10 Hadschi Hagedorn
Jupiter völlig aus. Hadrian starb zu Bajä 138, im 62. Jahre s. Alters und 21.seiner Regierung. Er beförderte Literatur und Kunst, stiftete auf seinen Reisenmanches Gute, veranlaßte das k.mm.in, gk-r>,etu»>>>, gab besetze gegen die Ver-schwendung und die Härte des Sklavenhandels, verbot Menschenopfer und die fürMänner und Weiber gemeinschaftlichen Bäder u. s. w. Ihm folgte Ankonin derFromme.
Hadschi, bei den Türken, die allen freien Moslemin beiderlei Geschlechtsim Koran zur heiligsten Pflicht gemachte Wallfahrt nach Mekka . Sie soll wenig-stens ein Mal von ihnen vollbracht werden. Dann heißt Hadschi auch Derjenige,der eine solche Wallfahrt nach Mekka gemacht hat oder sie gegen Bezahlung fürAndre macht, welche sie selbst nicht unternehmen mögen. Wegen der auf diesenReisen gewöhnlichen Ausschweifungen stehen diese Hadschi in keinem guten Rufe.
Hafen, ein Ort, wo ein Schiff am Meeres- oder Flußufer in Sicherheitliegen kann, in Folge der Lage des Orts, der Dämme, welche den Hafen ein-schließen, sowie des Leuchkthurms und der Ketten, womit er versehen ist. In denHäfen müssen Krahne und Hebezeuge zur Aus-und Einschaffung der Waaren beider Hand sein, und jedes Schiff «inen beguemen Landungsplatz haben, zum Zugangfür die Mannschaft. Daher hat ein Hafen hin und wieder Brücken und Dämme.Ist der Hafen nicht überall von gleicher Tiefe, so legt der Hafenmeister die tiefge-henden Schiffe dahin, wo der Hafen am tiefsten ist. Ein Hafen bedarf Werft«,Docken und Aimmerplätze zu Bauten und Reparaturen der Schiffe, Speicher undPackhöfe für Waaren, Werkstätten und Wirthshäuser zur Annahme der Seeleute.
Haff, ein veraltetes Work, welches das Meer, wie auch einen ansehnli-chen Theil desselben bedeutet, und nur noch als Eigenname einiger großen Buch-ten der Ostsee vorkommt. 1. Das frische oder stettiner Haff in Pommern , wel-ches in das große und kleine Haff zerfällt und die Oder :c. aufnimmt; 2. dasfrische Haff bei Pillau, in welches sich die Nogat (ein östlicher Arm der Weichsel )und der Pregel ergießen ; 3. das kurische Haff, in welches der Memcl, auch Rie-men genannt, mit zwei Armen (der Gilge und Russe) mündet.
Hafi; (Mohammed Lchems-eddin), einer der berühmtesten und anmu-tigsten Dichter Pcrsiens, geb. ini Anfange des 11. Jahrh, zu Schiras , widmetesich der Theologie und der Rechtskunde, welche Wissenschaften bei den Moham-medanern eng verbunden sind. Der Zuname Hafiz wurde ihm beigelegt, weil erden Koran auswendig wußte. Er zog eine unabhängige Armutb als Derwisch demHofleben, zu dem man ihn oft emlud, vor, wurde in der Folge selbst Scheich,oder Vorsteher einer Brüderschaft von religiösen Asceten , und starb 1389. LeinGrabmal befindet sich bei Schiras und wird gegenwärtig auch von frommenMoslemin mit einer Art von Verehrung besucht. Seinen lyrischen Gedichten, indenen er mir Anmuth und Feuer, aber auch nicht selten mit kühner Ausgelassenheitvon Wein, Liebe und Wollust singt, wird nach fast übereinstimmender Meinung einmystischer Sinn beigelegt. Feridun, Sururi, Sudi u. A. haben sich bemüht, ihrengeheimen Sinn zu erörtern. Erst nach Hasft's Tode wurden seine Oden und Ele-gien in einen Divan gesammelt, welcher vollständig in Ealcutta 1191 persisch ge-druckt und von I. von Hammer ins Deutsche übersetzt worden ist(2Thle.,Stuttg.1812— 15).
Hagedorn (Friedrichvon).DieserliebenswürdigeDichterward.23.Apr.1708 zu Hamburg geboren. Er las auf dem Hamburgischen Gvmnasium d ie Al-ten, aber auch die Neuern, und gewann besonders die Ausländer lieb. Von 1726big 1729 studirle er in Jena die Rechte, gab auch schon 1729 die erste Sammlungs. Gedichte heraus und ging dann nach London , wo er bei dem dänischen GesandtenPrivakfecretair ward. 1731 kehrte er durch Brabant und Holland nach Hamburg zurück und wurde 1753 als Secrcrair bei dem englische» Court m Hamburg an-