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Handelsprämien
berücksichtigen hat. Darum ertheilten die Kaufleute eines bedeutenden britischenHandelsplatzes dem Minister auf die Frage: was er nach ihrer Meinung am bestenfür sie thun könne? die sinnige Antwort: „Se. Herrlichkeit möchten nur die Gnadehaben, ihrer weder im Guten noch im Bösen zu gedenken". Kommen unsere Re-gierungen nicht bald von dem Grundsätze zurück, das eine Nation beini Handelnicht gewinnen könne, ohne daß die andre verliere; drebt sich, wie bisker, ibre Han-delspolitik nur um diese Achse, und leitet sie ferner bei ihren '.Anstalten zur Beförde-rung des Handels der unselige Geist des Neides und der Eifersucht: so kann dasgoldene Z »alter des Handels nicht erscheinen. Nur die möglichste Uubeschränkt-heit des in - und ausländischen Verkehrs ist im Stande, jenes schon so lange er-sehnte Zeitalter herbeizuführen. Möchten doch sämmtliche Regierungen endlicheinmal die unwürdige Nakionaleifersucht ablegen, deren streben dahin geht, alleBedürfnisse durch inländische Erzeugungskräfte zu befriedigen, unbekümmert umdie Schranken, welche Natur und Umstände in den Weg legen; jene Narional-eifersucht, welche die Gesetze vorschrieb, wonach alle Staatsbürger nur Das genießen,nur damit sich kleiden sollen, was vaterländischer Gewerbsteiß hervorbringt; moch-ten sie an die Stelle der unzähligen Verordnungen, wodurch der Verkehr derStaa-ten unter einander gehemmt wird, andre treten lassen, die sie verbinden und alle wieein gemeinschaftliches Vaterland behandeln. Damit würde der Überfluß des einenStaatg den Mangel des andern ersetzen, jeder würde die Gewerbzweige treibe»,worin ihm Natur und Verhältnisse die größten Vortheile verliehen, alle würde»gewinnen und mit raschen Schritten dem Nationalreichthum sich nähern. (S.Handelsfreiheit.) K».
Handelsprämien, Belohnungen, welche zur Beförderung derAuS-oder Einfuhr gewisser Waaren aus der Staaiscasse gezahlt werden; der Zweck der-selben ist Belebung des Handels und Gewerbfleißes der Nation; aber sie wirken inder Regel gerade das Gegentheil: sie sind entweder unnütz, oder noch öfter schäd-lich. Fehlt es nämlich in einen, Lande an irgend einer Waare, und kann der Aus-länder wegen des durch den Mangel derselben erzeugten hohen Preises für seinenÜberfluß einen vortheilhaften Absatz auf unsern Markten siuden, so besucht er sievon selbst, ohne daß wir nöthig KWen, ihn durch Prämien herbeizulocken. Fehltes aber aus unsern Märkten an der Waare nickt, sind die Preise nicht hoch genug,um dem Ausländer einen vortheilhaften Absatz seiner Waare bei uns zu versprechen,so wieder sich auch nicht durch die Prämien reizen lassen, seine Dorrätbe uns zuzu-führen, denn was er an der Prämie gewinnt, muß er wieder am Preise verlieren.Der einzigeFall, wo sich solche Prämien etwa rechtfertigen lassen, mag der sei»,wenn durch sie einer Hungersnoth abgeholfen und die Zufuhr von Lebensmutelnbeschleunigt werden soll. Noch unnützer sind die Ausfuhrprämien, welche ertheiltwerde», um die zu niedrigen Preise inländischer Erzeugnisse zu steigern, e^inddie Preise der Waaren, deren Ausfuhr man begünstigen will, wirklich zu niedrig,kann also der Ausländer be. uns mit Vortheil kaufen, so bedarf es keiner Prämie,um denselben herbeizulocken; stehen aber die Preise unserer Waaren dem Preisederselben im Auslande gleich oder gar noch höher, so ist e? thorig, von der Piä-mienertheilung irgend einen Gewinn hoffen zu wollen. Den Gewinn aus demHandelsverkehre, welcher durch die Prämie erzeugt wird, bezieht »lebt der ^ulaii-der, sondern der Auslander. Wie alle übrige Hülfsmittel, durch welche dasMercantilsi'siem P. d.) den inländischen Gewerbsteiß und den auswärsige»Handel eines Landes zu befördern sucht, so kann auch die Prämie nur so viel b> wir-ken, daß die Betriebsamkeit und der Hantel eines Landes in einen minder vorlkeil-hasien Eanal geleitet weichen, als der ist, wohin sie fließen wurden, mimen sie siehselbst überlassen. Der Siaal taun es ruhig dem Kausmauusgeiste übe, laste», für