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Dritter Band. D bis E.
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Unter allen gekehrten Gesellschaften Europas hat sich allein die philanthropische i»Paris durch die Aufnahme dieses seltenen Menschen unter ihre Mitglieder geehrt.

Epernay, Stadt an der Marne ii» Depart. Marne, unweit Rheims , mit -750 H. und 5000 E., der Hauptslh des Handels mit Champagner, sfti den wegen,ihrer Größe und Einrichtung merkwürdigen Kellern des Handlungshauses Moet'waren vor 1814 gewöhnlich zwischen 4—500,000 Bout. Champagner vorhanden.

Ephemeriden sind Schriften, in welchen Tagesvorfälle nach der Ord-nung der Tage aufgezeichnet werden; Zeüungen u. «.periodischeBlätter; Schrif-ten, worin die tägliche Witterung aufgezeichnet ist. Desgleichen sind Ephemeridenastronomische Tafeln, worauf die täglichen Stellungen der Sterne und die übrigenErscheinungen am Himmel verzeichnet sind. — Ephemerisch, was nur einenTag währt. — Ephemeren, in der Pflanzenlehrc, die Zeitlose, d. i. eine im spä-tern Herbst blühende Giftpflanze. — Zn der Thierlehre sind Ephemeren Ein-tagsfliegen. Es gibt nämlich kleine Fliegen oder Mücken, die ein so kurzes Daseinhaben, daß mehre Geschlechter an Einem Tage geboren werden und sterben.

Ephesus , diese, nach Justin von den Amazonen, nach Ltrabo von An-drochus, dem ^ohne des Kodrus, erbaute Hauptstadt von Ionien in Kleinasien ,war der Mittelpunkt alles Handels von Vordersten, wozu der geräumige HafenVieles beitrug. Obgleich Zerstörungen des KriegS und selbst Erdbeben sie mehreMale vernichteten, so wurde sie koch immer wiederhergestellt. Sie war berühmtwegen des zwischen der Stadt und dem Hafen gelegenen und zu den Wunderwer-ken der Welt gerechneten Dianentempcls oder Artemiston, als dessen erster Bau-meister Cherestphon oder Ktesiphon genannt wird. Er war in ionischer Bauart.220 Jahre lang sollen die gesammte» Völker Kleinasiens an diesem Tempel gear-beitet haben, dessen Länge 425 und die Breite 200 Fuß betrug, und welcher mit127 -Läuten (jede 60 Fuß hoch) geziert war. Noch merkwürdiger waren die darinbefindlichen zahllosen Bildsäulen und Gemälde von den berühmtesten Meistern inGriechenland. Bis zu Plinius's Zeiten war er 7 oder 8 Mal zerstört worden, u. a.auch durch den berüchtigten Herostrat, 356 v.Chr. Dennoch wurde der Tempelvon den Ephesern prächtiger als je wieder aufgebaut, wozu sie nicht nur ihr Geld,sondern sogar ihre Wejber das Geschmeide hergaben. Jetzt sind seine Trümmernein Aufenthalt der Hirten mit ihren Hcerden, sowie die prächtige Ltadt ein ge-ringes Dorf, Aja Soluk, ist. Hirt hat über diesen Tempel geschrieben.

Ephialtes, s. Aloiden.

E p h o r u s. Ephoren waren zu Lacedämon (s. Lparta) obrigkeitlichePersonen, welche 745 vor Chr. von dem Könige Theopompos , nach A. schonvon LvkurguS, eingesetzt wurden, um zunächst als Stellvertreter der abwesen-den Könige die innere Staatsverwaltung, namentlich die gerichtlichen Geschäfte,wozu ihnen ein besonderes Gebäude (Ephorien) angewiesen wurde, zu besor-gen. Eins ihrer vorzüglichsten Geschäfte war die Aufsicht über die Erziehungder Zugend. Sie wurden, 5 an der Zahl, aus dem Volke gewählt, und führ-ten ihr Amt nur ein Zabr, fingen aber bald an, die Gewalt der Könige zubeschränken, und wurden Oligaichen. Bei uns heißt Ephorus ein Aufseher,auch Vorgesetzter irgend einer öffentlichen Anstalt, Z. B. einer Universität; be-sonders wird es von den geistlichen Vorgesetzten gebraucht; daher Ephorie:der Bezirk von mehren unter der Oberaufsicht eines Superintendenten stehen-den Pfarreien u. s. f., und Epborat dieses Amt selbst, Oberaufsicht.

Ephraimiten. Friedrich d. Gr. ließ im siebenjähr. Kriege (1759) zuLeipzig eine Münzstätte anlegen, welche er an die Juden Ephraim, Itzig u. Comp.verpachtete. Die von Zahr zu Zahr erhöhte Pachtsiimme soll zuletzt bis aufl Mill.Tblr. des daselbst geprägten schlechten Geldes gestiegen sein. Die jütischen Münz-pachter schlugen, besonders unter k. polnischem und kurfurstl. sachs. Wappen, unge-