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nach der Natur gemalt und demselben bei kleinen Arbeiten geholfen, alsdannbei seinem Oheim in Berlin die technische Fertigkeit geübt harte, entdeckte derBildhauer Glume in ihm die Spuren hohem Talents, und drang in ihn, sei-nen Fleiß ediern Gegenständen zu widmen. Le «neur, damaliger Director der ^Akademie in Berlin , bewog ihn, nach einigen Proben, sieh der Landschaftmalerei -zu widmen, in welcher er sich nachher so auszeichnete. Er verfertigte hierauf Stu-dien nach Elaude Lorrain, Ewaneveld, Moucheron, Berghem u. A., bis er, ge- ileitet vorn eignen Genius, mit vollkommen geübter Hand nach der Natur zu zeich- inen ansing. Eine durch Fleiß erworbene kleine Summe fehle ihn in den Stand, sseine Hülfsstudien bequemer zu betreiben, und Sulzer war ihm förderlich, seine-Kunst in einer dem Landschaftmaler günstigern Gegend fortzusetzen, indem er ihn ldein Baron Olthof in Stralsnnd empfahl, durch welchen er, nachdem er die In- !sel Rügen und Kopenhagen kennen gelernt hatte, auch nach Paris kam, wo er ^sich bereits im zweiten Jahre ein bequemes Leben verschaffte. Nachdem er, Haupt-;sächlich durch seine Gouache-Landschaften, feine Umstände hinlänglich verbessert^hatte, trat er mit seinem Bruder Johann 1768 seine Reise nach Italien an, !um sich in Rom und Neapel (1770) völlig auszubilden. Bei Philipps Rück-kehr »ach Rom ließ ihm die Kaiserin Katharina 6 Gemälde, die zwei Tressen beiTscheSme vorstellend, auftragen, wodurch der Grund zu seinem Ruhm und seinem zVermögen gelegt wurde. Damit der Künstler in den Stand gesetzt wen de, die-Wirkung eines in die Lust aufffiegenden Schiffes in der Nachbildung zu erreichen,entschloß sich Graf Orloff, ihm die wirkliche Vorstellung einer solchen Begebenheit idureb ein ähnliches Aufstiegen einer russischen Fregatte zu geben. Das Anstichen,welches das sonderbare, viele Monate vorher in allen Zeitungen Europas ange-kündigte, kostbare Modell verursachte, trug nicht wenig dazu bei, den Ruhm desBildes zu verbreiten. Von 1775 an durchreiste H. einen großen Theil von Ita-lien und der Schweiz . 1782 ward er durch den russischen Gesandten, Grafen Ra- 'sumowsky, dein Könige von Neapel vorgestellt, und gewann bald die Neigung !des Königs in einem so hohen Grade, daß dieser ihn nickt mebr einbohre» mochte. 11786 wurde er nebst feinem Bruder in Neapel angestellt, erhielt seine Wohnung 'im königlichen Palast und genoß vielfache Auszeichnung. So lebten best- Brü- ^der, bis der Revolmionskrieg Neapel ergriff. Die königl. Familie stächt etc sich inach Sicilien ; H., von den Franzofen stir einen Rovalisten. von den königlichGesinnten für einen Republikaner gehalten, rettete sich 1709, nach manchemVerluste, nach Florenz , wo er 1803 eine Villa kaufte, aber nur noch ein Jahrin völliger Thätigkeit verlebte, denn im Herbste 1806 ward er vom Sch lagstußbefallen. Seit den siebcnziger Jahren des vorigen Jahrh, galt Philipp H. fürden ersten Lanc schaftmaler seiner Zeit. Die Prospectmalerei hatte er anfeiltenso hohen Grad der Vollkommenheit aebrackt, daß es, nach eines Kenner s AiiS-spruch, unmöglich scheint, den realistischen Federungen mit geringerm Nachtheilfür die wahre Kunst besser Genüge zu leisten, als in seinen Bildern geschiehr. Mitunendlicher Treue und Wahrheit, sagt Meyer, stellt er uns die Gegend en vonRom, Tivoli, Neapel u. s. w. vor Augen; der Beschauer erhält Rechemschafkvom geringsten Detail, und doch ist Alles ohne ängstliche, kleinliche Mühe , mei-sterhaft, sicher, sa sogar mit Leichtigkeit vorgetragen. Freilich sind seine Gemäldenicht alle, hinsichtlich auf den Inhalt, gleich anziehend, weil es die Gegende-n nichtwaren, die er auf Bestellung nachbildete; aber man wird schwerlich ein Beispielsinken, daß er den Standpunkt ungünstig gewählt oder den dai zustellenden Ge-genständen eine solche Lage und Beleuchtung gegeben hätte, daß die mcrleriftheWirkung wesentlich dadurch gefährdet würde. ÄufErfindung machen seine Werkekeinen Anspruch; das Verdienst der Anordnung beweisen sie durch die W ahl derlLtandpunkte; in Nachbildung der Gestalt und deö Verhältnisses der <Gegen-