Karl Eduard Stuart Karl IV. (König v. Spanien ) 75
auf den Kaiserthron entwerfen, sowie auf das Königreich Evpern, das er erobernwollte, und aufMaeedonien, dessen von den Türken tvrannisirte Bewohner ikm dieHerrschaft antrugen. Die Genfer waren genöthigt, ihre -L tadt 1602 gegen dieMassen dieses Fürsien zu vertheidigen, der sie mitten üu Frieden bei Nacht überfiel.(S. Genf.). Heinrich IV. , dersich ebenfalls über ihn zu beklagen Hütte und ihnmehre Male durch den Herzog von LeSdiguiäre schlug, gesiand ihm zuletzt einen nichtunvortheilhasten Frieden zu; aber Karl Emanucl, sielS unruhig, fing noch einmaleinen Krieg mit Frankreich, Spanien und Deutschland an. Er siarb aus Kummerzu Savillon 1630. Ehrsucht führte ihn auf Abwege, die eines großen Fürsien un-würdig sind. Es gab keinen verstocktern Menschen, als er war. Man konntesagen, sein Herz war, wie sein Land, unzugänglich. Er erbaute Paläsie undKirchen, liebte und betrieb die Wissenschaften; aber er dachte wenig daran,Glückliche zu machen und selbst glücklich zu sein.
Karl Eduard Stuart, s. Eduard.
K a r l E u g e n, Herzog von Würtemberg, der älteste Sohn Karl Alexan-ders, geb. den I I.Febr. 1728, erhielt die HerzvgSwürde bereits 1737, und standwährend seiner Minderjährigkeit unter der Vormundschaft der Herzoge Karl Ru-dolfund Karl Friedrich, bis Kaiser Karl VII. ihn im 16. Jahre seines Alters fürvolljährig erklärte. Karl Eugen war ein Fürst von großen Geistesanlagen; aberim ersten Feuer seiner Jugend richtete er seine Kraft auf Pracht, sinnlichen Genußund Schauspiele aller Art. Die Summen, welche er für Theater, Bälle, Jagten,kostbare Reisen und an seine Main essen verwendete, überstiegen bei weitem dwKräfte WürtembergS. Um Hülfsmittel zu finden, wurde ein schändlicher Dienst-handel betrieben; Karl Eugen erbot sich beim Anfange des fieberst. KriegcS freiwilligund ohne Veranlassung zum Kriege gegen Preußen, und rückte mit einem Heer von14,000 M., dessen Aufstellung die Unterthanen fast zur Verzweiflung brachte, inSachsen ein. Die alten beschworenen Verträge zwischen Fürst und Volk wurdenwenig beachtet. Die Landstände suchten nach dem Kriege bei Kaiser und ReichSchutz und Hülfe und wandten sich insbesondere an die protestantischen Mächte;aber erst 1770 kam durch die Vermittelung des preuß. Hofes ein Vergleich zwischendein Herzoge und den Ständen zu Stande. Die Jahre der Leidenschaft warennun auch verraucht, und von diesem Zeitpunkte an suchte der Herzog durch Mäßi-gung und Einschränkung seines Aufwandes und durch nützliche Einrichtungen diedeni Lande geschlagenen Wunden zu heilen. Er wandte auf die Veredlung desWeinbaues und der Landwirthschaft die größte Sorgfalt. Durch die Anlegungtrefflicher Kunststraßen beförderte er den innern Verkehr. Er erweiterte das Gebietdes Herzogthums auf rechtlichem Wege durch Kauf. Die Erbauung der prächti-gen Lustschlösser Solitude und Hohenheim, die Verschönerungen von Ludwigsburg und Stuttgart und andre Bauunternehmungen gaben dem Kunsttalente und derLandesthätigkeit Beschäftigung und Nahrung. Künste und Wissenschaften er-hielten von Karl Eugen die größten Unterstützungen. Stuttgart war der Sitz dertrefflichsten Künstler, und aus den Lebranstalten des Landes gingen die ausgezeich-netsten Gelehrten hervor (Spittler, Schiller u. s. w.). Unter diesen Institutenwurde die Militärakademie in Stuttgart besonders begünstigt. WissenschaftlicheBildung, wahre Aufklärung und äukerer Wohlstand waren die Folge von dem Allen.Karl Eugen verlebte, von seinem Volke angebetet, in stiller philosophischer Ruhedie letzten Jahre seines Lebens auf seinem Lusischlosse Hohenheim . Er starb am24. Oct. 1793 und hinterließ die Regierung seinem Bruder Ludwig Eugen .
Karl IV., König von Spanien, geb. zu Neapel den 12. Nov. 1740, kam1759, als sein Vater Karl III. durch den Tod seines Bruders Ferdinand VI. aufden spanischen Thron berufen ward, nach Madrid , und folgte demselben am 13.Dec.1788 in der Regierung. Er war vermählt mit der Prinzessin von Parma, Louise