Band 
Dritter Band. D bis E.
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Epiphania Epische Dichtungsart

ie 1783 von der Akademie den durch Monthion (damals Kanzler beim Grafen Ar-tois) für nützliche Schriften dieser Art ausgesetzten Preis erhielt, während Mad.Genlis, die sich gleichfalls durch ein Buch: „Adele und Theodor", darum bewarb,zurückstehen mußte. Außerdem hat man von ihr „heitres .1 mnn tils" undMs>m<n!ls lionreux". Ein Auszug ihrer anziehenden Memoiren und ihres Brief-wechsels, ihre Verhältnisse zu Duclos, Rousseau , Grimm, Holbach, Lambert u. A.betreffend, erschien in Paris in 3 Bdn. (1818). Sie geben das treuesie Bild derebenso verfeinerten, alchin den Geschlechtsverhältnissen verderbten Sitten unter denhöhern Ständen Frankreichs während der Regierung Ludwigs XV. Mad. dEpinaystarb 1783.

Epiphania, die Erscheinung, Göttererscheinung, daher wird das Festber Erscheinung Christi, das auf den 6. Jan. stillt und auch das Fest der heiligen 3Könige heißt, das Epiphanias fest, und die nachfolgenden Sonntage Epi-phaniassonntage, oder Sonntage nach Epiphanias genannt. Die ersteKirche benannte mit diesemNamen auch den Tag der Geburt Christi. tS. Feste.)

Epiphonema, die einer Schilderung oder Darstellung angehängte Sen-tenz oder Lehre, auch der Schlußsatz in einer Rede; besonders insofern er sich ausbei» Vorhergehenden natürlich ergibt und einen Nachdruck in sich enthält.

Epiphora. Diese rednerische Figur unterscheidet sich dadurch von der Ana-phora (Anapher), daß diese die emphatische Wiederholung eines Worts am An-sänge, Epiphora aber die mit Nachdruck verbundene Wiederholung eines Wortsam Ende mehrer Sätze ist. So wiederholt sich z. B. in Klopstock's Schlachtge-fang am Schlüsse mehrer Strophen der Ausruf: „Der Alles ausführt".

Epirus, eine Landschaft, an Griechenland grenzend, oft auch mit dazu Ze-ichnet, der südlichste Theil des neuern Albaniens (s. d.). Das Orakel zu D o-°ona (s. d.), das älteste in Griechenland , befand sich hier in einem Tempel Iupi-^rs, der nach der Vorschrift einer schwarzen Taube, oder vielmehr einer ägyptischenMesterin, gebaut war. Von der berühmten Stadt ist keine Spur mehr, und denEichenwald nebst den nie versiegenden Quellen, womit der Tempel umgeben war,M man noch nie aufgesucht. Die Mythologie erhielt vielleicht aus diesem LandeöieHöllenflüsse Acheron u. Kocyt; hier stiegen aus demAvernus(jetzt Vall dell'OrsoHdnannt) giftige Dämpfe empor. Das Land ist sehr gebirgig/ aber nach der Sec-hste zu angenehm und fruchtbar. In den ältesten Zeiten waren die Chaonier da-i^bst die mächtigste Völkerschaft. Unter ihnen ließen sich viele griechische Colonienpjeder. Der berühmteste König von EpiruS war Pyrrhus, der um 278 vor Chr./k Römer bekriegte. Von der Bedrückung der macedonischen Könige durch diessdiner, nach Philipps II. Besiegung, befreit, wurden die Lpiroten nach und nachMächtig, daß sie dem Antiochus und Perseus gegen die Römer beisianden, abero/> dadurch ihren Untergang beförderten. Paulus Amilius besiegte sie undW die Wtädte der Plünderung seiner Soldaten preis, sodaß 70 derselben zerstört,150,000 Menschen als Sklaven verkauft wurden. Nun Hütte EpiruS gleicheSchicksale mit dem römischen Reiche, bis es von den Türken unter Amurat U.

erobert wurde. Zwar warf Castriot (Skanderbeg ), der letzte Sprößling vom/jpgl. Stamme in EpiruS und am ottomannischen Hofe erzogen, 1447 das tür -hlche Joch ab; allein nach seinem Tode ward fein Land unterMohammed lt.1466'eder erobert. Arnauten bewohnen es grdßtentheils.

E p j s c e n i u m, das Vordertheil der Bühne.

§p j sch e D i ch tun gs a r t oder epische Poe sie, die erzählende Dich-.AHrt (s- Poesie), welche das poetische Ereignis als etwas Vergangenes derz^bildungskrast ruhig darstellt. Sie hat verschiedene Unterarten. Die höchste istU'l welche man gegenwärtig vorzugsweise das Epos oder Epopöie nennt: ein er-^ endes Gedicht, dessen Inhalt ein poetisches Ereignis ist, welches sich aufWelt,