiflich, daß auch dies Studium unter den Engländern eine Einseitigkeit ge-winnen mußte, die es bis jetzt noch gehindert hat, zur Mündigkeit und Reife zu ge-