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Juno
namenlose Schriften: „Hie iklentitv osBunins 'Vitli 2 klirtingmirlieck livin^ clis-r.aalec e^tublnilicü" und „.^ snp;ilenient ln ck»niu5 ickentitieü" (1811) einenunlängst verstarb., in England sehr geachteten Mann als Vers. dieser Briefe. SirPhilipp Francis (seit 180k Ritter des Bathordens und im Dec. 1818 gest.), zurZeit des Gouverneurs HastingS Beisitzer des hohen Raths von Ostindien zu Cal-cutta, nachher Mitglied des Parlaments, ein ausgezeichneter Redner und Geschäfts-mann, und obgleich meistens in Verbindung mit der Opposition, doch von dem Mi-nisterium geschätzt und oft zu Rathe gezcgen, soll der wahre Iunius sein. Für dieseVermuthung haben sich die Herausgeber des „kälinbuigft il-viav" erklärt; alleindem Vers. des Aufsatzes über die Iuniusbriefe (Ritter v. Gentz) in den „Iahrb. derLiteratur" (Wien 1818,1, 255) scheint diese Meinung nicht gegründet, weil sichin den von Wir Philipp Francis gedruckten Parlamentsreden kein auch nur fernerNachklang von den mächtigen Tönen, mit welchen ZuniuS seine Zeitgenossen erschüt-terte, vernehmen läßt. Parisot hat die Briefe des Iunius (Paris 1823, 2 Thle.)ins Franz, übers. und mit guten histor.^polit. Anm. begleitet. 1825 machte Co-ventry in s. „Kritischen Untersuch, über den wahren Vf. der Br. deö Iunius"es sehr wahrscheinlich, daß der aus dem siebenjähr. Kriege bekannt: Lord GeorgeSackville deren Vers. gewesen sei. Endlich hielt man auch den bekannten Kritikerund Philologen, Hörne Tooke, für den Vf., weil man nach dessen Tode die Origi-nalhandschrift der Briefe, von Tooke's Hand, sowie die Honorarepemplarc des vonWoodfall herauSg. Buches in Tooke'S Bibliothek gefunden haben will. Drunet (inseinem „äl.innrl <Ia iibi.iiir") hält Hugues Boyd für den Verf. Die Werke die-ses Inländers erschienen 1800 zu London , mit seinem Leben von Campbell; dochhat Moodfall, der HerauSg. des „I'ub!. -.clrci i.", in welchem zuerst die Briefe desIunius erschienen, der Angabe widersprochen, obwol nicht überzeugend. K.
I u n o, bei den Griechen Here, die höchste und mächtigste Gottheit der Grie-chen und Römer nach dem Jupiter (griech. Zeus ), war die Schwester und Gattindesselben und eine Tochter des Kronos (Saturn) und der Rhea. Arkadien , Argosund Sanios rühmten sich, ihre Geburrsörter zu sein. Nach Homer wurde sie vomOkeanos und der Thetis, nach Andern von den Hören erzogen. Die Vermäh-lung des Jupiter mit ihr auf der Insel Kreta wurde durch die Anwesenheit allerGötter verherrlicht. Nach Homer umarmte Zeus die Here ohne Wissen ihrer Äl-tern; auch soll er sie, nach A., durch List errungen und auf der Insel Wamos ge-heirathet haben. Nachdem er sie nämlich schon lange geliebt hatte, ohne Gegenliebezu finden, sah er sie einst, von ihren Begleiterinnen getrennt, auf dem Berge Thronaplustwandeln und sich hier niederlassen, um auszuruhen. Jetzt schickte er ein schweresGewitter und stürzte sich während desselben in Gestalt eines von Nässe und Kältezitternden Kuckucks zu ihren Füßen nieder. Mitleidig nahm sie das arme Thier inihren Mantel, welches sich aber in seine wahre Gestalt umwandelte und ihr die Eheversprach, um ihre Umarmung zu erhalten. Die Ehe dieser beiden Gottheiten warkeine glückliche. Die stolze, herrscbsüchtige und eifersüchtige Juno konnte die öftereUntreue ihres Gemahls nicht gelassen ertragen; er aber behandelte sie mit aller Här-te, die in ältern Zeiten überhaupt der Mann sich gegen die Frau zu erlauben pflegte.Die alten Dichter, besonders Honier, geben uns davon viele Beispiele. Als Junoden Hercules, ihres Gemahls Liebling, durch Wturm nach Kos verschlagen hatte,ward er so ergrimmt auf sie, daß er ihr die Hände band, ihre Füße mit 2Ambosenbeschwerte und sie so schwebend im Olymp anknüpfte. Keiner der übrigen Göttervermochte ihr zu helfen. Als sie während des trojanischen Kriegs den Jupiter einge-schläfert hatte, um während seines Schlafs den Griechen Sieg zu verleihen, entgingsie nur mit vieler Mühe den Schlägen, welche ihr Jupiter bei seinem Erwachen zu-gedacht hatte. In den ältesten Gedichten wurde Juno als eine dem Hercules feind-liche Gottheit geschildert, die ihm schon bei seiner Geburt unheilbringend erschien und