Band 
Fünfter Band. H bis Jod.
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Ieddo

Jcfferfo,,

Verherrlichung der Jungfrau durch unsern Schiller . Er hat mehr gethan als Ca-,liyt III., er hat die edle kühne Schwärmerin in die Rechte des romant. Zeitalters,dem sie angehört, wieder eingesetzt. Er gibt uns die kriegerische Wunderthäterin alseinWerkzeug desHimmelS, nimmt unsere Liebe für sie in Anspruch und läßt sie fal-len im glorreichen Kampfe gegen ihresVaterlandesFeind. Über sein berühmtes (Ge-dicht, das in der (beschichte der romant. Poesie Epoche machen wird:Die Jung-frau von Orleans", eine romantische Tragödie (zuerst als Almanach für das Jahr1802, Berlin ), findet man seine Bemerkungen in derAllgem. Liter. Zeitung" von1802, Nr. 15 u. 16. Das Lehrreichste darüber cnthältBottiger'S Würdigung die-sesMeisterstückS, in dem TaschenbuchMinerva" v. Z. 1812. Mereier, der Her-ausgeber der franz. Übersetzung dieses Schauspiels von Trainer (Paris 1802), nenntdasselbe eine Hymne zum Ruhme der Heldin, würdig der vollsten Bewunderung ih-rer Zeitgenossen. Endlich verdient auch A. W. v. ^chlegcl'S Urtheil über die ver-schiedene Darstellung dieses Gegenstandes von Shakspeare und Schiller (in seinenVorlesungen über dramat. Kunst u.Literatur", 2. Thl., 2. Abth.) gehört zu werden;doch wird hier seine Vorliebe für den Briten keinen Unbefangenen irre führen. Znder neuesten Behandlung dieses Stoffs:Ieanne d'Arc", Trauerspiel in 5 AufzügenvonF.G. Wctzel (Leipz. 1817), istderDichterder Geschichte treuer als Schiller ge-blieben. Aber das genial entworfene und ausgeführte Ganze sieht einem Gemäldeaus der niederländ. Schule zu ähnlich. Lebrun deEhaimetteS's(>i läniäul,-", Ge-dicht in 28 Gesang. (Paris 1820), ist dem Schiller'schen Drania nachgebildet. X.

Zeddo, s. Japan .

Zefferson (Thomas),vorMadisson bis 1809Präsident desEongresses derBereinigten Staaten, geb. den 2. April 1743 zu Lhadwall in Virginien . Nach-dem er sich besonders mit Geometrie, Physik, Astronomie und Geographie, auchmit der Malerkunst bekanntgemacht hatte, widmete er sich der praktischen Rechts-gelehrsamkeit und zeichnete sich in derselben so aus, daß ihn der Staat von Vir-ginien noch sehr jung zum Mitgliede der Gesetzgebung ernannte. Auch in seinenSchriften erkannte man s. Talente als Staars- und Geschäftsmann. Während desFreiheitskrieges war er Statthalter von Virginien, und 2 sichre lang Mitglieddes CongresseS. Hier schlug er mit Lee die UnabhängigkeitSerklärrmg vor, beschleu-nigte mit Adams die Verhandlung darüber, entwarf die Abfassung derselben undbetrug sich als Gouverneur von Virginien, zur Zeit der Einfälle von Cornwallis und Arnold, mit Muth und Standhaftigkeit. 1786 machte er eine Reise nachEngland, ging von da in Aufträgen der Republik nach Paris und erlangte ver-schiedene Begünstigungen des nordamerikanischen Handels, worauf er zum Bot-schafter der Verein. Staaten am pariser Hofe ernannt wurde. 1789 kehrte er nachAmerika zurück und ward SiaatZftcretair der Bundesregierung, in deren Namener 1792 die entscheidende Sprache führte, welche seinem Daterlande ziemte, alsEngland die damalige politische Schwäche der Verein. Staaten mißbrauchen wollte.Auch legte er dem Eongresse mehre durchdachte Berichte über die Einheit des Ma-ßes, der Münze und des Gewichts, über die Fischereien und den auswärtigen Han-del Nordamerikas vor. Sein Vaterland dankt ihm die Einführung der Vaccine,welche er auch unter den Stämme» der Wilden zu verbreiten suchte. Auch stifteteer zu Eharlo.'teville, in der Nähe von Monticello, eine Universität, die Virginia heißt, wo alle Wissenschaften mit Ausnahme der Theologie gelehrt werden. 1794legte 2-seine Stelle nieder, ward kurz nachher alsVicepräsident an die Spitze derRegierung gestillt, zog sich jedoch abermals in den Privatstand zurück. Die Par-seisucht, welche damals in der Verwalm»g herrsche, und der sich I. widersetzte,war Ursache, daß man ihn von nun an als den Chef der Opposition betrachtete.Zn Folge der Erbitterung, welche hieraus auf beiden Seiten entstand, beschuldigte»ran ihn, er wolle die Eonstitution stürzen und sich als Tribun an die Spitze des