Band 
Sechster Band. K bis L.
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Konstantin der Große

in Dien und erhielt vom Kaiser Franz ein Kürassierregiment. Hierauf ordnete erdie Angelegenheiten des neuen Königreichs Polen . Er wurde nach und nach zumMiliiairgouvcrneur und Generalissimus der polnischen Truppen und zum Deputir-ten auf dem Reichstage ernannt. Er residirt zu Warschau mit großem Glanz.Durch den Mas vom 2. April 1820 ward er von seiner Gemahlin, einer Prinzessinv. Koburg, welche zu Elfenau bei Dei n lebt, geschieden und vermählte sich den 21.Mai 1820, linker Genehmigung deSKaisers, mit euier polnischen Gräfin, JohannaGrudzinSka (geb. 29.Spt. 1199), die d. 20. Juli vomKaiser, nach den in der Wonwodschaft Mosovien gelegenen und dem Großfürsten geschenkten Gütern, zu einerFürstin von Lowicz erhoben wurde, mit der Bestimmung, daß dieKmderauS dieserEhe denselben Titel führen sollten. Vor der Vermählung ward durch einen Mas alsReichsgrundgesitz festgestellt, daß Kinder kaiserl. Prinzen und Prinzessinnen, teilenvon mütterlicher -Leite die Abstammung einer regierenden Dynastie fehle, auf denThron keinen Anspruch hatten. Der Cäsarewiisch hatte bei Lebzeiten s. Bruders,Alexanders >., der Thronfolge in eine,' geheime» Actevoni 11. Jan. 1822 ein sagt;nach dem Tode dieses Kaisers ward er zwar abwesend den 9. Dec. 1825 >» Peters-burg zum Kaiser ausgerufen; da er aber in Warschau bei seiner Entsagung ver-harrte, so blieb fein jüngerer Bruder Nikolaus Alexanders l. Nachfolger. Der Cäsa-rewiisch war bei der Krönung desselben in Moskau , den 3. Sept. 1826, zugegen.Nach der Krönung des Kaisers NicolauS als König von Polen in Warschau , imMai 1829, erhielt er von dem Kaiser für sich und seine Erben 1 ehemals zumFurstenthum Lowicz gehörige Dkonomieaniter schuldenfrei geschenkt.

Konstantin (E. Flavius Valerius Anrelnis Claudius), mit dein Bei.namen der Große, Sohn des Kaisers ConstantinuS Chlor»? und der Helena ,geb. 214. Als Diokletian Konstantins Vater zum Milregenten ernannte, bedielter den Lohn als Geisel an seinein Hofe, ließ ihn aber mit Sorgfalt erziehen.Nachdem Diocleiian und MariniiaiiuS Herkules die Regierung niedergelegt hatten,flüchtete sich K., um des Galerius Nachstellungen zu entgehe», nach Britannien zuseinem Vater. Nach dessen Tode ward er von den Soldaten (306 »ach Edr.) nunKaiser ausgerufen. Galerius weigerte sich zwar. ihn als Augustus anuierkennen,und bewilligte ihm nur den Titel Casar. K. nakm aber dessenungeachtet die Län-der seines Vaters, Gallien , Hispanie» und Britannien, in Besitz. Er schlug dieFranken, welche damals Gallien verwüsteten, machte zwei ihrer Anführer zu Ge-fangenen, ging über den Rhein , überfiel und zerstreute sie. Bald darauf richtete erseine Waffen gegen Maxentius , der sich mit ManminuS wider ihn verbundenhatte. Auf dem Heerzuge nach Italien erblickte er, wie man erzählt, ein flammen-des Kreuz unterhalb der Sonne, mit der Inschrift: I» In,,- schon viuul-s (Mitdiesem Zeichen wirst du siegen). In der darauf folgenden Nacht aber erschien ihmChristus selbst und befahl ihm, eine Fahne in Gestalt jener Lichtsäule zu führen,die er gesehen hatte. K. ließ nun eine Fahne in Kreuzesform verfertigen, welcheLabarum genannt wurde. Einige Tage darauf (21. Ocr . 312) schlug er unter denMauern Roms da? Heer des Maxentius, welcher auf der Flucht in die Tiber stürzte.K. zog triumphirend in Rom ein, setzte Alle in Freiheit, die durch die Ungerechtig-keit des Maxentius eingekerkert waren, und begnadigte Alle, die gegen ihn Parteigenommen hatten. Der Senat erklärte ihn zum ersten Augustus (obersten Kaiser)und PoniifexMaximus. 313 gab er, nebst LiciniuS , das merkwürdige Toleranz-edicr zu Gunsten der Christen. Jedem wurde freigestellt, sich zu derjenigen Reli-gion zu bekennen, die er seiner Denkungsart am angemessensten fand z den Chri-sten aber wurden die Güter zurückgegeben, die man ihnen während der Verfolgun-gen genommen harke. Sie durften nicht nur nicht verfolgt, sondern auch von denöffentlichen Ämtern nicht ausgeschlossen werden. Dieses Edict bezeichnet den Liegdes Christenthums und Sturz des Heidenthums. K. hatte seine Schwester mit