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Fünfter Band. H bis Jod.
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Hassclq»ist !

hatte man ihm die Direction der londner Oper angetragen, um bei den Zwistig-keiren mit Händel diesem einem würdigen Eomponisten entgegenzustellen. Idachwiederholten Auffoterungen ging er 1733 nach England, wo er zwar mir großenEhren empfangen wurde und seine OperAriaperpes" unter allgemeinem Beifallaufführte, dessenungeachtet oder nicht lange verweilte. Er kehrte nach Dresden zurück, unk da sein Nebenbuhler Porpora ties-Stadtvei lassen hakte, so bestimmte'ihn dieser Umstand, verbunden mit der günstigen Ausnahme, die er am Hofe fand,;1740 daselbst einen festen Eitz zu wähle». In dem Feldzuge von 1745 kam nach ^der Schlacht von KesselSdorf Friedrich der Große nach Dresden . Dieser kunstlie-bende Fürst, der H.'s Talente selbst kennen zulernen wünschte, befahl ihm, eineseiner Opern aufdem großen Theater in seiner Gegenwart aufzuführen. H. wähltedenArminio " und ward von dein König mit 1000 Thlrn. und einem Diamantring ^dafür beschenkt. Der Verlust seiner Tenorstimme, 1755, kränkte ihn bei weitemweniger als der Verlust seiner sämmtl. Bücher und Handschriften, welche eben zurvollständ. Ausgabe aller s. Werke geordnet waren, und die er 1760 durch dasBoin-'bardement von Dresden einbüßte. Bei den nachherigen Veränderungen des Hofesin Pension gesetzt, begab-ersich 1763 nach Wien , wo er außer verschiedenen andernseine letzte OperRuggiero" componirte. und endlich um 1770 mit seiner ganzenFamilie nach Venedig ging, woselbst er seine Thätigkeit an verschiedenen Arbeitenbewäkrte und 1783 sei» Leben beschloß. Noch wenige Iabre vorher hakte er fürseine Beerdigung ein Requiem gesetzt, welches von der Kraftseines Geistes auch imhohen Aller zeugt. Man erkennt H. mit Recht für den natürlichsten, elegantesten ,und einsichtsvollsten Tonstzer seiner Zeit an, der besonders die Stimme alsHaupt-gegenstand betrachtete und die Instrumentalbegleitung, ohne daß ihm darum Kennt-.» der Harmonie gemangelt hätte, so einfach als möglich anbrachte. Als einemSchüler von Leo, Vinci, Porpora und Pergolese, genügte ihm das Einfache undNatürliche. Geschrieben hat er so viel, daß er selbst gestand, er würde manches sei-!ner Stücke nicht wieder erkennen, wenn er es zu Ohren oder zu Gesicht bekäme.Von Metastasto hat er, außer demTheimsiotleS", alle Opern, und die meisten ^zwei -und mehrmals componirt. Seine großen geistlichen Eompositionen (Missen, °'1c lwn m !e.) werden noch gegenwärtig mit großem Antheil in Dresden , wo sichdie größte Sammlung derselben befindet, gehört. Sein Äußeres war angenehm,und sein Herz ebenso vortrefflich, als sein Talent ausgezeichnet. Seine Gattin,Faustina Bordoni, geb. zu Venedig 1700, verdient als eine der größten undschönste» Sängerinnen des 18. Iakrh. besondere Erwähnung. In ihrem 16. Jahrebetrat sie zuerst in ihrer Vaterstadt das Theater; überall, wo sie sich hören ließ, wardsie als eine neue Sirene vergöttert. Zu Florenz wurden ihr zu Ehren Denkmünzengeprägt, und ihrRuf, dmchihreblühendeSchönheitnoch vermehrt, waraußcrordent-lich. 1726 ging sie mit 15,000 Gulden Gehalt nach Wien , und 1724 wurde sieunter noch vortheilhaftern Bedingungen nach London berufen. (L7. Händel.) InDresden , wo sie sich mit H. verband, sang sie 1731 Zum ersten Mal und war seit-dem die treue Gefährtin ihres Gatten. Eine vortreffliche Schilderung dieser selte-nen Frau hak Rochlitz geliefert in s.Denkmalen gluckl. Stunden", Bd. I.

Hasse! q u > st (Friedrich), schwedischer Naturforscher undS chuler LinnKs,war den 14. Jan. 1722 zu Toernwalla in Ostgothland geboren. Bei dem Todeseines Vaters, der hier Pfarrviearms gewesen, war er mittellos; alleinerrang mu-lhig mit dem Glücke und erwarb sich Freunde, die seine Studien unterstützten. InUpsala, wohin er 1741 gekommen war, beschäftigte ihn vorzüglich das Studiumder Naturgeschichte, und er machte darin unter Liniu- große Fortschritte. Als seingeistvoller Lehrer erwähnte, daß die Naturgeschichte von Palästina bei weitem nichtso erläutert sei, wie die der meisten Gegenden Asiens , fühlte H. das heißeste Ver-lange», dieses Land zu untersuchen. Er besiegte alle Schwierigkeiten, die sich ihm