Band 
Sechster Band. K bis L.
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Keläno Kellgrcn

men gebrandschatzt, und ich habe siebzig Dukaten bei ihm gefunden!" Friedrich derGroße ließ ihm m Berlin auf dem Wilhelmsplatze eine Marmorstatuc errichten.

KelLno, eine der Harpyen (s. d.).

Keller (Johann Balthasar), Erzgießer, geb. zu Zürich 1638, widmete sichdieser Kunsi zu Paris in der blühendsten Zeit der Regierung Ludwigs XIV. Baldzeichnete er sich durch die Kühnheit aus, mit welcher er den Guß der bedeutendstenStücke unternahm. Gegen das Ende des 17. Jahrh, verfertigte Girardon das Mo-dell einer Reikerstatue des Königs von 21 F. Höhe. Bis dahin waren die StatuenMarc Aurel's , Ccsmusvon Medici, Heinrichs IV. und Ludwigs XIII. in einzelnenStucke» gegoffen worden; K. unternahm es, jene Statue in einem einzige» Gussezu gießen. Dieses Merk macht» K. ebenso viel Ehre als Girardon. Der König ließihn belohnen und übertrug ihm die Aufsicht über die Stückgießerci des Zeughauses.Er starb 1702. - Sei» Bruder, Johann Jakob K., geb. 1635, welcher 1700in s. 65. I. zu Kolmar starb, war ebenfalls ein geschickter Künstler im Gießen .

Ke^lermann, Herzog v.Valmy, Marschall und Pair v.Frankreich , geb.1735 in SiraSburg, trat als Husar 1752 bei der Legion Conflang in Dienste undmachte die ersten Feldzüge dessiebenjähr. Krieges mit. 1758 wurde er seines tapfernVerhaltens wegen zum Ofsicier ernannt. öLo durchlief er alle Dienstgrade bis zumMarechal de Camp. Beim Ausbruch der Revolution zeichnete er sich durch Patrio-tismus und verständiges Betragen in einem solchen Grade aus, daß die Bürger vonLandau, wo er sich in Garnison befand, ihm eine Bürgerkrone überreichem. NachAusbruch des Krieges erhielt er das Commando der Moselarmee, vereinigte sich imSept. mit der Hauptarme« unter Dumouriez , und hielt am 20. S-pt. 1702 denberühmten Angriff des Herzogs v. Braunschweig aus. Diese sogen. Kanonade vonValmy bestimmte die Alliieren zum Rückzug und entschied nicht bloß den ganzenFeldzng, sondern vielleicht Europas Schicksale und Frankreichs Waffenherrsehaftbis 1813. K. erhielt in den nachfolgenden Kriegen Frankreichs vielerlei General-connnalidos. Napoleon überhäufte ihn mit Ehren »nd gab ihm den Iohannis-berg als Dotation. Nach der Restauration der Bourbons wurde er in die Pair?-kammer ernannt, wo er sich als Vertheidiger der öffentlichen Freiheit bewährte. Erstarb am 12. Sept. 1820 in dem Alter von 85 I. In seinem letzten Willen hatteer verordnet, daß sein Herz auf dem Schlachtfeld« von Valmy sollte begraben undder einfache Denkstein mit folgender Inschrift bezeichnet werden: tui mn> moi tspste»ieiuieinont les luuvcs <>>i> e>nt knnve. In Inme «: an 20. 8rpl. 1792. I n«nlelat, giii avait l'lioniieui <It! ft'5 eonimainler elans cetle ineninrable ffnn IN e,le inareolial köellerin.in», ckuo clc Valniv. «lielant, apren 28 au5, se» <ler-nicreii vvlnntc-i, a veinln ezue nein cneur knt plaeü an Milieu ck'eux, DieseHandlung fand am 20. Oet. 1820 auf eine feierliche Weise statt.

Kellgren (Heinrich), schwedischer Dichter und Literator, geb. 1751 inSchonen, studirte auf der Universität Abo. In Stockholm nahm Gustav UI. seinpoetisches Talent in besondern Schutz gegen seine Feinde und Neider, und erhob ihnüber die Sorgen für seine bürgerliche Lage. K. war einer der Ersten, die zum Mit-glied« der vom K. Gustav 1786 gestifteten Akademie der Wissenschaften in Stock-holm ernannt wurden. Von dieser Zeit an widmete sich der Dichter besonders demStudium derGeschichte. Aber angestrengte Thätigkeit bei einem schwächlichen Kör-per kürzte sein Leben. Er starb 1795 zu Stockholm . Sei» Grab bezeichnet die In-schrift: I'oel»e. plnlivnph.. ainiiai In^enies aniici.äi. wird ini gan-

zen Norden als einer derphantasiereichsten Dichter geschätzt. Sein Geist hatte Tiefeund erfaßte sinnig jeden Gegenstand. Eine GesammtauSgabe s. Dden, Tragödienund lyrischen Gedichte erschien nach s.Tode i» Stockholm ; darin befinden sich auchs. Übersetzungen mehrer Oden des Horaz und Tibull, und einiger Sacken von Vol-taire , sowie s.Versuch über Moralphilosophie". Mehre Jahre reLigirre K. den