Band 
Sechster Band. K bis L.
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Knoten

Knipperdolling

Schlag mit dem bloßen Degen auf die Schulter gibt, mit den Worten:Stehauf, Herr!" (ilse, !) Eine bedeutendere Würde ist die des Bannerkerrn,k ir;>>t->>»n»krei, welche eigentlich nur auf dem Schlachtfelde vomKönig eriheiltwerden kann. Hierher gehören auch die Ritter der 4 engl. Orden: vom blauenKniebande, des heil. Andreas (oder von der Distel) für Schottland , des heil Pg-trik für Irland , und vom Bade. L1.

K n i p p e r d o l l i n g, s. Taufgesinnte.

K nobelsdorf (Hans George WcnceslauS, Freiherr«.), ein architekto-nisches Genie, geb. 1K91, stieg in k. preuß. Kriegsdiensten bis zum Hauptmann,nahm 1130 seinen Abschied , um sich der Malerei und Baukunst zu widmen, undmachte eine Reise nach Italien und Frankreich , durch die er seinen Geschmack bil-dete. Hierauf begab er sich zu Friedrich II. , damals Kronprinzen, dem er an Ma-lerei und Baukunst Geschmack beibrachte und von ihm späterhin zum Oberaufseheraller königl. Gebäude und zum Geh. Finanzrath ernannt wurde. Er starb 1153zu Berlin . Unter so manchen von ihm aufgeführten Gebäuden bleibt besondersdas Schloß Sans-Souci ein Denkmal seines Ruhmes; den Thiergarten zu Ber-lin hat er gleich beim Antritte der Regierung Friedrichs II. uugemein schön ange-ordnet. Man hat auch gute Bildnisse und Landschaften von ihm. Von diesemManne, der mit einem großen Geiste Treue und Redlichkeit verband, sagte einZeitgenosse, daß, wenn er den Verstand als Person malen solle, K. ihm dazusitzen müsse. Friedrich ll. schrieb selbst sein Ehrengedächtniß, welches in denMe-moiren der Akademie" (Thl. 8) gedruckt ist.

Knochen (Gebeine), die härtesten und festesten Theile des thierischen Kör-pers, mache» die Grundlage derjenigen Thiere aus, welche mit Wirbeln versehensind, also der Säugthiere, Vogel, Amphibien und Fische, und werden in ihrerGesammtheit das Skelett genannt. Im Anfange sind sie weich und knorpelariiz,und die Knochenmasse geht in ihnen von einzelnen Punkten (Knochenkernen) aus.Gegen Ende des zweiten Monats bemerkt man im Embryo diese Knochenkerne,und zu Ende der Reife völlig ausgebildete Knochen. Nach der Geburt bilden sichdie Knochen immer mehr aus und haben in gemäßigten Erdstrichen beim Menschenzwischen dem 15. und 20. Jahre ihre Vollkommenheit erlangt. Von hier an biszum 50. Jahre verändern sie sich nicht sonderlich, obgleich ihnen nicht ganz dieselbeForni bleibt. Nach dieser Zeit werden sie zerbrechlicher, dünner und leichter. AlleKnochen der Thiere aus den beiden ersten Classen sind äußerlich auf und dicht unterihrer Oberfläche dichter und fester, nach Innen zu lockerer. Ihre Substanz ist, dieZähne ausgenommen, fast einerlei, und nur die Zusammenfügung oder DezHin-dung der feinsten Knochentheilchen zu einem ganzen Knochen ist zellig, und allesind, außer den Zähnen, mit derBein-und Knochenhaut überzogen, welche letztereaus dichtem Zellstoffe, aus Schlag-und Blutadern und aus Saugadern besteht.Diese Beinhaut dient zur Erhaltung und Ernährung des Knochens. Bei denKnochen, welche inwendig hohl sind, trifft inan eine andre Materie, nämlich dasMark oder Knochenfett an, welches durch Arterien, die überall in die Knocheneindringen, abgesondert wird und wahrscheinlich dazu dient, die Knochen in einemgeschmeidigen Zustande zu erhalten. Durch anhaltendes starkes Kochen im Was-ser, besonders im papinianischen Topfe, oder durch Auflösung des erdigen Theilsin einer mit vielem Wasser verdünnten Salpetersäure kann man die Knochengallerteabscheiden. Das Pf. Knochen gibt fast 2 Unzen Taschenbouillon , Fleisch dagegennur die Hälfte. Die Knochenerde erhält man durch das Verbrennen oder Ver-kalken der Knochen. Die Lehre von den Knochen wird Osteologie genannt.

K n o t e n (in der Astronomie), die beiden Punkte, in welchen die Bahnender Planeten, Nebenplaneten und Kometen die Ekliptik an der scheinbaren Him-melskugcl durchschneiden. Sobald jene Himmelskörper auf ihrer Laufbahn um