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Lalande
Lais
Paris 1787. 2 Bde., 4., ine Franz, übersetzt). Den poetischen Theil derMalneiverstand L. vollkommen, seine Gedanken sind reizend und erhaben; er erfand mitLeichtigkeit und zeichnete sich besonders in großen, zusammengesetzten Gemäldenaus. Aus den Werken seiner Kation hatte er jene Wahrheit desColrrits und je-nen Reiz der Ausführung geschöpft, durch welche sich die niedeiländische Schuleauszeichnet; aber er übertraf jene Werke durch die Genauigkeit der Zeichnung unddurch die Wahl der Gegenstände. Glücklich in seinen (Erfindungen, wußte ersie stet? mir sorgfältigem, markigem und leichtem Pinsel auszuführen. Alle Theileseiner Kunst waren ihm gleich sehr geläufig, daher wurde er mit Recht der Poussin seiner Nation genannt. Man machte ihm jedoch den Vorwarf, seine Figuren zukurz und zu wenig graziös gebildet zu haben. Er hatte Poussin zu seinem Vorbildegenommen, und erreichte ihn in der Wahl und Anordnung der Geg »stände, abernicht in der Tiefe des Studiums, nicht in der Vortrefflichkeir der Gedanken undebenso wenig in der Kenntniß der Antike. Er arbeüete zu schnell, davon zeugtsein Apollo und die 9 Musen, welche er in einem einzigen Tage vollendete. Uorigenswar er vollkommen in der Mythologie und in der Geschichte bewandert, und beod-achtete dasCostum und die Schicklichkeit imt Genauigkeit. Die meisten seiner Ar-beiten sind Allegorien und Fabeln. Sein Colorit ist angenehm, und keine Zeichnung,ohne gerade vollkommen richtig zu sein, empfiehlt sich durch eine gewisse Nettigkeit.Er hai:e gegen 290 geätzte Blätter hinterlassen, von welchen viele Hochgestochenwürden sine. Eins seiner vorzüg'ichsten Gemälde ist Antiochus und Viraconlee, wel-ches 1781 der d,kannte Tronchm zu DelweS, bei Gens, besaß. S halte 3 Söhneund 3 Bruder, die ebenfalls Maler waren. Unter den Letzter» waren Ernst undZoh.L. gute Thiermaler, Jak. L. war ein guter Blumenmaler, der auch ein Werküber die praktische Malerei in fiamändischer Sprache geschrieben hat.
Laie, Buhlerin, Tochter der Timandra, einer Geliebten des AlcibiadeS , geb.zu Hyccarra in Sicilien, ward von dort nach Griechenland geführt, als der ach--niensische FeldherrNicias ihrVateiland verwüstete. Korinih war der erste Schau-platz, auf welchem sie ihr Talent zur Buhlerin entwickelte; hier huldigten Fürsten ,Redner und Philosophen ihren Reizen, Ganz Griechenland, sagt Prcp.rtiuS,lag vor den Thüren der korinthischen Lais . Der Philosoph Aristipp von Cyrcne(s. d.) huldigte ihr. Demosthenes machte ihretwegen eine Reise nach Korinth ,kehrte jedoch, als Lais eine Summe von etwa 1000 Thlrn. für ihre Gunstbezei-gungen von ihm gefedert hatte, ohne ihre Reize genossen zu haben, nach Hausezurück, indem er sagte: „So iheuer will ich keine Reue erkaufen'. Da sie sichüberhaupt nur zu einem sehr hohen Preise den Umarmungen ihrer Andenr preis-gab, so konnten auch nur wenige auf dieselben Anspruch machen. Dies gab An-laß zu dem Sprüchworte: „>oi, lic-'t oiunibu.-(nicht Jeder-mann kann noch Korinth gehen). Von Korinth begab sie sich nach Thessalien meinem jungen Manne, in den sie sich verliebt hatte. Hier scll üe 3t0 vor Ehr.von einigen Weibern, aus Eifersucht über ihre Schönheit, in dem Tempel d ei Ve-nus ermordet worden sein. Man errichtete ihr öffentliche Dmkmälw, scwvl anden Ufern des Peneus, als zu Korinih. Eine andre Lais, nach Pausanios eineTochter des Damasander, war eine ebenso berüchtigte Buhl-im, welche oft mitjener verwechselt wird.
Lak, s. Rupie.
Lakonien , Laken ica, Lakonismus, s. Sparta.
Lalande (Zoseph Zerüme Le Fraiwais de), Astronom und Mathematiker,Mitglied der Ehrenlegion, geb. den 11, Zuli 1732 zuBoura enBresse, studirtein Paris die Rechtsgelehrsamkeit, faßte aber beim Anblick der Sternwarte eine un-überwindliche N igung zur Mathematik und Astronomie. Er benetzte nun denUnterricht des berühmten Astronomen Lemonnier, bei dem ihm ang>dore»en Ta-