Band 
Dritter Band. D bis E.
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Eskimo's Esmemnd

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einträglichste Schafzucht. In der prachtvollen, nach dem Muster der Peterskirchein Rom erbaute» Hauptkirche, welche 24 Altäre und 8 Orgeln in sich faßt, be-findet sich unter dem hohen Altar eine Capelle, Pantheon genannt, das Begräb-nißgewblbe der Regenten Spaniens . Über 50 Marmorstufen führen hinab, unddas Thor ist sehr künstlich aus vergoldeter Bronze gearbeitet. Auch die Kuppel be-steht aus Bronze, und der Fußboden aus Jaspis und Marmor. Das prachtvollgeschmückte Oratorium hat ein großes, ganz mit Diamanten und andern Edelstei-nen geschmücktes Crucifix. In der Mitte des kostbaren Gewölbes steht ein großermassiv goldener Leuchter, und an den Wänden in 26 Nischen, die aufs prächtigstegeschmückt sind, stehen ebenso viel schwarze marmorne Todtenurnen, theils schonmit den sterblichen Überresten verstarb. Könige und Königinnen Spaniens ange-füllt, theils noch leer. Schon Karl V. machte den Entwurf zu diesem Bau, undPhilipp II., III. und IV. führten ihn, nach Bramante's Zeichnung, aus; er soll 5Mill. Duk. gekostet haben. Der königl. Palast heißt 8. I,orenrs el Ileal. PhilippII. legte Zugleich die berühmte doppelte Bibliothek des Eskorial an, und sein Sohnvermehrte sie ansehnlich. Sie enthält große, zum Theil noch unbenutzte und unbe-kannte, vorzüglich arabische handschriftliche Schätze, wiewol ein Theil derselbendurch einen Brand 1611 vernichtet ward. (Vgl. Casiri.)

Eskimo's, eine Völkerschaft an den Küsten des nördl. Labrador, die ausGrönland stammt (daher sie mit den Grönländern einerlei Sprache hat). Die Eski-mo's sind von beschränktem Geiste, einer jedoch nicht gar zu häßlichen Gestalt; be-sonders klein sind ihre Hände und Füße. Ihre natürliche Farbe ist weiß; allein Un-reinlichkeit und Thran läßt diese kaum erkennen. Sie führen ein höchst ärmlichesLeben und nähren sich von Fischerei und Jagd der Seewölfe. Die Weiber kleidensich gemeiniglich in Vogelhäute. Der Eskimo ist der Wilde uüter den Wilden. Ihreeinfachen Zahlen gehen bis 6 und die zusammengesetzten bis 21; was darüber ist,heißt eine Menge. Auf gleiche Weise sind sie in ihren übrigen Begriffen beschränkt.Sie leben in völliger Gleichheit ohne Regierung, außer daß der Stärkere, Herz-haftere, oder der mehr Weiber und Kinder hat, einigermaßen vorgezogen wird.Ebenso wenig haben sie Gesetze; die einzige Strafe ist allgemeiner Tadel. Reli-giöse Begriffe sind ihnen fremd; den mährischen Brüdern ist es gelungen, dasChristenthum unter ihnen einzuführen; 1117 wurde bereiste Eskimo getauft, undseitdem hat man das Neue Testament in ihre Sprache übersetzt.

Esmenard (Joseph Alfons), Dichter, geb. 1169 zu Pelissane in der Pro-vence, erhielt in Marseille s. Bildung, ging nach St.-Domingo und lernte nach f.Rückkehr Marmontel kennen, dessen Bekanntschaft die Neigung zurLiteratur in ihmentwickelte. Im Anfange der Revolution gehörte er zum Tlubb der Feuillans, nachderen Sturz er 1192 auswandern mußte. Nach 5jährigen Wanderungen durchEngland, Deutschland und Italien blieb er, von Konstantinopel zurückkehrend, inVenedig , wo er den Entwurf zu s. Gedichte: „I,.i n.ivio.itlon", machte. Er kam1191 nach Franki eich zurück, ward aber als politischer Schriftsteller verhaftet undzum zweiten Male verbannt, worauf er wieder 2 Jahre im Auslande zubrachte.Der 18. Brumaire öffnete ihm die Rückkehr nach Frankreich , wo er sich mit La-harpe und Fontanes verband und mit ihnen am „äleicme üe 1 >,Hier" arbeitete.Für ein bewegtes Leben geboren, sah er sich fast immer aus Lagen gerissen, wo erRuhe zu finden begann. Er begleitete den General Leclerc nach Wt.-Dommgo, er-hielt nach s. Rückkehr eine Stelle im Ministerium des Innern, reiste dann mit Vil-laret-Ioyeuse nach Martinigue und konnte erst 1805 in Paris sich häuslich nieder-lassen. Ungeachtet s. unruhigen Lebens hakte er doch gelehrte Beschäftigungen nichtvernachlässigt, und sein oben genanntes Gedicht vollendet, das 1805 erschien. Esmachte Aufsehen, und wenn man auch Plan, lebendige Handlung und Mannig-faltigkeit in der Darstellung vermißte, so vergaß man doch diese Mangel über der