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wahre Kreuz aufgefunden. Die Juden leben in dem grössten Elend und auf einenkleinen Tbeil der Stadt beschränkt. An der Stelle des Salomon. Tempels liegt dieprächtige Moschee der Mohammedaner, el Ha, am, welche sie nächst der Kaaba fürdas grösste Heiligthum halten. Keinem Christen oder Juden ist es erlaubt, in das m-nere Heiligthum zu treten. Es besteht aus 2 großen Gebäuden, von denen das eine,ElAksa, mit einer prächtigen Kuppel versehen und mit den herrlichsten Dcrgoldun-gen verziert ist. Das andre Gebäude ist ein Achteck, es heißt El Sahara; hier zeigendie Mohammedaner den Fußstapfen ihres Propheten, von einemaoldenenGitter um-geben, und einen Koran , der 4 Fuß lang und 2- Fuß breit ist. Noch sieht man aufdem Oelbcrg eine christl. Kirche, in welcher ein Fußstapfe des Heilande» gezeigt wird,den er hinterließ, als er gen Himmel fuhr. Plan sieht außer manchen altisracliki-schen eine Menge griech. und röm. Denkmäler, mehre chriül. und besonders gothi-sche, die von den Kreuzzügen herrühren. Prevot hat an Ort und Stelle das Pan-oram von Zerusalem gezeichnet.
Ein Zeitgenosse des Abraham, Melchifedek, wird schon 2000 v. Chr. Königvon Salem genannt; dies Salem soll das nachmalige Jerusalem sein. Dann be-saßen dieZebusiter die Stadt, und als 1500 v. ChrNie Zsraeliten dos Land derVerheißung eroberten, ward sie dein Stamme Benjamin zugetheilt. Dock scheinenin der Folge dieZebusiter ihr Recht wieder geltend gemacht zu haben, denn Davideroberte die Stadt, nannte sie nach seinem Namen und baute die Burg Zion. SeinSohn Salomon verschönerte Zerusalem ungemcin und ließ durch die kunstreichenTyrier den Tempel erbauen. Unter seinen Nachfolgern ward Zerusalem die Hauptst.des Königreichs Ziida. Fünf Mal ward sie erobert und geplündert, zuerst unter Re-habeam von den Ägyptern, dann unter Zoram von den Arabern, unter Zoos vonden Syrern, unter Amazias von den Zfracliten, und unter ZosiaS wieder von denÄgyptern, 6 l 1 v. Chr. Der Letzter» Eroberung erwähnt auch Hcrodot, der die EtadtKadytas nennt, welches an das Kädischah, die Heilige, erinnert, wie noch jetzt dieMohammedaner die Stadt El KodS nennen. Endlich bemächtigte sich der chaldaiieheKönig Nebucadnezar, auch Nabopolassar genannt, unter dem jüdischen König Aede-kias, des Reichs und der Stadt Zerusalem. zerstörte die letztere von Grund aus, 586v. Chr., und führte die Zuden nach Babylon . 70 Z. darauf erlaubte ihnen CyruS, zu-rückzukehren und Stadt und Tenipel wieder aufzubauen. Dieß geschah unter An-führung ihrer Hohenpriester Efra und Nehemia , deren Nachfolger sie eine Zeit langbeherrschten. Daß Alexander, nachdem er Tonis erobert, auch einen friedlichen Be-such in Zerusalem abgestattet habe, ist gewiß unreine jüdische Sage, da ZosephuSder einzige Bürge dafür ist. Älexander's Nachfolger, PtolemäuS,.dcS Lagus Svhn,eroberte Zerusalem und führte eine Menge angesehener Zuden nach Alerandrien.Dann stand eS eine Zeitlang, nachdem Amiochus d. Gr. es eingenommen, unterder Botmäßigkeit der syrischen Könige. Unter den Makkabäern wurden die Zudenwieder aufeine Zeitlang frei und wählten sich eigne Könige. Einer der lehtern, Ari-stobulus, rief den großen PompejuS inS Land, und so kam 64 Z. vor unserer Zeit-rechnung Zerusalem unter röm. Herrschaft. Da es noch immer eigne Könige demNamen nach, auch Hohepriester neben den röm. Statthaltern hatte, so veranlaßtedies unablässige Meutereien, denen endlich Vespasian und Tims dadurch ein Endemachten, daß sie nach einer fürchterlichen Belagerung im Z. 70 die Stadt erstürm-ten, die Einwohner vertilgten un^^llleS verwüsteten. So schien Zerusalem gänz-lich zu Grunde gegangen zu fein. Allein theils waren noch Gebäude in Mengeübrig geblieben, theils sammelten sich wieder die zerstreute» Zuden, bauten sich anlind empörten sich von Neuem gegen ie Römer. Hierdurch erbittert, ließ KaiserHadrian endlich im Z. 118 Alles ze» kören, was TituS verschont hatte. Er ließeine neue «tadk unter dem Namen Alia Capüolina anlegen, worin zu wohnenkeinem Zuden erlaubt war. Konstantin d. Gr. und seine Mutter Helena zeigtenConverfations-Lekico». Bd. V, 46