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Johariniterntter
digung der Kirche gegen die Ungläubigen bestehen sollten. Auch theilte Raymunddie sämmtlichen Ritter in 3 Classen: in Ritter (welche die Waffen führen mußten),in Kapellane (die eigentlichen Geistlichen) und in^erventi «l'.arnn (Waffenträger),welche Letztem die Kranken verpflegen und die Pilgrime begleiten mußten. LangeZeit wußte sich der Orden durch Tapferkeit und Einmüthigkeit gegen die Waffen derSaracenen und Türken aufrecht zu erhalten, bis er 1191 aus Palästina vertriebenward. Er eroberte darauf Cypern, verlor es aber wieder und setzte sich 1309 amder Insel Rhodus fest, in deren Besitz er sich über 200 Jahre behauptete. Pierred'Aubusson (Großmeister, starb 1503) vertheidigte Rhodus tapfer gegen Mohaiist-med II. Von da durch den Sultan Soliman II. (1522) vertrieben, gingen dieRitter nach Kandia, dann nach Venedig, Rom, Viterbo , vornehmlich aber nachNizza, Villa Franca und Spracusa, bis ihnen Karl V. (1530) die Inseln Malta,Gozzo und Comino unter der Bedingung eines beständigen Kriegs gegen die Umgläubigen und Seeräuber und der Rückgabe dieser Inseln an Neapel , wenn es deMOrden gelänge, Rhodus wiederzuerobern, eigenthümlich überließ. Von diese"Zeit an wurden die Ordensglieder gewöhnlich Malteserritter genannt. 1565 schl"°gen sie, unter Lavalette (starb 1568), einen gewaltigen Angriff von Soliman Istmit großem Verluste zurück. Sie sehten darauf die Seekriege mit den Türken bisin die neueste Zeit fort, und nur durch Tapferkeit und standhafte» Muth gelangtihnen, in verschiedenen heftigen Fehden mit der Pforte sich vom Untergänge zu ret-ten. Doch wären sie^1760 ohne französische Vermittelung wahrscheinlich ganz be-zwungen worden, «seitdem waren ihre Kreuzzüge zur See nicht selten nur Sp>"''gelgefechte. Das Oberhaupt dieses Ordens, der beinahe durch ganz Europa , >st"er allenthalben große Besitzungen hatte, verbreitet war, hieß Großmeister des heistHospitals zu St.-Johqnn von Jerusalem und Guardian der Armee Jesu Christawurde frei gewählt und hatte s. Wohnsitz zu La Valette auf der Insel Malta. E"bekam von auswärtigen Mächten den Titel ckltsr^a eminentissima und erhie"jührl. 6000 Scudi aus der Ordenskammer, nebst allen Gefällen von den 3 Inselnsodaß seine jährl. Einkünfte vielleicht nahe an eine Mill. Gulden betragen mochte"'Die weltliche Macht lag größtentheils in s. Händen; doch war er auch hierin vo"den Vorstehern der verschiedenen Zungen (Bezirke) beschränkt, welche Gesetze gäbe"-Steuern anordneten u. s. w. Die geistliche Gewalt, d. h. die unmittelbaren -Ottdensqngelegenheiten, wurden von dem Capitel geleitet, welches aus LUIi v, a»""vsatu.ali bestand, und in welchem der Großmeister den Vorsitz hatte. Die »oftnehmsten Stellen m dem Orden bekleideten die Häupter (silier«) der 8 Zungen, '"welche die Ritter nach den Nationen, aus denen sie bestanden, eingetheilt wurde"'Diese Zungen hießen: Provence, Auvergne, Frankreich, Italien , Aragonie"-Deutschland, Castilien und England. Aus diesen Zungen wurden die erwähnst"LnIIivi conventnali gewühlt, und die Ländereien derselben in Priorate, diesesBasteien, und diese wiederum in Commenden (Commenthureien) eingetheilt. Eden Prioraten hatte das deutsche den Vorzug und hieß daher Großpriorat. g'käurde von dem Großprior von Deutschland oder dem Johanmtcrmeiß^durch Deutschland (obersten Meister des ritterlichen St. -Johannisordens in best "sehen Lcknden) bekleidet, der ein deutscher Reichsfürst war und seine ResidenzHeitershenTl (Stadt und Schloß im Breisgau , jetzt im badischen Treisamkrelsf-hatte. Heitersheim bildete nebst den dazu gehörigen Dörfern ein Fürstenlh:""des oberrheinischen Kreises, und der Großprior hatte daher als Reichsfurst Sih st"Stimme im Reichsfürstenrathe und beim oberrheinischen Kreise, Der Johannüe'Meister stand unter dem Großmeister zu Malta, dem er alle Jahre gewisse Türkesteuern und Responsgelder lieferte, die man auf 170,000 Gulden berechnete,selbst besaß die Gerichtsbarkeit über das Heermeisterthum Brandenburg, übe" ^gärn und Böhmen; doch machten Östreich, Böhmen und Mähren ein eignes G" k