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Ithaka Inner
wundern. 9-ur des berühmten Verfassers wegen erwähnen wir „6!i intrixssick'.Vuir»«-", von Tasso. Die ,/IAur-iu" des jüngern Michel Angela Ducnarolti(1626) ist um ihrer feinen florentiniscben Dolkschümlichkeit willen eins der vorzüg-lichsten ital. Lustspiele, obgleich in ihr wenig Talent zu erkennen ist. Goldini(s. d.), in der letzten Hälfte des 18. Jahrh., suchte durch seine nüchternen, bürgerlichmoralisirenden Komödien der bei dem Volke beliebten t'.r>,umr>N>i >!«->>' m aufein-mal ein Ende zu machen. Er ist, um ihn den Deutschen in zwei Worten zu charak-leristren, der italienische Kotzebne, ohne jedoch des Deutschen leichte? Talent und oftgefälligen Witz zu haben. Ihm entgegen suchte Gozzi die improvisiite Nolkskomö-die durch Veredelung derselben zu reiten. Zn Lustspielen, deren Inhalraus den bun-kcsten Märchen, und in Tragikonwdien, deren Inhalt aus Ealderon und Moreto,jedoch ohne deren tiefpoetische )lusführung, entlehnt war, dialogisirte er nur dieHauplpart'en, und auch diese nur in den leichtesten Versen. In den Ncbenpartien,welche eigentlich für die stehenden Masken berechnet waren, begnü-te er sich, nurden ungefähren Inhalt anzudeuten, die Ausführung dem improvisii enden Talentedes Schauspieler-?überlassend. Er blieb ohne Nachahmer. Von den neuesten Lust-spieldichtern verdienen Auszeichnung: Albergati, dessen „Gefangener" zu Parma gekrönt wurde, und der eine Menge ergötzlicher Possen (die beste: ,,b>- enuvuUioui<irl!e <>o„uo") geliefert hat; der Venelianer Francesco Antonio Avelloni, mit demBeinamen i> I'ortiuo. ein I-achahmer der Franzosen; Antonio Simone Sograsivon Padua (die besten: „Olivn « ll.i^guale" und „<!o»>ciun„?.e tk-alrnl,"); derNeapolitanerGualzetti; der Abt Chiari; der Piemonteser Eamillo Federici (s. d.);der Römer Gherardo de' Rvssi (s. besten Lustspiele: „1.:, lünissün Nil' »o,i>« in-rluicut^." „ll ccu tiPüino ou<-;tc>" und „l e rltie-5t-iolle liv.ili"); der Graf Gi-raud; Giovanni Pindemonti; der Eaval. Greppi in Bologna („llüuc-a e Lälnn-tlio"; I ri ein vellova"; „ Iä-re-ar a äVilb"); Tommasini von Verona („I connciIII i-cci»ipiglic>") u. ?t. (Vgl. Italienische Poesie.) A. W. Schlegel sagt(2. Bd., S. 68, der „Dramatischen Vorlesungen"): „Wir glauben nicht zu vielzu sagen, wenn wir behaupten, sowol die dramatische Poesie als die Schauspiel-kunst sei in Italien im tiefsten Verfalle. Es ist noch nicht einmal der Anfang zueiner Nationalbühne gemacht, auch ohne einen gänzlichen Umschwung in de» lei-tenden Begriffen keine Aussicht dazu vorhanden".
Ithaka , Insel im ionischen Meere (4 j sslM.. 7500 Einw.), neben Eefa-lonia, des Ulysses Vaterland, besieht aus einem Felsen, auf welchem Homer denBerq Neion, daneben die Stadt Ithaka , ferner einen Rabenfelsen (Korakonpetra),die -Duelle Arelhusa, und den Hafen Reich, on (jetzt Porto Vati), erwähnt. Ithaka hieß in neuerer Zeit Theaki oder Val di Compare, hak aber durch die Briten den al-ten Nomen zurückerhalten und gehört zu deni ionischen Staakensystem. S. E. Ehr.E. Schreiber'« „Geogr. antiquar.Darstell. der Insel Ithaka, nach Homer und denneuern Reisenden" (Leipz. 1820). ^
Ittner (Joseph Albrecht v.), großh. badikcher Staatsrath und Comman-deur des zähringer Löwenordens, Sohn des kurf. Leibarztes zu Mainz , geb. 1750auf dem Familiengute bei Bungen, entwickelte schon auf der Schule in Mainz aus-gezeichnete Talente in dem Studium der Elassiker. Dbwol er sich der Rechts-wissenschaft auf der Universität Göttingen widmete, dann in Wetzlar, Regensburg und Wien in dem Reichsproceß sich übte und als Hofrath zu Hechingen Mitgliedder hohenzollernschen Regierung war, so fuhr er dennoch fort die Alten und dieKunst zu studiren und seinen Styl auszubilden. Er trat dann als Regieruugsrathin die Dienste des St.-IohanneS-oder Malteserordens zu HeiterSheim im Breis-gau , wo er sich durch Takt, Geschästsgewandiheü und vielseitige Kenntnisse soauszeichnete, daß er als Kanzler an die S pitze der Geschäfte gestellt wurde, m einerAe.k, als den letzten Iohannuermeister, Gias v. Reichenbach- Fouxmaigne, der Ver-