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Er beschränkt« die zu allgemeine Anwendung des Dpiums, was auch schon Webkard gethan hatte, mehr auf die indirecte Asthenie, sowie er überhaupt die quali-tative Verschiedenheit der Mittel zugab, und die Wirkung und Anwendbarkeitderselben näher bestimmte, sowie von ihm viele andre Benchtigungen mehr her-rühren. Andre Ärzte nahmen noch mehre, durch die ursprüngliche Brown'scheLehre verbannte Grundsätze, z. B. aus der Humoralpathologie rc., wieder in die-selbe auf Unterdessen erhob sich eine neue Ansicht der N'tur, die sogen. Natur-philosophie, welche anfänglich mit der Brown'schen Theorie verschmolzen wurde.So suchte z. D. Kilian die ganze Lehre der letztem auf Principien der Naturphi-losophie zu gründen, und Hecker, obgleich scheinbarer Gegner derselben, nahmLoch die Grundideen zu seiner Erregungstheorie von naturphilosophischen Princi-pien her. Aus dieser Darstellung geht hervor, daß die Erregungstheorie kein insich geschlossenes, objectiv gültiges Ganzes geworden ist, sondern daß sie beinahebei jedem Arzt eine andre Gestalt angenommen hat, je nachdem von jedem dieBrown'sche Lehre mit Lehren der ältern Schulen, mit chemischen Hypothesen, mitSätzen der gastrischen oder der Humoralpathologie vermengt, oder durch Ideender Naturphilosophie umgewandelt worden ist. II.
Ersch (Johann Samuel), der Vater der neuern deutschen Bibliographie,geb. zu Großglogan in Niederschlesien am 23. Juni 1166, liebte schon in denSchuljahren Bücher - und Schriftstellerkunde. Diese Neigung wurde zu Halle woer sich der Theologie widmete) durch die Benutzung der dortigen Universitätsbiblio-thek noch mehr angeregt und erhielt zunächst durch Meusel's „Gelehrtes Deutsch-land", an welchem er bald einer der thätigsten Theilnehmer wurde, die besondereRichtung auf die neueste Zeit. Nächst den» lirerarisehen Fache wurde durch dienähere Verbindung, in welche er mit Pros. Fabri kam, das geographische s. Lnb-lingsstudium. Mit Fabri ging er 1186 nach Jena , um dort mit demselben dieschon in Halle angefangene allgemeine politische Zeitung für alle Stände zu schrei-ben , welche nachher in Hammerdörfer's Hände kam. Letzterer und Fabri veran-laßten ihn zur fortwährenden Theilnahme an ihren Übersetzungen und andern geo-graphisch-statistischen Arbeiten, und ermunterten ihn auch zu dem „Repertorünnüber die allgemeinen teutschen Journale und andre periodische Sammlungen fürErdbeschreibung, Geschichte und die damit verwandten Wissenschaften" (Lenigo1190— 92, 3 Bde.). Durch Fabri wurde er im Schütz'schen Hause eingeführt,und Schütz und Hufeland erkannten in ihm den Bibliographen, der zur Ausführungihrer Idee eines allgemeinen RepertoriumS der Literatur (1185—90) recht eigent-lich geschaffen war jJenes Werk, welches 1193 erschien, und dem 1199 das Quin-quennium von 1191 —9b, sowie 1806 das von 1196—1800 folgte, verzeichnetnickt nur sämmtliche während jener Zeit einzeln erschienene Schriften, sondernselbst alle in Journalen und andern periodischen Sammlungen abgedruckte kleinereAbhandlungen in seltener Vollständigkeit und Genauigkeit und nach einem sorgfältiga»Se''arbeiteten Plane mit Nachweisung sämmtlicher Recensionen, deren billigendeoder mißbilligende Urtheile durch besondere Zeichen angegeben sind. Zu gleicher Zeitbeschäftigte den unermüdet thätigen Mann der große Entwurf eines allgemeinenSchriftstellerlexikons der neuern Zeit, den er späterhin darauf beschränkte, die neuesteLiteratur der europ. Nationen einzeln zu behandeln. So entstand sein „GelehrtesFrankreich". Die erste Anlage zu demselben zu machen, ging er nach Göitingen,wo ihn das Anerbieten eines Hamburger Freundes traf, die Redaction der „Neuenhamhurger Zeitung" zu übernehmen, welche er mit Anfang 1195 antrat. Hierwar seine Zeit, als Zeitungsschreiber und Mitarbeiter an den Archenholz'schen Zeit-schriften, wiederum zwischen Bibliographie und Geographie nebst neuester Geschichtegetheilt; doch vollendete er hier das zweite Quinquennium des RepertoriumS undf. ^Gelehrtes Frankreich" (Hamb . 1181—1806, 3 Bde., mit 2 Suppl.). End-