Helena Helgoland 191
täte seiner maurerischen Forschungen herausgeben, was tie Geheimniskrämer imOrten rheils durch Rundschreiben an die Logen, theils durch den Vorschlag einerObercensur zu hintertreiben suchten. (Vgl. d. Art. Heldmann in Lenning'S „En-cyklopädie der Freimaurerei".) Diese Hindernisse, sowie H.'S Versetzung nachBern und a. lit. Arbeiten ließen ihn jedoch seinen Plan, ein Handbuch für Frei-maurer herauszugeben, aufschieben, und es erschienen einstweilen seine „Drei älte-sten Denkmale der deutschen Freimaurerbrüderschafk, sammt Grundzügen zu einerallg. Geschichte der Freimaurerei" (Aarau 1819), und: „Akazienblüthen aus derSchweiz, ein maurerischeS Taschenbuch" (Bern ), das, sowie das erstgenannteWerk, in den Buchhandel gekommen ist. Außerdem redigirte H., der in seinenmaurerischen Ansichten besonders mit Krause übereinstimmt, die in der Schweiz erschienene „Europäische Zeitung". 12.
Helena, Tochter der Leda und des spartanischen Königs Tyndarus derFabel nach des Jupiter, der in Gestalt eines LchwanS der Leda genaht), war vonso unbeschreiblicher Schönheit, daß TvndaruS, aus Furcht, Derjenige, dessenGemablin sie würde, möchte von allen Andern aus Neid verfolgt werden, fast allegriechische Fürsten , die sich um ihre Hand bewarben, einen Eid schwören ließ, durchwelchen sie sich verpflichteten, mit ihrer ganzen Macht Demjenigen beizustehcn, densie zum Gemahl erwählen würde, im Fall er ibreiwegen angefochten werde. Die-sem gemäß federte ihr Gemahl MenelauS, als sie ihm von Paris , dem Sohne destrojanischen Königs Priamus , entführt worden war, alle griechische Fürsten zurBestrafung des erlittenen Schimpfs auf, und dies war die Veranlassung zu demtrojanische» Kriege. Aus dem Besitze des PariS , der im letzten Belagerungsjahresiel, kam Helena in die Hände seines Bruders DeiphobuS, und nach Trojas Er-oberung nahm sie der erste Gemahl MenelauS , den sie durch ihre Liebkosungenwiederzugewinnen wußte, mit sich zurück nach Sparta. Hermione hieß ihremit MenelauS erzeugte Tochter.
Helena (Insel), s. St.-Helena.
Helenenfeuer (auch St.-HelmS-, St.-Elmo- oder Elmsfeuer, len8t.-Ir>,»e), eine Lufrerscheinung, welche von brennbaren Dünsten in der Luft her-rührt, in Gesialk einer Flamme sichtbar wird und sich oft auf Schiffen an denMasten und Raaen sehen läßt. Erscbeinen 2 Flammen (Kastor lind Pollux), sogilt dies den Schiffern für eine gute Vorbedeutung; eine einzelne Flamme hin-gegen, die auch nur die Helene heißt, betrachten sie als ein böses Zeichen.
Helenu s, des Priamus Lohn und der Kassandra Zwillingsbruder , be-gabt mir Scherkraft. Er warb nach Paris'S Tode vergebens um die Helena undverrieth, erzürnt darüber, Troja . Der Betrug init dem hölzernen Pferde wirdihm zugeschrieben.
Helgoland , eine kleine Inselgruppe, die 6 Meilen vor den Mündungender Elbe, der Weser und der Eider in der Nordsee liegt und aus dem HaupteilandeHelgoland , aus den Sandinseln oder den Dünen, und aus verschiedenen Klippenund Riffen, unter denen der sogenannte Mönch die vorzüglichste ist, besteht. Hel-goland selbst wird in das höbe und niedrige Land eingetheilt. Jenes hat 1200Lchritt im Umfange und ist 90 bis 160 Schuh über der Meeresfläche. Man steigt208 Stufen hinauf. Das niedrige Land wird alle Jahre durch Ausspülen der Seeverringert, und es soll vor einem Jahrhundert noch 11 Mal mehr Umfang gehabthaben als gegenwärtig. Jetzt beträgt der letztere kaum 1200 Schritt. Die Dünenoder die Sandinseln haben nur zwei Fünftheile des Umfangs von Helgoland . Dieganze Insel besteht aus verhärtetem Thon von rother Farbe, worunter viel Eisen-oxyd und etwas kohlensaurer Kalk ist. Auch findet man ziemlich viel kohlensauresKupfer, am Strande Belemniten, verkohltes Holz, Schwefelkies und Kalkstein.Helgoland selbst hing vor 100 Jahren noch mit der Landinsel zusammen. Seit