Band 
Sechster Band. K bis L.
Seite
383
JPEG-Download
 

LaörteS

Laeryinci Christi

88

O

stcn Adressen sowol an den Convent als an die fran; Wahlversamnilungen. Alleinam 13. Vendemiaire setzte Bonaparte diesen Bewegungen ein Aiel. Dennoch derdamaligen Opposition zugethan und für sie wirkend, wurde L.nach dem 18.Frcti-dor arretirt und 2 Jahre gefangen gehalten. Nach dem 18.Brumaire brauchte ihnIchpoleon in mancherlei Geschäften. 1813 erhielt er Esmenard'S stelle im Na-tionalinsiitute und 1816 die Präsiden; der franz. Akademie oder der 3. Classe desInstituts. Die geschichtlichen Vortrüge, welche er als Pros. der Geschichte an derpariser Universität hielt, gehörten zu den besuchtesten. Als Geschichtschreiber istihm eine schimmernde Diction eigen; seine Gedanken haben wenig Kraft und Tiefe.Mehr noch als s.Ilinloiro sie In 1 r:>iice au XVlIIme <ü,'<:ie" (14 Bde., 1826,oder der 8. Bd.ss.llist. <>e I» revnlut. kraue.") wird s.Iliiit. >le braune z>ei>-Aaut le« ^nerrer sie reiiglou" geschätzt. Erstere ist, jedoch nicht vollständig, vonSander, diese von Kiesewetter ins Deutsche übersetzt. Seinen frühern philos. An-sichten hat L. entsagt. In s.Ulrtulre <1e I'a88en>1>lce eou8tlluau>e" tritt erganz auf die Seite der Ultras und Obscuranten. Dieser so gefällige Geschichtschrei-ber war lange Censor im dramat. Fache. Man nannte ihn die Etütze der sogen.,,8uciete ,Ie8 I,ouue8 lettrc»". Ludwig XVIll. hat ihn geadelt. 1827 nahmihm das Ministerium die Censorstelle, weil er in der Akademie die Bittschrift anden König gegen das (dann zurückgenommene) Preßgeseh unterstützt hatte. 1829erschien s.Ili8t. sie lg brause rlep!>>8 la lic^tauraliou", 2 Bde. (bis 1820),worin er die Ausschweifungen des Parteigeistes weder verschweigt noch bemäntelt.

Lacrymä Christi (Christi Thränen), auch Ahränenweü, genannt,weil er, ehe noch die Trauben gepreßt werden, in Gestalt von Thränen aus derKelter läuft, ist der vorzüglichste unter den ital. Weinen, von dunkelrother Farbe,wächst am Fuße des Vesuvs bei Neapel . Auch auf mehren griech. Inseln wirdeine Art Thränenwein gezogen.

Lactantius (Lucius CoeliusFirmianuS), berühmt als Lehrer der lateiu.Kirche, als Redner und Schriftsteller, wird gewöhnlich für einen Afrikaner gehalten.Lange Zeit lebte er zu Nikomedien als Lehrer der Beredtsamkeit (Rhetor), bis ihmKonstantin der Große die Unterweisung seines ältesten Sohnes CrispuS auftrug.Er starb um 325. Seine Schriften (von Sparke, O.rford 1684; von Bünemann,Leipz. 1739; von Dufresnoy, Paris 1748, 2 Bd-, 4., und von Oberrhür,Wurzb. 1783, 2 Bde., herausgegeben) zeichnen sich durch eine lichtvolle und an-genehme Darstellung aus. Er ist wegen seiner reinen und beredten Schreibart häu-fig der christliche Cicero genannt worden. Besonders berühmt sind seine 7 Bücherluslitulioiiuln stiviuarum",

Lady ist in England der gesetzmäßige Titel der Gemahlin eines Lords,BaronetS oder Ritters. Den Töchtern derselben kömmt eigentlich nur der TitelMiß zu; indessen nennt man auch sie aus Höflichkeit Lady. Der Plural Ladies (meine Damen) wird im Allgemeinen, den Rang unbeachtet, gebraucht; ebensowie man Gentlemen (meine Herren) sagt.

Ladronen oder Diebsinseln,eine Gruppevon14span.Insel,i(58HM.)im großen Weltmeer, östlich von den Philippinen (13 20° N. D.). Ihr Ent-decker, Magellan , gab ihnen den Namen der St.-Lazarusinsel». Nach derKönigin Maria Anna von Östreich, die wegen der Minderjährigkeit ihres Sohns,.Karls ii., zuerst Missionanen dahin sandte, wurden sie die marianischen,Inseln benannt. Lie sind fruchtbar, reich an Lebensmitteln, aber wenig bevölkert.Der spanische Gouverneur wohnt auf der Insel Guam oder Agana.

La 6 rtes, Sohn des Akrisiuö und der Chalkomcthusa, wohnte der kaledn-nischen Jagd und dem Argonautenzuge bei, und heirathete hernach die Tochter desAutochkus, Euryklea, mit welcher er außer mehren Töchtern einen Sohn, denUlysses, zeugte. Er erreichte ein hohes Alter und erlebte noch die Rückkehr seines