Band 
Sechster Band. K bis L.
Seite
634
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LSI Lodi Logarithmus

geldlich zu'hqlten, auch die Übungen an Leichnamen zw leiten. Er erhielt daraufden Auftrag, ein anatom. Theater nach seinem Plan auf Kosten des Kaisers zu er-bauen, welches in seiner „Oratio clie i»»UßUl»lic»ii; IIOV» tlie.itri 3N!>I. bubils"(„Ov »pl. iiiiutom. ckocancliot cliLvencli inuclo") (1819,4.), sowie in einer an-dern: „Verb-,, guibu; .Iixlitorer Iinrl.it»; e;t" (1820, 4.), beschrieben und ab-gebildet ist. Hier gibt er alle Wochentage 10 Monate im Jahr Unterricht in lat.Sprache; außerdem widmet er seine Zeit der Kirche und Schule, wobei er auch inder Stadt medizinische Consultationen ertheilt und die ihm aufgetragenen außeror-LentlichenKrongeschäfte besorgt. Außer seinen Übers. Park's, Johnson's u. A., undvielen akademischen Dissertat. und Programmen in latein. Sprache zu Jena undHalle Haler u. a. geschrieben: „AnatomischesHandbuch" (Jena 1788; 2.Aufl.,Jena 1800); „Ansangsgründe der Medicin. Anthropologie und gerichtl. Arznei«Wissenschaften" (Jena 1791; 3. Aufl., Weimar 1800); „Journal für die Chi-rurgie, Geburtshülfe u. gerichtl. Arzneikunde", Bd. 1 — 4. (Jena 1797 —1804);,,'l'nbulne .«»-ilomiaa«!", mit latein, und deutsch. Text (Weimar 1803, 2 Bde.mit Kupf-, 4 Bde.Text in Fol.); „bieuivula sualomiae lium. cor^>." (I.Bd.,Moskau, Riga und Leipzig 1822) u. s. w.

Lodi, eine woklgebaute Stadt, seit 1814 der Hauptort der Provinz Lodi ,jn dem lombardischen Gouvernement des neuen lombardisch - venetianischen König-reichs, liegt an der Adda in einer sehr fruchtbaren Gegend, hat 17,800 Einw.Das BiSlhum steht unter dem Erzbischof von Mailand , Die Stadt hat ein feste«Schloß, Die Parmesankäse werden nicht in Parma, sondern allein in und um Lodi verfertigt und für die besten in ganz Italien gehalten; auch ist die dortige unechtePorzellan - und Fayence-Arbeit berühmt, kiber die Adda führteine mehrals 1000Klafter lange Brücke. Hier siegte Bonaparte an» 10. Mai 1796 mit 60,000 M.gegen 25,000 Östreicher unter Beaulieu, Diese waren über die Adda gegangen,hatten Lodi geräumt und standen in einer furchtbaren, von 30 Kanonen vertheidig-ten Stellung, zu der nur eine enge Brücke führte, Bonaparte führte sein Heer ineiner gedrängten Colonne, ließ seine ganze Artillerie vorbringen und rückte imSturmschritt vor. Das Blutbad war anfangs schrecklich; das östr, Geschütz streckteganze Reihen nieder. Die Franzosen wankten, und der Sieg schien verloren, alsBerthier, Maffena, Cervoni und LanneS sich an die Spitze der Colonne stellten,über die Brücke drangen und die östr. Batterien nahmen. Die Ostreicher thatenWunder der Tapferkeit; beide Heer? schlugen sich mit Erbitterung, und ungewißschwebte der Sieg, Da erschien. Augereau an der Spitze seiner Division, und dieSchlacht war entschieden. Die Östreicher, aus ihrer Stellung geworfen, verloreneinen Theil ihres Geschützes und 3000 M. an Todten, Verwundeten und Gefan-gene»; aber Beaulieu rettete die Ehre der östr. Waffe» durch einen mit Ordnungund Kaltblütigkeit bewerkstelligten Rückzug. Der Verlust der Franzosen betrug12,000 M. Kenner haben beide Feldherren getadelt, Bonaparte^ weil er eineStellung mit so großen Aufopferungen wegnahm, deren er mit einem Zeitverlustvon 24 Stunden sich leichter und sicherer bemächtigen konnte^ und Beaulieu, weiler Lodi so übereilt räumte, daß er nicht Zeit hatte, die Brücke abzutragen, wodurcher dem Feinde das weitere Vordringen unmöglich gemacht haben würde,

Logarirhmu s(Derhältniß;ahl),einma>henzassscherKunstauShru,ckfür«ine Zahl, wodurch dieGröße eines Zahlenvei hältnisses in Beziehung auf ein Grund-verhältniß ausgedrückt wird. Jene Zahl ist nur in Beziehung guf ihre Einheit denk-bar, z. B. 3 nur in Beziehung auf 1, wovon sie das 3fache ist. Diese Beziehungheißt das Verhältniß; daher hat jede Zahl ein Verhältniß zu ihrer Einheit, und sieselbst spricht den Werth desselben aus. Der Werth eines Verhältnisses wird bekannt,wenn man zwei Zahlen mit einandervergleicht, unddieGröße desselben kommt durchfine dritte Zahl zu unserm Bewußtsein, z. B. 9 zu 3 durch die Zahl 3, 9 zu 18