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Sechster Band. K bis L.
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Linguistik

rmden Widersacher unter den Gelehrten. Dennoch stieg sein Ruf als Autor undals Rechtsgelehrter immer fort. und mehre bedeutende von ihm durchgeführte Pro-cesse, z. B. der des Herzogs v. Aiguillon mir der Regierung, und die Criminalsachedes Grafen des MorangieS, über welche er eine vortreffliche Abhandlung schrieb,verschafften ihm die größte Anerkennung, erregten aber zugleich den Neid seinerCvllegen, die L. durch heftige Diatriben noch mehr erbitterte, in einem solchenGrade, daß eine Art von Verschwörung unter ihnen entstand, in Folge welcherkeiner mehr mit ihm vor Gericht treten wollte. Da nun das Parlament kleinlichgenug dachte, die Hand in diesen höchst verwerflichen collegialischen Umtrieben zubieten, so wurde L., dessen Erwiderungen und Ausfälle immer bitterer wurden,aus der Liste der Parlamentsadvocaten gestrichen. Nicht besser erging es ihm alspolitischer Schriftsteller. Sein 1777 begonnenes.louriuil ziolitigiie" mißfieldem Premierminister Maurepas und wurde unterdrückt. L., für seine persönlicheFreiheit fürchtend, ging nun nach der Schweiz, nach Holland und England.Zuletzt lebte er in Brüssel. Hier verschaffte ihm der Herr v. Vergennes die Erlaub-niß, nach Frankreich zurückkehren zu können; da jedoch seine Gegner neue Klagengegen ihn erhoben, so ward er mittelst eines Ictlrc cln c-xstict in die Bastille ge-setzt. in welcher er über 2 I. schmachtete, und dann auf kurze Zeit nach Rethel exilirt(1782). Erging nun von Neuem nach London und gab daselbst eine heftige Schriftgegen die willkürliche Gewalt, deren Opfer er geworden war, die er aber selbstfrüher in seinerHiüoi ie ües lois" vertheidigt halte, heraus. Dann setzte er inBrüssel seine.Vnu.ale- p<,gu<-!>" fort und wußte darin nicht allein dem KaiserJoseph ll. geschickt zu schmeicheln, sondern auch die Angelegenheit der Scbeldeschiff-fahrt in ein für Ostreich so günstiges Licht zu setzen, daß der Kaiser ihm außer-dem Adelsdiplom 1000 Dukaten schenkte. Als aber L. die Partei Da» derNovt'S (s. d.) und der brabanter Insurgenten ergriff, mußte er auf Befehl Jo-sephs ll. die östr. Niederlande verlassen. 1791 erschien er von Neuem in Paris und vertheidigte vor den Schranken des Convents die -Luche der Schwarzen aufSt.-Domingo. Spater faßte die SchrcckenSregierung Verdacht gegen ihn; seinVersuch, sich durch Flucht zureiten, mißlang. Er ward eingezogen und 1794(den 27. Juni) durch das RevolutionStribunal zum Tode verurtheilt, weil er, sohieß es in der Sentenz, den Despoten in Wien und London geschmeichelt habe.L., ein Mann von seltenem Meiste und vielen Kenntnissen, hatte kein angenehmesÄußere; wenn er aber ins Feuer der Rede gerielh, dann belebten sich seine sonstausdruckslosen Züge, und es fehlte ihm fast nie, seine Zuhörer zu gewinnen undmit sich fortzureißen. Er hat ungemein viel geschrieben, sowol über Rechtswissen-schaft als über Geschichte, Politik, Staatswirthschaft und schöne Wissenschaften;wir nennen hier nur seineIlistoiro üe« rcvolutious üc l'eli>z>ire roio.iil," (vonAugustus bis auf Konstantin), s.I'anatisiue clcs pliilonoz'lics", s. ,,'sbcütru«-üsiax»»!", s. Fortseh. derAllgem. Geschichte von Hardiyn" (den 19. und 20.Bd.), s,l.cltic5 sur la tbcorio cler lois", s.lUüinoii ei pour lo «luv ü'.Vi^uil-I»n ei lvennite älnrau^ics", s. AbhandlungDu z>lur Iieuroux Avuvcruenieiit",s.Ilünioiies sur la bastille" und vor allen f-Innsle; ziolitigue!;, civiles etlitier-iiies clu 18>>>e siccle" (1777 mit Unterbrechungen bis 1792), im Ganzen179 Nummern oder 19 Bde.; sie enthalten viel Merkwürdiges für die politischeund Likerargeschichte jener Zeit. Weniger werthvoll, jedoch ausgezeichnet durchWitz und Wchärfe, ist die Menge seiner Streitschriften.

Linguistik, s. Sprachkunde. Linguist, der sich mit Forschungen überden Ursprung, die Bildung und Verwandtschaft der Sprachen beschäftigt.

Linie (Mathematik), die Ausdehnung in die Länge ohne Breite und Dicke.Sie ist entweder gerade oder krumm. I» der Geographie und bei der Schifffahrt istdie Linie der Äquator; daher der Ausdruck: die Linie passiven. Beim Decimal -