Band 
Fünfter Band. H bis Jod.
Seite
666
JPEG-Download
 

666

Jacobson

Jacquin

begünstigte diese schätzbare?lrbeit, Llußer einigen Aufsätzen inWolftS „Literarisch-"Analekten" u. a. Zeitschriften ist besonders seiner AuSg. des Achilles Tatius (Lessb1821/ 2 Bde.) nach einer 1818 aus Paris zurückerlangten Handschrift zu erwäp-nen. — Bon einem Gelehrten ist schon eine solche Folge gründlicher philologisch^Arbeiten bewundernswürdig. Der reine Sinn und die lebendige Schilderung d?verschiedensten Charaktere und Verhältnisse stellen auch s. belletristischen Schnist^unter die bessern ihrer Gattung in der deutschen Literatur. „Allwin und Theodor,'„Rosaliens Nachlaßt, die „Auswahl au? den Papieren eines Ungenannten", ^„Feierabende in Mainau ", „Die beiden Marien" ic. sind in den Händen aller g"bildeten Leser, und es gibt wenig Schriften, die man der Jugend, und besonder ^dem weiblichen Geschlechte, so zuversichtlich zur Beherzigung und Warnungempfehlen könnte wie diese. Seine Schriften zur Belehrung und Bildung d -weiblichen Geschlechts sind u. d. T. „Schule für Frauen" gesammelt (L"k1 -1827 fg. 7 Bde). ^3.

Iacobson (Israel ), v., Präsident und Geh. Fmanzrath, Güterbesitz"'Mecklenburg, dann in Berlin wohnhaft, ward geb. zu Halberstadt um 177l> c>einer reichen und angesehenen jüdischen Familie und ve> heirathete sich mit der'Toter des Hofagenten Herz Samson zu Braunschweig . Nach dem Tode s. SchmollVaters wurde er selbst Hofagent. Der Herzog, welcher reiche und thätige Leute,günstigte, schätzte I., der sich auf mannigfaltige Weise nützlich zu machen rvuß 'Von Mecklenburg erhielt er den Titel eines Geh. Finanzraths. Am westfäbm ^Hofe wollte er s. Einfluß zu einer religiösen und sittlichen Reformation s. Nmbenutzen, und auf s. Verrieb ward, u. d. N. Consistorium, ein oberster GM"?Hof in Kassel gegründet, vor welchem alle religiöse und sittliche Angelegenheiten .jüdischen Nation in Westfalen in letzter Instanz verhandelt werden sollten. I- b .ward zum Präsidenten dieses Consistoriums ernannt. Aber schon vor der Ausi-'V p,desselben (18l3) hatte er, dem durch mancherlei Umstände sein Aufenthalt in-^gsel verleidet worden war, mit Beseitigung aller Handlungsgeschäfte, sich am I ,s. Güter zurückaezogen, wo er in ruhiger Abgeschiedenheit lebre. Für.semekett als Geschäftsmann sprechen s. VermögenSumstSnde. Sein SpeculationSgaber haftete nicht an den> Kleinlichen und Ängstlichen; er verschmähte das 6^dige und faßte gern Großes ins Auge, das neben dem Gewinn auch EhreSeiner Nation hat I. mit Verstand und Beharrlichkeit genutzt; an vielenin und außer Deutschland sind ihr aufs Verwendung drückende Bürdenabgenommen, und die Juden selbst dadurch mehr oder weniger zu bürgerst. ^scheu geworden. Zu Seeftn, zwischen Braunschweig und-Göttingen , hat "Schulanstalt gestiftet, an deren wohlthätiger Einrichtung sowol Christen m»den Antheil genommen haben. Hier wurde auch 1810 der auf s. Deranslt"erbaute jüdische Tempel u. d. N. IakobStempel eingeweiht. Christen ttvn ^Ständen, Gelehrte, Officiere und Bürger fanden bei ihm eine fast immerAbhülfe ihrer Bedrängnisse. I. besaß nicht allein eine gründliche KenntnißSprache und der mosaischen Gesetzgebung, sondern hatte auch der jüdischengie ein gründliches Studium gewidmet und sich um die Bildung der berlmbischen Gemeinde verdient gemacht. Er starb zu Berlin den 14. Sept. ^ „..sich

Iacquin (Nikolaus Zoseph, Freih. von), Arzt, Chemiker undBotaniker, geb. 1727 zu Leyden , studirte in Jlntwerpen und Löwen, dann mden die Natürlehre unter Muffchenbroek, die Arzneikunde unter GaubiuS , Shard, ZllbinuS. Grouovius und van Royer waren s. botanischen Lehrer.auf besuchte er Paris und wählte endlich Wien zum Aufenthalt aus Einladuk. k. Leibarztes van Swicten. Hier las er zuerst 1752 über den Hippokrates, ^gas, aber die Botanik nicht. Franz 1. lernte ihn in dem damals neu angGarten zu Schönbrunn kennen uno schickte ihn mit v. d. Schott 1755 nach