248 Koppeljagd Kopten
Koppelsagd, die Jagd auf gemeinschaftlichem Gebiete.
Koppel wirthschaft, s. Ackerbau.
Koppen (Friedrich), k. bair. Hoftakh, l). und Pros. der Philos. in LcndS-hut, seit 1821 in Erlangen, geb. am 21. April 1115 zu Lübeck , wo ihm sein Vater,lukh. Prediger daselbst, den ersten Unterricht in alten und neuen Sprachen ertheilte,besuchte die lübeckische Katharinenschule und ging 1193 nach Jena , um sich derTheologie zu widmen. Er hörte dort die philos. Vorlesungen von Reinhold undFichte, die theologischen von Grieabach u. A . Weil damals die Philosophie nut be-sonderm Glanz in der deutschen Literatur hervortrat, ward er von dieser Wissenschaftin eigner Weise angezogen. (S. den 1. Th. s. „Vertrauten Briefe üb. Bücher undWelt",) Michaelis 1196 besuchte er Göttingen , wo vorzüglich Spittler und Lich-tenberg seinem Geiste Nahrung gaben. Hier gewann er den damals zuerst ausgc-sehten homiletischen Preis — eine Medaille, 25 Dukaten werth — durch s. „Pre-digt über die Vergebung der Sünde". Darauf schrieb er eine „Abhandlung überOffenbarung", in Beziehung auf Kank'sche und Fichte'sche Philosophie (n. Aufl.1802). Nachdem er von Ostern bis Michaelis 1191 die Schweiz bereist hatte, um,wie er im 2. Th. der „Vertrauten Briefe ic." erzählt, seinem Kunstsinne Nahrungzu geben, kehrte er nach s. Vaterstadt zurück und ward Candidat des Predigtamts.Hier entstanden die FreundschaftSverhältniffe mit dem Philosophen F. H. Jacobi ,wodurch ein philos. Werk: „Vchelling'S Lehre, oder das Gänze der Philosophie desabsoluten Nichts, nebst einer Zugabe von Briefen Jacobi's" (Hamb . 1803), imDruck erschien, welchem ein Band „Predigten", „Vermischte Schriften" u.a. m.folgten. Wegen der Bedeutsamkeit jenes Kampfts gegen die damals hochgeprieseneNaturphilosophie knüpften sich allerlei literarische Verbindungen an, welche derThätigkeit des jungen Mannes willkommene Anregung gaben. — 1801 ward ervon der reform. Gemeinde der St.-Ausgariikirche zu Bremen als luth. Predigerangestellt, damit die im Kirchspiele wohnenden luth. Einwohner Gelegenheit zumgemeinschaftlichen Gottesdienste fänden. Man ordnete auf schickliche Weise dieFeier des Abendmahls, und die rcform. Pfarrer, unter denen sich der sel. Häftli be-fand, wirkten in guter Eintracht mit ihrem luth. Amtsbruder. S. K.'S „Philo-sophie des Christenthums" (Th. 1, S. 215 fg.). Im Frühling 1801 folgte K.dem Rufe an die Universität Landshut, und fand in München seinen Freund Jacobials Präsidenten der Akademie der Wissenschaften, mit welchem die in Holstein ge-schlossene Verbindung bis an dessen Tod fortdauerte. Seitdem hat K. durch Vorle-sungen und Druckschriften für Verbreitung des Lichts und der Wahrheit gewirkt;er ist deßhalb von Vielen, besonders von Anhängern der römischen Curie, angefoch-ten worden. In demselben Geiste, wie sein früheres Werk gegen die Jdentitätslehreoder Naturphilosophie, sind auch seine spätern Schriften verfaßt, und den verschie-denen Formen des Pantheismus fremd, welche in philos. und auck theol. Werkenunsers Jahrhunderts wiederkehren. An der seit einigen Jahren in München erschei-nenden „Literaturzeitung" war K. Mitarbeiter; auch hat er in seiner „OffenenRede über Universitäten" für diese ehrwürdigen Institute freimüthig gesprochen.Hauptwerke während seiner akademischen Wirksamkeit sind: „Darstellung desWesens der Philosophie" (Nürnb. 1810): „Philosophie des Christenthums"(Lpz. 1813, 2Thl.); „Politik nach Platonischen Grundsätzen, mit Anwendungauf unsere Zeit" (Lpz. 1818); „Rechkslehre nach Platonischen Grundsätzen ic."(Lpz. 1819); „Vertraute Briefe über Bücher und Welt" (Lpz. 1820—23,2 Thle.).
Kopten sollen Nachkommen der alten Ägypter, nach Regnier Abkömm-linge der alten Priesterkaste, sein. Sie wußte» unter jeder fremden Herrschaft dieganze Verwaltung des Landes und besonders die Erhebung sowol als die Berech-nung der Abgaben zu behalten, und haben sie noch, weil sie die genaue Kunde des