Band 
Dritter Band. D bis E.
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Englische Literatur und Wissenschaft

son (s. d.) in Edinburg , der seit vielen Jahren der thätigste unter ihnen was, unddie von ihm gestiftete Schule, lange Werner'S Lehre, wiewol sich schon früher lauteStimmen gegen diesreibergische Geognosie" erhoben; in neuern Zeiten aber hatsich die edinburgische Schule theil« zu Hauy's Krystallographie, theil«, wie Iamesonselbst, zu dem von Moh« aufgestellten «ysteme bekannt, Er, Hibberk und Maccul-loch haben vorzüglich zur geognosttschen Kenntniß Schottlands und seiner Inseln bei-getragen, und dem letztgenannten verdankt man eine ante geologische Charte Schott-lands. Unter den Mineralogen in England sind noch klarte und Daubenv in Oxford zu erwähnen. Conybeare lieferte (1822) eine Geologie Englands, und Smyth einegeologische Charfe von England und Wales. Hutkon S Theorie von der vereinigtenWirksamkeit des Wassers und Feuers bei der Erdbildung wurde (1802) von Play-fair in wissenschaftlicher Gestalt aufgestellt, aber obgleich er ihr keine Anhänger ge-wann, so neigen sich doch die neuern britischen Geologen mehr Zur Vulkanistifchenals zur neptunistischen Lehre, und ganz zu jener Macculloch, Hall und G. Macke,>zie,Vers. einer geognostischen Reise durch Island , Über die organischen Überreste ga-ben Parkinson (1804 und 1822), sowie Duckland (1823) Werke heraus.

ll. P h i l o so p h i e, insbesondere die schottische Schule. Natürlich gibtsich der Mangel an Sinn für die ideale Seite der Welt am meisten kund in derBearbeitung der Philosophie, dieser Grundwissenschaft aller übrigen. In Oxford herrschte Scholastik, in Cambridge Neuplakonismus. Thomas Gale verschmelztesie 1611 mit Theologie, Henry More (st, 1887) mit Kabbala . Neuplatoniker undChrist war Cudworth. Kaco'ü Richtung ist schon oben erwähnt. Hobbes wandtesich besonders zu Staatsrecht und Politik, und hatte Algernon Sidney wie JamesHarringko» zu Gegnern. Alles strebte nach Empirismus, und so mußte 1690 Locke(s. d.) sehr gelegen kommen. Er gab den Forschungen über die letzten Gründe dermenschlichen Erkenntniß, der speculativc» Philosophie, unter s.LandSleuten seit mehrals 100 I. eine bestimmte Richtung, die um so mehr eine ErfahrungSphilosophiefester begründen mußte, da bereits frühere Denker diesen Weg gebahnt kalten, unddie Stimmung des Volks, bei allem ihm inwohnenden Philosoph. Geiste, sich mitVorliebe dahin neigt, was sich denn besonders nie niehr als während des 18. Jahrh,gezeigt hat, wo bei dem Mangel fester Grundsätze und der Beschränkung der Ver-nunft auf den Erfahrungskreis, dem Materialismus und Skepticismus Eingangbereitet, die von Locke's Schule in ihrer wissenschaftlichen Würde verkannte Meta-physik aber zurückgesetzt wurde. Gegen Hume'S Skepticismus trat der -LchottländerThomas Neid auf, der in s. Versuche, die Gesetze des erkennenden Geistes zu erfor-schen, die «eelenthätigkciten auf wenige einfache, durch Thatsachen erkannte Gesetzezurückführt, deren Untersuchung in einer allgemeinen Thatsache endigt, die keine wei-tere Erörterung zuläßt, als daß es eben unserer Natureinrichtung so gemäß ist, undder daher die letzten Gründe unsers Glaubens an das Dasein einer Außenwelt ineinem ursprünglichen instinckarngen Grundsatz unsers Wesen« findet. Es bedurftedieses Rückblicks, da alle Denker, die sich in England bis auf unsere Zeit mit specu-lativer^Philosophie beschäftigt haben, zu einer der beiden Schulen zu zählen sind, anderen Spitze Locke und Reib stehen, und da das System des Letzter» in neuern Zeitenunter dein Namen der schottischen Metaphysik eine weitere Verbreitung, besondersin Schottland , erhalten hat. Dazu trug vorzüglich der geistreiche Schonländer, derehemalige Professor zu Edmburg, Dugald 'Lteivart, bei, der 1812 Reid's Versuchüber die Seelenvermögen mit einer LebenSgcsch. des Vf. neu herausgab, und s. An-sichten zugleich in eignen, auch durch treffliche Darstellung ausgezeichneten Werken(kleinen tzI tlio >il,il»5ttpl>v nl'>nin<l" undI'Inlosnpliiral ZU be-

gründen suchte, Die engl. Metaphysik«« folgen meist der Lehre des in Locke's Fuß-stapfen getretenen Hartley, der alle Seelenthätigkeiten aus den Gesetzen der Ideen-verbindung abzuleiten suchte. Kam's Lehre fand in England fast gar keinen Ein-