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Kaufmann (Angelira)
gegangen, als Blücher Nachmittags vonl siegenden rechten Flügel her, an derSpitze der russischen Reiterei mit beschütz und Fußvolk auf Macdonald stürzte unddas seiudliche Mitteltreffen zerriß. Man schlug sich mit blanken Waffen, da keinGewehr loSging. Ei» Viereck sranz. Grenadiere wurde von dem brantenburgerBataillon, das 200 M. verlor, binnen 20 Minuten mit dem Bolden zu Boden ge-schlagen. So ward des Feindes Schlachrlinie durchbrochen.^ Als nun Blucher mit der Reiterei dem vorgedrungenen Lauriston in die Flanke siel, milchte sieb imfurchtbaren Todeskampse preuß. und sranz. Reiterei, 8000 M. Nach einer Vier-telstunde entschied BlUcher'S altritterlieber Muth und die Heldenkrast seiner begei-sterten Scharen den Sieg. Der Feind ward mit Roß und Mann und unter demRufe: Drauf und dran! in die wüthende Neisse und in die Katzbach gestürzt. Antfolgenden Tage schlug man das fliehende Heer bei Liegnitz; Blücher trieb es bishinter' Goltbcrg; am 28. ward es bei Löwenberg geschlagen. Durch die ange-schwollenen Bergströme aufgehalten, traf Gen, Pacihod, der am 24. von Löwen-berg aus über Schönau gezogen war, um dem verbündeten Heere bei Iauer in denRücken zu kommen, zu spät in der Gegend des Kampfplatzes ein, Da er sich nunnicht bei Hirschberg aus das linke Boberufcr retten konnte, zog er am rechten hinabbis gegen Löwenberg. Hier stieß er auf Längeren. Zwar setzte er sich auf denHöhen von Plagwitz , aber sein 8000 M, starker Haufe ward vernichtet, und erentkam den 30. mit nur '00 M> zu Macdonald. Vergebens wollte dieser den 29.mehre Brücken über den Bober schlagen, Er wurde Nachmittags angegriffen undentfloh in der Nacht voM 29, auf den 30. mit kaum 12,000 M. über den Bobernach Görlitz . Der ausgetretene Fluß hemmie die weitere Verfolgung. Dies warder Sieg an der Kahbach, Die Verbündeten »ahmen 103 Kanonen, 2 Adler, 250Munirionüwagen, deöFeindesLazareth, Gepäck, Feldschmiedenund Mehlvorräthejdabei machien sie 18,000 Gef. nebst einem Divis-und 2 Brigadegen. Schlesien war befreit. Hierauf trieb der graue Feldherr den Feind bis züm I.Sept. über denQueiß und die Neiffe. Blücher blieb bei Görlitz aus dem rechten Neiff.ufer stehenund vereinigte sich mit den Istreichern unter Bubna. Dadurch Ward auch Böh-men frei gemacht; undPoniawwSki, der bis Reichenbei'g vorgedrungen war, mußtesich den 11. Sepi. in die feste Stellung bei Stolpen zurückziehen, K.
Kaufmann (Angelica), eine berühmte Malerin, geb. d.30. Oct. Illl ZuChur in Graubündten, erhielt von ihrem Vater, der ein herumziehendes Leben führte,bei der Geburt der Tochter aber bischöfl. Hofmaler war, den ersten Unterricht imZeichnen und Malen. Früh entfaltete sich ihre Neigung zu allem Schönen; sieliebte die Musik, und in der Malerei machte sie unter ihrem Vater, der selbst nurein mittelmäßiges Talent besaß, die bedeutendsten Fortschritte. Bald hatte sieihren Vater und Meister übertreffen. Auf ihrer ersten Reise nach Italien , wo sie,von ihrem 13. I. an bis 1189, zu Mailand, Florenz, Rom und Neapel lebte, er-hob sich ihre Kunstfertigkeit zur Meisterschaft. Dann ging sie nach London , wosie die königl. Familie malte Und dadurch sowol ihren Ruf als ihre GlücksumstäNdenoch fester gründete. Sie ward daselbst Zum Mitgliede der königl. Akademie derKünste aufgenommen und ging auch hier ihre erste unglückliche Ehe ein, von wel-cher Folgendes erzählt wird. Während ihres Aufenthalts in London bewarb sichein englischer Künstler um ihre Hand. Durch eine abschlägige Antwort erbittert,sann er auf Rache. Ein schöner, aber aus den Hefen des Volks gewählter Menschward in den Stand gesetzt, in Angelicas Hause zu erscheinen und sich um ihre Liebebewerben zu können. Sie ließ sich täuschen, reichte dem Abenteurer ihre Hand,und der verschmähte Künstler entdeckte den ihr gespielten Betrug. Angelica wardnun zwar geschieden, mußte jedoch ihrem Manne, der indeß bald darauf starb, einejährliche Pension geben. Nach ihrer Rückkehr nach Rom (1182) verheirathcte siesich zum zweiten Mal glücklicher mit einem venetianischen Maler, Zucchi, welche