Labrador
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Labyrinth
wirkt. S. „lliit. sid^iigue. civile. poliligne et inorile ilrk piriron« ckrk'mni'i!"veranlaßte eine wesentliche Verbesserung derselben; endlich hat s. Abhandlung überdie bessere Anlegung von Wasserleitungen, die zweckmäßigere Bauart der Schleu-sen, Anlage von Brunnen und TrottowS, die Aufmerksamkeit der Behörden aufdiese Gegenstände gelenkt. 1826 fg. machte er eine Reise nach Kleinasien, Ägyp-ten und Griechenland , von wo er, zum Mitglied der Wahlkammer 1828 gewählt,nach Frankreich zurückkehrte. Sein Sohn Leon de Laborde blieb in Palästina zu-rück und machte 1828 Reisen in Arabien, dann in die ägypt. Provinz Fayum ,wo er das Labyrinth, den See Möris, die Natronseen rc. untersuchte.
Labrador (Neubritannien , das Land der Eskimos, 50 — 62° N. Br.),eine 21,500 llM. große Halbinsel des nördl. Amerika , die der Portugiese KasparCortereal 1500 entdeckt, und wohin Martin Forbisher 1516 die erste Reise unter-nommen hat. Sie ist gegen N. durch die Hudsonsbai von den Ländern unter den«Nordpole abgesondert und wird gegen O. durch das NorLmeer, gegen S. durch Ka-nada und gegen W. durch noch unbekannte Länder begrenzt. Sie gehört zu dembritischen Gouvernement Neufundland und wird gegen S. von den Eskimos(s. d.) (etwa 15,000 Seele») bewohnt. Die Luft ist überaus kalt, und das Landwegen seiner großen Gebirge und Wälder nur an den Küsten bekannt. Es gibt hier6 Factoreien engl. Kaufleute von der Hudsonsbaicompagnie, deren Sitz in Lon-don ist. Die bekannten Labrador st eine (eine Art Feldspath , welcher derHauptfarbe nach grau ist, dessen Fläche aber, in verschiedenen Richtungen ge-gen das Auge gewandt, die mannigfaltigsten Farben spielt), Walisische, See-hunde, Bären, Wölfe, Füchse, Biber, Rennthiere, Lachse, Stocksische, Seevö-gel, Marienglas, Eisen, Kupfer, Schwefel, Reis, Krystall sind die einzigenGegenstände des hiesigen Handels. In den neuern Zeiten haben sich Missio-nen von evangelischen Brüden, hier niedergelassen.
Labyrinth (Irrgarten), bei den Alten ein Gebäude, welches eine solcheMenge gegeneinanderlaufender Gänge und Zimmer enthielt, daß nian sich darinleicht verirren konnte. Das ägyptische Labyrinth, unter allen das berühm-teste, befand sich in Mittelägypten , oberhalb des Sees Möris, nicht weit von Kro-kodilopolig, in der Gegend, welche jetzt Fayum heißt. Nach Einigen soll es vonden 12 Fürsten (650 vor Chr.), nach Andern von PsammitichuS, nach Andernvon Ismandes, der daselbst auch begraben liegen soll, erbaut worden sein. Esist allem Vermuthen nach ein Grabmal gewesen. Das Gebäude, halb über, halbunter der Erde, war eins der schönsten der alten Welt und soll 3000 Säle oderZimmer enthalten haben, deren Einrichtung eine architektonisch-symbolische Dar-liellung des Thierkreises und des Sonnensystems gewesen zu sein scheint. 'Alle dieseSäle waren von einer gemeinschaftlichen Mauer eingeschlossen und ringsherum mitSäulen umgebe», die Wege aber, welche zu den Palästen führten, so verwickeltangelegt, daß kein Fremder ohne Führer sich herausfinden konnte. In den unternZimmern sollen die Särge der Erbauer des Labprinths und der heil. Krokodile auf-bewahrt worden sein, die obern Zimmer aber anKunst und Pracht alle andre mensch-liche Werke übertrosfen haben. Jetzt sollen in diesem Labyrinthe nur noch 150 Zim-mer zugänglich sein, Schutt und Finsterniß aber den Eingang in die übrigen ver-bieten. — Über den innern Bau und die Bestimmung des kretensischen Laby-rinthes wissen wirnoch weniger. Die alten Schriftsteller meinen, es sei diese un-terirdischeHöhle von DädaluS nach einem verjüngten Maßstabe des ägyptischen, aufBefehl des Minos, der den MinotauruS einsperrte, erbaut worden. Nach A. war esein Tempel des Letzter». (S.Bötriger'sAufsatz im „Kunstblatt", 1816, St. 1.) —Das Labyrinth zu Clusium war vom Könige Porsenna , wahrscheinlich zuseinen, eignen Grabmale, erbaut worden. Es war viereckig, von Ldtein, und hatte50 Fuß in der Höhe, 30 auf jeder Seite in der Breite. An jeder Ecke stand eine